OB und CDU besuchten „Hidden Champion“ PharmaMedia Dr. Müller in St. Ilgen

(fwu – 13.3.18) Der CDU Stadtverband Leimen hatte seine Mitglieder zu einem Informationsbesuch bei der PharmaMedia Dr. Müller GmbH (PMM) im Sankt Ilgener Gewerbegebiet „Unterm Sand“ eingeladen und nahezu der gesamte Vorstand, Oberbürgermeister Hans Reinwald und einige interessierte Mitglieder waren der Einladung gefolgt.

v.l.: Ulrike Eckl, Sandra Dittrich, Wolfgang Stern, PMM Geschäftsführer Dr. Heinz Schindler – Dr. Ulrich Eikmanns – Dr. Rolf Müller, Herrmann Reis, OB Hans Reinwald, Bernd Börgerding, Claudia Neininger-Röth, Richard Bader, Hans-Georg Kraft

Der sehr ungewöhnliche Geschäftsgegenstand der PMM hatte hier offensichtlich für besonderes Interesse gesorgt, denn die PharmaMedia Dr. Müller GmbH (PMM) ist ein führender Hersteller für Anzucht-Nährmedien zum Nachweis von Mikroorganismen.

Dr. Heinz Schindler, einer der drei Geschäftsführer des Unternehmens, erläuterte den Gästen den geschichtlichen und technischen Hintergrund der PMM, sowie deren Produkte.

Das Unternehmen wurde Anfang 2013 von Herrn Dr. Rolf Müller gegründet, der bereits 1973 die heipha Dr. Müller GmbH gegründet und  über mehr als 30 Jahre sehr erfolgreich geleitet hatte. Der Fokus der PMM liegt auf der Entwicklung und Herstellung von Anzucht-Nährmedien für die pharmazeutische Industrie. Mit den in Leimen hergestellten Anzucht-Nährmedien können in der pharmazeutischen Industrie sowohl Medikamente als auch Produktionsräume auf mikrobielle Kontaminationen untersucht werden. Kunden der PMM sind inzwischen fast alle namhaften deutschen und europäischen Hersteller von pharmazeutischen Produkten.

Am Standort Leimen, der gewählt wurde, weil hier eine ausreichend große Industriehalle frei war und zum Verkauf stand, wurde in hochmoderne Reinräume und Produktionsanlagen investiert. Ein Rundgang durch die große Halle des Unternehmens, in dem auch der ca. 500 m² große Reinraum untergebracht ist, schloss sich der Firmenvorstellung an. Der Reinraum selbst ist ein kleines technisches Wunder und vollständig gegen die Außenwelt geschützt. Durch aufwendige Luftfilteranlagen ist hier selbst die Luft nahezu keimfrei, was auch laufend im Rahmen der Qualitätssicherung überprüft wird. Durch große Fensterflächen konnten die Besucherinnen und Besucher einen Blick auf die darin gerade laufende Produktion von Abklatschplatten beobachten.

Zurück im Besprechungsraum erläuterten die nunmehr alle drei anwesenden Geschäftsführer des Unternehmens die geplante weitere Entwicklung und schilderten Probleme, die hier am Standort Sankt Ilgen Schwierigkeiten verursachen. Die erfreuliche Absatzentwicklung erfordere voraussichtlich bereits in diesem Jahr den Übergang zum Zweischichtbetrieb und spätestens im nächsten Jahr einen Lagerneubau, der sich an das existierende Gebäude angliedern müsse, so der Gründer des Unternehmens Dr. Rolf Müller. Probleme mache dabei momentan besonders die Erforderlichkeit eines Hochwasserschutz-Gutachtens.

Als besonders problematisch im allgemeinen Geschäftsbetrieb erweise sich zudem die Tatsache, dass eine schnelle Internetanbindung im gesamten Industriegebiet fehle. Diese ist in der heutigen Zeit absolut essenziell und sei ein sehr wichtiger Standortfaktor. Auch die Verkehrs- und Parksituation, sowie die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr sei „Unterm Sand“ problematisch.

Der hier direkt angesprochene Oberbürgermeister Hans Reinwald bedankte sich zunächst für die Einladung und die sehr informativen Ausführungen auch beim Rundgang durch den Betrieb. Er freue sich, ein derart innovatives und erfolgreches Unternehmen in Leimen ansässig zu haben.

Produkt des Hauses PMM: Eine Abklatschagarplatte

Er erklärte, die angesprochenen Probleme prüfen zu wollen, verwies allerdings auch darauf, dass beispielsweise die Herstellung eines Internet Backbones (Glasfaser) keine kommunale Aufgabe sei. Er würde allerdings bei Landrat Dallinger erneut bezüglich des kommunalen Zusammenschlusses Fibernet konkret nachfragen und gegebenenfalls dem Gemeinderat empfehlen, einen Beschluss zum Ausstieg aus diesem kommunalen Gesamtprojekt zu fassen, wenn sich hier keine schnelle und positive Entwicklung abzeichnet. Im übrigen stünde er als Ansprechpartner für die PMM gerne persönlich zur Verfügung und würde mit der Verwaltung die angesprochenen Themen zeitnah prüfen und nach möglichen Verbesserungsmöglichkeiten auch im Dialog mit der PMM suchen.

Auch die Vorsitzende des CDU Stadtverbands Claudia Neininger-Röth bedankte sich bei den Geschäftsführern der PMM für die äußerst interessanten Einblicke, die man bei dieser Betriebsbesichtigung gewinnen konnte.

 

 

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