Ab heute Abriss: Steinberghalle ade!
Hier wurden sportliche Triumphe gefeiert

v.l.: Hannelore und Simone Schenk, Gisi Pupp, Rudi Röschl, Walter Lankisch, Willi Röschl und Josef Zeitler

(fwu – 17.7.17)  Ein über nahezu 60 Jahre stadtbildprägendes Gebäude direkt im Zentrum Leimens, die Steinberghalle, wird ab dem heutigen Montag abgerissen. Ausweislich der Rathaus-Rundschau wurde sie an einem Freitag dem 13. im März 1959 durch den damaligen Bürgermeister Otto Hoog mit einer schlichten Feier eingeweiht. Durch das Stahlbeton-Gebäude mit seinem „doppelten Schwingboden in Eiche“ (RaRu) nahm der Vereins- und Schulsport in Leimen einen massiven Aufschwung.

Besonders die KuSG mit ihren Abteilungen Basketball und Turnen profitierte von der neuen Trainingsmöglichkeit und errang in den nachfolgenden Jahren und Jahrzehnten eine Fülle von auch nationalen Meisterschaften. So im Basketball mit einer deutschen Meisterschaft der männlichen B-Jugend und gleich zweimal der weiblichen A-Jugend, wie der Ehrenvorsitzende der KuSG Josef Zeitler bei einer kleinen Abschiedsfeier im Schulhof der Turmschule am vergangenen Freitag erläuterte. Zu dieser Abschiedsfeier waren viele Vereinsmitglieder und Sportlerinnen und Sportler gekommen, die sich gerne an ihren Sport, das Training und die Wettkämpfe in der Steinberghalle erinnerten.


Historisches:


 


Über ca. 45 Jahre konnte die Halle ihren Zweck erfüllen, bis sie vor ca. 15 Jahren stillgelegt werden musste. Die erforderliche Sanierung wäre viel zu teuer gekommen und wirtschaftlich nicht sinnvoll gewesen.

Die Halle selbst konnte also nicht mehr genutzt werden, allerdings waren die Nebenräume noch bis in jüngster Zeit zum Beispiel als Kleiderlager für die Flüchtlingshilfe in Gebrauch. Auch der freie Platz unterhalb der Halle erfreute sich bis zuletzt noch großer Beliebtheit, bot er doch den Schülerinnen und Schülern der Turmschule bei Regen oder Hitze einen willkommenen Unterschlupf. Auch während der Kerwe und anderen Stadtfesten bot sich hier immer ein überdachter und beliebter Platz.

Nach dem Abriss wird sich durch die entstehende große Freifläche ein ungewohntes und seit nahezu 60 Jahren nicht mehr gesehenes Platzgefühl auf dem Rathausplatz einstellen und es wird wohl möglich leichter, sich eine neue Bebauung vorzustellen, die ja gegenwärtig Gegenstand kommunaler Diskussion ist.

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