MdB Jens Brandenburg zu Gast im Leimener Rathaus

v.l.n.r.: Stadtrat Klaus Feuchter, MdB Dr. Jens Brandenburg, Bürgermeisterin Claudia Felden, Oberbürgermeister Hans D. Reinwald

(mu – 23.3.18) Der neu gewählte FDP-Bundestagsabgeordnete Dr. Jens Brandenburg hat Oberbürgermeister Hans Reinwald und Bürgermeisterin Claudia Felden im Leimener Rathaus zu einem gemeinsamen Gespräch besucht. Seit Oktober vertritt er den Wahlkreis Rhein-Neckar in Berlin. Als Sprecher für Studium, berufliche Bildung und lebenslanges Lernen der FDP-Bundestagsfraktion setzt sich der 32-jährige Unternehmensberater für bessere Aufstiegschancen und zeitgemäße Lernbedingungen ein.

Neben dem persönlichen Kennenlernen standen aktuelle Herausforderungen vor Ort im Vordergrund des Gesprächs. „Wo drückt der Schuh in Leimen?“, erkundigte sich Brandenburg. Sorgen macht Reinwald aktuell die Personalsituation in der Gemeinde, vor allem im technischen Bereich. Er freue sich natürlich über die niedrige Arbeitslosenquote, aber in Zeiten der Vollbeschäftigung seien die sicheren Arbeitsplätze bei den Kommunen weniger attraktiv. Viele Arbeitnehmer gingen lieber in die Industrie, wo die Bezahlung besser sei.

Felden sprach sich deshalb dafür aus, eine Anstellung bei der Gemeinde in technischen Bereichen auch für Frauen attraktiver zu machen. Brandenburg schlug vor, schon in frühen Jahren in der Bildung anzusetzen: „Digitale Lernmittel sollten schon in frühen Jahren selbstverständlicher Teil des Unterrichts sein. Das steigert auch das Interesse von Schülerinnen an technischen Fächern und technischen Berufen.“

Auf Nachfrage zur Entwicklung der Schülerzahlen berichtete Reinwald, dass er weiterhin von steigenden Zahlen ausgehe. Daher setze er beim Ausbau der Geschwister-Scholl-Schule zur Gemeinschaftsschule auf ein 3-zügiges Konzept. Die Gemeinschaftsschule wird voraussichtlich zum Schuljahr 2018/2019 Ihren Betrieb im Leimener Stadtteil St. Ilgen aufnehmen.

„Die Schulart Gemeinschaftsschule wollen auch wir Freie Demokraten beibehalten“, versicherte Brandenburg. „Die Schulträger sollen vor Ort selbst entscheiden können, welche Schulart sie anbieten. Eine weitere Rolle rückwärts wäre für alle Beteiligten keine Hilfe. Die Voraussetzung dafür ist jedoch eine faire und gleiche Finanzierung pro Schüler in allen Schularten.“

Zum Abschluss wünschte Oberbürgermeister Reinwald dem FDP-Politiker einen guten Start in Berlin. Brandenburg bedankte sich herzlich für den Austausch und versprach, auch weiterhin das direkte Gespräch zu suchen und sich für Leimen einzusetzen.

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