Möbilität bedeutet Freiheit – FDP diskutiert Zukunft der Infrastruktur in Rhein-Neckar

(kf – 6.9.17) Über die Zukunft der Mobilität diskutierte die FDP Leimen mit ihrem Bundestagskandidaten Dr. Jens Brandenburg und mit Stefan Tritschler, dem Geschäftsführer des Verkehrswissenschaftlichen Instituts Stuttgart. „Verkehrswege sind die Lebensadern unserer Gesellschaft“, erklärte Stefan Tritschler gleich zu Beginn. In einer wirtschaftsstarken und attraktiven Region wie Rhein-Neckar komme dem Nahverkehr eine besondere Bedeutung zu. Die hohe Nachfrage im S-Bahn-Verkehr sei zwar sehr erfreulich, stoße aber im derzeitigen Schienennetz an ihre Grenzen. Umso wichtiger sei der kontinuierliche Ausbau des Angebots.

Dass dieser mit erheblichen Investitionen verbunden ist, stellte Tritscher schnell klar. „Ein Kilometer oberirdische Tram kostet 15 Mio. Euro, bei einer U-Bahn fallen rund 250 Mio. Euro an“, führte der Verkehrsplaner aus. Die hohen Investitionssummen verlangten eine langfristige Planung innerhalb des regionalen Gesamtkonzepts. „Auf Legislaturperioden beschränkte Finanzierungszusagen erschweren diese Langfrist-Planung“, bemerkte Tritschler mit Blick auf die Bundespolitik. 

Eine besondere Herausforderung für den Infrastrukturausbau sieht der Verkehrsplaner im Fachkräftemangel. Dies sei ein Grund für die überdurchschnittlich langen Bauzeiten im Vergleich zu anderen europäischen Ländern. „In den Behörden, in den planerischen und umsetzenden Unternehmen fehlen Mitarbeiter für eine schnelle Umsetzung“, so Tritschler. Das müsse sich ändern. Weiteres Handlungspotenzial sehen Brandenburg und Tritschler auch in den Beteiligungsverfahren für Bürgerinnen und Bürger. „Wir wollen die Bürger bereits früh in den Planungsverfahren beteiligen, um dann eine verlässliche Grundlage für die weitere Umsetzung zu schaffen“, so der Bundestagskandidat.

Die langfristige Zukunft der Mobilität bleibt auch für den Verkehrsexperten Tritschler offen: „Wir werden einen umfassenden Wandel in Bezug auf die Antriebe, die technischen Möglichkeiten und die Nutzungsformen der Fahrzeuge erleben.“ Man werde insbesondere durch das autonome Fahren „disruptive Technologieentwicklungen“ erleben, erklärt Tritschler. Auch die verstärkte Nutzung von Carsharing-Angeboten werde die ländliche wie städtische Infrastruktur grundlegend verändern.

Zum Ende der Diskussion bekräftigte Brandenburg seine Forderung, die Infrastruktur in Rhein-Neckar weiterhin auszubauen. „Wir wollen dabei Straße und Schiene auf das steigende Verkehrsaufkommen in Rhein-Neckar vorbereiten“, so der Kandidat. Dafür brauche es neben einem vielfältigen Angebot auch eine intelligente und abgestimmte Vernetzung aller Verkehrsträger.

Der Ortsvorsitzende der FDP Leimen, Herr Klaus Feuchter, dankte Herrn Tritschler und Herrn Dr. Brandenburg für ihre Ausführungen und merkte an: „Leimen lebt auch von einem attraktiven ÖPNV-Angebot. Die FDP Leimen setzt sich auch weiterhin für eine starke Mobilitätsinfrastruktur in unserer Stadt ein.“

Klaus Feuchter, FDP Leimen

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