Gesehen in Leimen: Ein echtes 1,3 Liter “Auto”. Galerist mit „Simson Duo“ auf Ausfahrt!

In Leimen entdeckt: "Simson Duo" - ohne Faltverdeck das wohl witzigste Cabrio der Region

Da traut man seinen Augen kaum. Eine Art thailändisches Tuk-Tuk in Leimen? Ein Eigenbau im Retrodesign? Und das fährt tatsächlich und legal auf unseren STRASSEN? Oder ist das ein getunter Krankenfahrstuhl, ein Rasenmäher-Umbau?

Auf jeden Fall ein echter Hingucker, dieses Gefährt. Und sein stolzer Eigentümer ist genauso ein Original.  Mohamad Safarof, Geschäftsführer der gleichnamigen Galerie in der Unteren Straße in Heidelberg , hat das Gefährt vor einiger Zeit gekauft und selbst komplett wieder hergerichtet. Und es handelt sich nicht um ein fernöstliches Unikum sondern um ein DEUTSCHES Qualitätserzeugnis aus der ehemaligen „DDR“. Doch anders als Trabi oder Wartburg ist es hier bei uns weitgehend unbekannt.

„Keine“ Bremse, dafür geringer Verbrauch

Zumindest zieht der „Simson Duo“ <Video>, so die Werksbezeichnung, alle Blicke auf sich. Und legal ist der Simson auch. Mit einer Kleinkraftrad-Zulassung kann er ohne Helm und Sicherheitsgurt gefahren werden. Ein „Überrollbügel“ ist ja immerhin auch vorhanden. Wie Galerist Safarof allerdings erläuterte, ist das Fahren sehr gewöhnungsbedürftig, hat doch der Simson keine übliche Hand- oder Fußbremse. Das mit einer 3-Gang Halbautomatik ausgestattete Gefährt wird wie ein Flugzeug über Lenkerbewegungen gebremst.Lenker nach vorne drücken bremst!

Galerist Safarof: "Sehr gewöhnungsbedürftige aber robuste Technik"

Auch die Kurvenlage ist nicht Nürburgring tauglich. Wer zu schnell (und das ist beim Simson nicht viel!) in die Kurve geht, überschlägt sich. Vorsicht ist angebracht. Was in der heutigen Zeit allerdings vorbildhaft ist, ist der Verbrauch. Mit nur 1,3 Litern kommt der Simson 100 km weit und das bei einer Höchstgeschwindigkeit von knapp 60 Km/Stunde. Auch versicherungstechnisch ist Simson äußerst sparsam: knapp 50,- €. Jährlich.

Galerist mit Eigensinn

Galerist Safarof, ursprünglich aus dem Iran, zeigt auch in seinen Skulpturen und Bildern Eigensinn – ein Besuch in seiner Galerie sei hier empfohlen (auch wenn nicht in Leimen befindlich).

Neben dem Hobby „Simson“ sammelt er auch noch alte Kinoprojektoren. Das von ihm selbst restaurierte und voll funktionsfähige Projektoren-Prunkstück ist Baujahr 1930 und dürfte nahezu einzigartig sein. „Natürlich“ verfügt Safarof auch über die dazu passende Original-Kino-Bestuhlung.

Wer mehr über „Simson“ wissen möchte, hier der <Link> und hier weitere <Fotos>

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