Tag der Städtebauförderung – Gemälde „Elementar“ von Günther Osswald enthüllt

(mu – 17.5.17) Es war ein buntes und abwechslungsreiches Programm, das vor allem Samstag, dem 13. Mai 2017 viele Besucher nach Leimen zog. Der „Tag der Städtebauförderung“ stand neben dem Frühlingsfest und der offiziellen Einweihung des neuen Verwaltungsgebäudes auf der Tagesordnung. Bereits ab 10 Uhr waren zahlreiche Radfahrer unterwegs und auch wenn sich das Wetter am späten Nachmittag nicht von der besten Seite zeigte, war man doch zufrieden.

Herren v.l.: Bernhard Apfel, OB Hans Reinwald, Günther Osswald

Ein kultureller Höhepunkt war ab 11 Uhr die Enthüllung zweier Kunstwerke im Foyer des neuen Rathauses. Zwei renommierte Künstler, der Maler Günther Osswald und der Bildhauer Bernhard Apfel waren gekommen, um zusammen mit zahlreichen Gästen zum einen das große Bild „Elementar“ und die aus Kirschenholz geschnitzte Holzskulptur „Urbanus“ zu enthüllen.

Laura Kettenring und Alexander Burghardt

Laura Kettenring und Alexander Burghardt

Die Musikschule Leimen stimmte mit Mozarts Klarinettenkonzert die Besucher ein. Laura Kettenring und Alexander Burghardt zeigten einmal mehr, welch hohe künstlerische Qualität bei der Musikschule geboten wird. Oberbürgermeister Hans Reinwald hob in seiner Begrüßungsansprache die Bedeutung der Kunst im öffentlichen Raum hervor. Hätte man Kunst in vergangenen Zeiten immer nur von äußeren Gegebenheiten abhängig gemacht, so der OB, wären unsere Städte, Museen oder Parks insgesamt ärmer. Kunst sei nichts für den Augenblick, sondern spiegele die Zeit wider, in der sie geschaffen worden sei und solle vor allem Denkanstöße geben.

Aloisia Föllmer, Kunsthistorikerin aus Weinheim stellte im Anschluss den Künstler Osswald und seine Werke vor. Das nun künftig in Leimen zu sehende Bild „Elemantar“ habe eine grundlegende Botschaft: das auf den ersten Blick Willkürliche werde strukturiert und füge sich zu einem sinnvollen ganzen zusammen.

Dies betonte auch Günter Osswald selbst, als er dem Publikum sein fünf Meter hohes und zweieinhalb Meter breites Bild erläuterte. Hier sei die Verbindung mit der öffentlichen Verwaltung zu sehen, denn deren Aufgaben und Herausforderungen erschienen auch oft zunächst unstrukturiert. Aufgabe der Verwaltung sei es, diese Strukturen zu ordnen und so für die Bürgerinnen und Bürger einer Kommune nutzbar zu machen. Es gelte, alle Eingänge zu ordnen, zu systematisieren, weiterzuleiten und zu bearbeiten. Diese Arbeit, so Osswald, nehme kein Ende, es sei ein fließender, fortlaufender Prozess.

Bernhard Apfels Skulptur des Schutzpatrons Urban passt für eine Weinstadt wie Leimen wohl wie kaum eine andere Figur, so der Bildhauer beim Vorstellen seines Werkes (<ausführlicher Bericht>).  Die aus heimischem Holz geschnitzte, etwa 220 cm große Figur des Heiligen Urban stelle schließlich den Beschützer des Weins und der Winzer vor Frost und Hagel dar. Sein Name sei zudem zum Synonym der Stadt, des „Urbanen“ geworden und passe auch von daher sehr in ein städtisches Rathaus. Zudem habe er weitere Eigenschaften, er achte beispielsweise sehr genau darauf, was gesagt werde und helfe gegen Schlaumeier, Besserwisser und Neidhammel, mit denen sich eine öffentliche Verwaltung auch immer wieder plagen müsse.

Nach dem abschließenden „Second Waltz“ von Dmitri Schostakovic gab es bei einem Glas Sekt die Möglichkeit, die weiteren ausgestellten Bilder zu bewundern. Wer dies nicht wollte, konnte sich rund um das neue Rathaus anhand einer Bildergalerie über die Fortschritte der Städtebauförderung informieren und bei einem Rundgang unmittelbar vor Ort die bereits erzielten Ergebnisse besichtigen.

Gegen 14.30 Uhr wurde bei einem ökumenischen Gottesdienst durch die Pfarrer Arul Lourdu und Holger Jeske-Heß das Rathaus eingesegnet (<ausführlicher Bericht>).

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