Von Phantom der Oper bis Gefangenenchor: Musikverein brachte Kirche zum Klingen

Pfarrer Lourdu

Pfarrer Lourdu

Heike Arnold

Heike Arnold

Bereits zum dritten Mal startete der Musikverein Sandhausen das Konzert in der Kirche. Es hatte sich schon herumgesprochen, dass gerade dieses Konzert einen speziellen Genuss für die Ohren bietet. Als Hausherr begrüßte Pfarrer Lourdu die zahlreichen Gäste am Palmsonntag und übergab anschließend das Mikrophon an Heike Arnold, die wieder souverän die Moderation des Nachmittag übernahm.

Ann-Kathrin Wagner

Ann-Kathrin Wagner

Schon legte das Jugendorchester, unter der Leitung von Ann-Kathrin Wagner los. You raise me up, war das erste Musikstück des Konzerts, man kann es bereits als Pop-Evergreen bezeichnen. Ein weiterer Klassiker folgte, Ausschnitte aus dem Phantom der Oper. Die Jungmusiker hatten wieder eine großartige gemeinsame Leistung abgeliefert und konnten sehr verdient viel Applaus ernten. Super, weiter so!

Stanislav Klimov

Stanislav Klimov

Nun debütierte der neue Dirigent des großen Orchesters, Stanislav Klimov mit dem Adagio in G Minor, von Tomaso Albinioni. Das sehr getragene, fast melancholische Musikstück brachte die Kirche zum Klingen und die Zuschauer zum Träumen. Als nächstes folgte ein kirchenmusikalischer „Kracher“ von Johann-Sebastian Bach, Jesus bleibet meine Freude. Das Orchester war enorm gefordert, die Finger flogen nur so über die Klarinetten. Es kam auf jedes einzelne Instrument an. Mit einem Hit von Rondo Venziano, „Sinfonia Per un Addio“ ging es weiter. Ein furioses Stück mit wechselnden Tempi, Schlagzeug und vielen Überraschungen. Der Sound war gewaltig und der Applaus auch.

Mit „Lasset uns erfreuen“, kam als nächstes ein typisches Kirchenmusikstück daher, bevor ein anspruchsvolles Arrangement vom Gefangenenchor aus Nabucco die Kirche in Beschlag nahm. Bombastische Klänge erfüllten das Kirchenschiff. Leicht und schwungvoll schritt das Konzert voran, mit dem Concerto D`Amore von Jakob de Haan.

Große Gefühle waren angesagt beim Conquest of Paradise, das Publikum ging mit und spendete begeistert Applaus. Stanislav Klimov beschritt als nächstes „seinen Weg“ als Solist brillierte er, mit seiner Possaune, in My way. Gänsehautfeeling! Standing Ovations, die Begeisterung war enorm und natürlich wurden Zugaben gefordert.

Bestimmt hatten schon manche Zuhörer darauf spekuliert: Das Stück „Erinnerungen“ von Guido Henn hat sich mittlerweile zum Klassiker des Kirchenkonzerts entwickelt. Als allerletztes Musikstück spielten beide Orchester zusammen: „Highland Kathedral“. Man entführte die Konzertbesucher in die nebelverhangenen Täler der schottischen Highlands. Ein letztes Mal brachten über 50 Instrumente die Kirche zum Klingen.

Der Musikverein hatte ein bombastisches Klangerlebnis in der Kirche versprochen. Genau das wurde umgesetzt. Viele Solodarbietungen und ein ein harmonisches Zusammenspiel im Orchester. Stanislav Klimov hat seinen musikalischer Einstand bestens gemeistert.

Wer nicht dabei war, hat wirklich einen Hörgenuss der Extraklasse verpasst. Aber, man kann sich ja schon mal auf das nächste Jahr freuen!

Jutta Staudt

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