Leserbrief Alexander Hahn: Mauritiusplatz

„Nur wer weiß, woher er kommt, der weiß auch, wohin er geht.“ Da hat Herr Altstadtrat Müller völlig Recht. Auch stimme ich mit Herrn Müller überein, dass es einen lokalen Bezug zu der Person des Mauritius gibt und dass deshalb ein Mauritiusplatz in Leimen Sinn machen kann.

Aber: Viele Leimenerinnen und Leimener wissen gar nicht, wer Mauritius war und warum die Kirche im Stadtzentrum nach ihm benannt ist. Daher ist die Stadtverwaltung aus meiner Sicht gut beraten, wenn sie dies den Bürgerinnen und Bürgern Leimens bei der Eröffnung des Mauritiusplatzes erklärt. Dabei sollte auch klargestellt werden, dass der Mauritiusplatz nicht nur ein Platz für gläubige Christen ist, sondern für alle Leimenerinnen und Leimener. Nach meiner Einschätzung ist diese Klarstellung wichtig, damit auch Nicht-Christen und Kirchenferne diesen Platz akzeptieren.

Denn was eine Provokation ist und was nicht, das entscheidet kein Altstadtrat oder ein anderer Kommunalpolitiker, sondern das ergibt sich aus dem Zusammenspiel zwischen Sender und Empfänger, in diesem Fall also aus dem Zusammenspiel zwischen Politik und Bürgerschaft. Die Leimenerinnen und Leimener sind mündige Bürger, die auch so von den Lokalpolitikern behandelt werden möchten. Geschieht das nicht, fühlen sich Bürgerinnen und Bürger übergangen. Deshalb sollte Politik generell erklären. Erst dann stimmt die Aussage „nur wer weiß, woher er kommt, der weiß auch, wohin er geht“.
 
Alexander Hahn

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