Neujahrsempfang der Stadt mit Gastredner Boris Palmer – Aegidius-Halle voll besetzt

Gut 300 Bürgerinnen und Bürger besuchten den Neujahrsempfang der Stadt Leimen in der Aegidiushalle – hier stehend beim Badnerlied


(mu 20.01.2018) Der Neujahrsempfang der Stadt Leimen in der Aegidius-Halle hatte 2018 mit dem Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer einen sehr bekannten Festredner und erfreute sich daher eines überaus starken Besuches.

Eingestimmt wurden die Gäste, darunter der Bundestagsabgeordnete Dr. Jens Brandenburg und die beiden Landtagsabgeordneten Karl Klein und Claudia Martin sowie die Ehrenbürger Bruno Sauerzapf und Günther Haritz von der Stadt- und Feuerwehrkapelle, die mit „Boogie forever“ für einen beschwingten Auftakt sorgten.

Oberbürgermeister Hans Reinwald bedankte sich in seiner Begrüßungsansprache vor allem bei den großzügigen Spenderinnen und Spendern, die auch 2017 Mitgefühl und Solidarität bewiesen hätten. Mit fast 46.000 € Spenden sei ein eindrucksvoller Beweis bürgerschaftlichen Gemeinsinns bewiesen worden.

In guter Tradition ließ das Stadtoberhaupt das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren und gab auch einen Ausblick auf das Jahr 2018 und die hier geplanten Maßnahmen. Vor allem die ab Mitte des Jahres vorgesehene Sanierung der L 600 durch das Land, die vor allem Lingental, aber auch Gauangelloch, Gaiberg und viele weitere Gemeinden unmittelbar betrifft, steht im Fokus.

So voll der Saal! Da machte sogar Boris Palmer schnell ein Foto

Nach einem musikalischen Intermezzo, bei dem die Stadt- und Feuerwehrkapelle wieder einmal ihr professionelles Können mit „Hello Dolly“ unter der Leitung von Karl Benz eindrucksvoll unter Beweis stellte, ergriff der diesjährige Gastredner, der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer, das Wort, nachdem er zuvor eine kleine technische Panne mit dem Mikrofon souverän überspielt hatte.

Grundlage seiner Ansprache war sein vielbeachtetes und diskutiertes Buch „Wir können nicht allen helfen“. In seiner aus dem Stegreif gehaltenen Rede machte er deutlich, dass man unvoreingenommen über Probleme sprechen müsse, wenn man diese lösen wolle. Dabei helfe es niemanden, den jeweils anderen, nur weil dieser einen anderen Standpunkt als den eigenen einnehme, zu diffamieren.

Glücksbringer: Schlossfräuleins Mara Ruhnau und Christin Menzel, Schornsteinfegermeister Armin Theisen

Aus der kommunalen Praxis heraus beklagte er anhand von Beispielen vor allem die vielen bürokratischen Hindernisse, die vom Gesetzgeber trotz gegenteiliger Beteuerungen aufgestellt würden und die oft dazu beitrügen, pragmatische Lösungsansätze vor Ort unnötig zu erschweren, wenn nicht gar unmöglich zu machen.

Die Nußlocher Buchhandlung Kempf hatte hierzu einen eigenen Stand mit Buchexemplaren im Foyer aufgebaut, wo sich Interessierte im Anschluss das Buch vom Autor signieren lassen konnten, was von vielen Gästen gerne genutzt wurde.

Nach einer flotten musikalischen Einlage der Stadt- und Feuerwehrkapelle, die mit dem stehend gesungenen Badner-Lied endete und von beiden Stadtoberhäuptern gemeinsam dirigiert wurde, gab es ausführlich Gelegenheit, sich bei einem Glas Sekt oder Orangensaft auszutauschen und sich mit einer Kleinigkeit zu stärken.

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