SVS: Aufsteiger jetzt auf Relegationsplatz – 4:0 gegen 1860

(sim). Es ist „Wies’n-Zeit“ und nicht nur die Bayern, sondern auch die „Löwen“ trumpfen in der Allianz-Arena groß auf. So geschehen am Samstag bei der Heimaufgabe des TSV 1860 München gegen Aufsteiger SV Sandhausen. Mit einem, auch in der Höhe verdienten 4:0 (3:0) Erfolg zeigten die Gastgeber ganz schnell, wer Herr im Hause ist. Bereits nach 25 Minuten stand es 3:0 und die Gäste mussten Schlimmeres, ja ein Debakel, befürchten. „Wir sind schläfrig ins Spiel gekommen und waren chancenlos“, versuchte SV-Trainer Gerd Dais Ursachenforschung zu unternehmen und stellte fest: „An die Frische und Unbekümmertheit aus den ersten fünf Spiele können wir derzeit nicht mehr anknüpfen. Ich glaube, die Niederlage in Paderborn hat einen Knacks verursacht, denn auch anschließend gegen Regensburg war die Leistung ja auch nichts besonderes, obwohl wir mindestens einen Punkt hätten holen müssen“. Alleine die Schuld auf die sechs verletzten Akteure zu schieben wäre zu einfach. Dais: „Als Neuling muss man den Kampf annehmen und darf nicht dem Irrglauben unterliegen, mit Schönspielerei etwas erben zu können. Auch gegen die Löwen war dies nicht der Fall und Daniel Ischdonat war oft auf sich alleine gestellt. Ihm können wir es verdanken, dass es kein Debakel gegeben hat, dann nach einer halben Stunde musste man mit dem Schlimmsten rechnen“.

Bereits in der ersten Minute hätte TSV-Kapitän Benny Lauth die Führung erzielen können. Sein Schuss strich jedoch knapp am Tor vorbei. Zehn Minuten später war es dann soweit. Der Mannheimer Daniel Halfar, der für den „Löwen-Sieg“ fast alleine verantwortlich war und der von Busch nie unter Kontrolle gebracht werden konnte, zirkelte die Kugel aus spitzem Winkel ins lange Eck. Mustergültig erneut zehn Minuten später das 2:0. Benjamin Lauth setzte sich im Mittelfeld durch, flankte auf Halfar, der „tanzte“ Busch vor der Torlinie aus und seine Vorlage landete auf dem Kopf von Moritz Stoppelkamp, der dem SV-Keeper aus kurzer Distanz keine Chance ließ. Als nach einem Stellungsfehler von Achenbach Daniel Bierofka angespielt wurde, donnerte der den Ball aus halbrechter Position etwa 15 Meter vor dem Gäste-Gehäuse unhaltbar in den Kasten. Weitere TSV-Angriffe endeten entweder in der Armen von Ischdonat oder knapp neben seinem Heiligtum. Die Gäste schienen jedenfalls völlig überfordert gegen eine gut aufgelegte Heimmannschaft und nahmen trotz spielerischer Unterlegenheit auch die Zweikämpfe nicht an.

Der Minutenzeiger hatte sich nach Wiederbeginn noch nicht einmal gedreht, stand es 4:0. Benni Lauth nutzte eine Pischorn-Unachtsamkeit zum Endstand aus, denn die Löwen zeigten sich im zweiten Durchgang „gnädig“ mit dem Neuling und fanden erneut in Daniel Ischdonat ihren Meister.

Reiner Maurer, der Löwen-Trainer war mit seiner aufstrebenden Truppe rundum zufrieden. „Wenn man ein Haar in der Suppe finden möchte, dann nur der Mangel, dass wir nicht noch höher gewonnen haben“. Widerspruch konnte man ihm dafür nicht geben.

Für Gerd Dais ist klar, dass der „Hebel“ gegen den VfR Aalen im Hardtwaldstadion umzulegen ist: „Es ist eine Richtungsweisende Begegnung die gewonnen werden muss, auch wenn der Mitaufsteiger derzeit einen sehr guten Lauf besitzt“.

TSV 1860 München: Kiraly; Wojtkowiak, Aygün, Vallori (50. Schindler), Volz; Bülow, Stahl; Stoppelkamp, Bierofka (59. Blanco), Daniel Halfar (71. Maier); Lauth.

SV Sandhausen: Ischdonat; Busch, Pischorn, Schulz, Achenbach; Fießer, Glibo; Blacha, Ulm (59. Morena), Sören Halfar (67. Kandziora); Löning (46. Onuegbu).

Tore: 1:0 (10.) Halfar, 2:0 (20.) Stoppelkamp, 3:0 (24.) Bierofka, 4:0 (46.) Lauth, Zuschauer: 19.100, Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden), gelbe Karte: Vallori (TSV 1860).

 

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