Gaiberger Bürgerinitiative überbringt 2.000 Unterschriften zur geplanten L600-Sperrung

Großes Interesse seitens der Bürger bei der Infoveranstaltung zur L600 am 24. Januar 2018 in Lingental

(mu 22.03.2018) Es war ein konstruktives und fruchtbares Gespräch, das Dr. Bodo Seydler, der Vertreter der Bürgerinitiative „Umbau L 600“ (Red.: Info dazu hier) aus Gaiberg und Oberbürgermeister Hans Reinwald am Dienstagmorgen, den 20. März 2018 im Leimener Rathaus führten.

Mitgebracht hatte Dr. Seydler einen umfangreichen Ordner, der rund 2.000 inzwischen gesammelte Unterschriften enthielt. Diesen Ordner, so Dr. Seydler, wolle er den zuständigen Vertretern der Landesbehörden und natürlich auch den Landtagsabgeordneten aus der Region vorlegen, um sie auf die Sorgen und Nöte der betroffenen Anwohner und Pendler aufmerksam zu machen, die diese durch den Bau an der Landesstraße 600 hätten.

Oberbürgermeister Reinwald hatte für diese Sorgen vollstes Verständnis. „Ich hätte sicher auch unterschrieben, wenn ich diese Strecke jeden Tag nutzen müsste. Wir sind uns bewusst, dass diese Maßnahme allen Beteiligten das Äußerste abverlangt, aber sie ist inzwischen unaufschiebbar geworden. Uns allen wäre auch lieber, wenn man sie nach hinten legen könnte, denn wir sind keine Masochisten, denen der damit verbundene Ärger Freude machen würde.“

Dr. Seydler betonte, dass die allermeisten Personen, mit denen er gesprochen habe, durchaus Verständnis für die Durchführung der Baumaßnahme hätten, viele befürchteten aber, dass die Bauzeit überschritten werde und man dann in die Wintermonate käme. Deshalb solle alles Menschenmöglich getan werden, um die Zeit der Sperrung so kurz wie möglich zu halten.

Oberbürgermeister Reinwald betonte, dass von Seiten der Stadt alles getan werde, um die Bauzeit so kurz wie möglich zu halten, man habe einen sehr engen Takt ausgearbeitet, den man erfahrungsgemäß auch umsetzen könne. Die derzeitige Baumaßnahme in Gauangelloch laufe planmäßig und man sei daher sicher, mit den Arbeiten an der L 600 wie geplant am 4. Juni 2018 beginnen zu können.

Man habe im Vorfeld natürlich auch mögliche Varianten durchgespielt. Die oft vorgebrachte Idee, die Straße halbseitig zu sperren, sei aufgrund der zu geringen Breite rechtlich nicht umsetzbar, so der OB. Selbst wenn die Straße aber breit genug wäre, müssten an den drei vorgesehenen Bauabschnitten Ampeln aufgestellt werden, die den Verkehr regelten. Bei einer durchschnittlichen Abschnittslänge von etwas über einem Kilometer und bis zu 14.000 Pkw täglich auf dieser Strecke könne sich jeder selbst den hier entstehenden Rückstau zu den morgendlichen und abendlichen Stoßzeiten vorstellen. Diese Lösung sei daher in der Praxis nicht umsetzbar.

Der Vorschlag, „rund um die Uhr zu arbeiten“ erfordere insgesamt vier Arbeitstrupps, denn die tägliche Arbeitszeit von acht Stunden müsse natürlich eingehalten werden und eine Reserve sei hier erforderlich. Dies könnten aber nur entsprechend große Baufirmen leisten, für die diese Maßnahme aber zu klein und damit uninteressant sei. Selbst wenn jedoch von einer solchen Firma ein Angebot käme, wäre dieses aus nachvollziehbaren Gründen so teuer, dass die Stadt es nicht bezahlen könne. Dies sei ja der Grund gewesen, warum er bei den Nachbargemeinden nachgefragt habe, ob diese sich eine Beteiligung an den Kosten im Interesse ihrer betroffenen Bürger vorstellen könnten. Er legte in diesem Zusammenhang Wert auf die Feststellung, dass es sich um eine höfliche Bitte und nicht um eine Aufforderung gehandelt habe, wie missverständlicherweise in der Presse zu lesen gewesen sei. Zu berücksichtigen sei hier aber auch, dass die dann durchgeführten Nachtarbeiten bei den betroffenen Anwohnern erfahrungsgemäß auf wenig Gegenliebe stoßen würden, sobald der geruhsame Feierabend oder gar die Nachtruhe gestört würde.

Auch Konventionalstrafen bei einer möglichen Verspätung habe man in Erwägung gezogen, davon aber Abstand genommen, weil diese erfahrungsgemäß immer zu Streit und damit zu langwierigen Gerichtsverfahren führten. Besser seien hier Prämien für eine schnellere Umsetzung, dies werde im Rahmen der derzeit laufenden Vorbereitungen zur Ausschreibung geprüft.

Aus eigenem Interesse werde die Stadt Leimen alles daransetzen, um die Arbeiten so schnell wie nur möglich umzusetzen und hierfür alle nur denkbaren Möglichkeiten ergreifen. Er bot der Initiative an, einen Vertreter zum wöchentlichen Jour-Fix, der bei jeder Baumaßnahme üblich sei, zu schicken, um direkt vor Ort alle Informationen zu erhalten – ein Angebot, das Dr. Seydler gerne annahm.

Am 16. Mai sei eine weitere Informationsveranstaltung vorgesehen, an der auch ein Teilnehmer der dann feststehenden Baufirma für Fragen zur Verfügung stehe.

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