Wenn der Himmel auf den Kopf fällt: Massenhaft „Schwerverletze“ im Feuerwehrhaus

(kb – 08.04.2017) Vier Tage lang waren im Feuerwehrhaus in der Leimener Wilhelm-Haug-Straße immer wieder Bewusstlose, Personen mit Kreislaufstillstand, Kopfplatzwunden, pulsierende Stichverletzungen und aus verschiedenen Lagen zu rettende Patienten zu versorgen.

Doch was war passiert? Glücklicherweise nichts Ernsthaftes! Neue Floriansjünger aus der Feuerwehr Leimen mit den drei Abteilungen (Leimen, Gauangelloch und St. Ilgen), der Feuerwehr Malsch, der Feuerwehr Nußloch, der Feuerwehr Sandhausen, der Feuerwehr St. Leon-Rot mit beiden Abteilungen (Rot und St. Leon), der Feuerwehr Walldorf und der Werkfeuerwehr KS Gleitlager GmbH absolvieren gerade ihre Grundausbildung im Unterkreis Walldorf. Teil dieses Lehrgangs ist auch das Modul „Rettung“, welches immer das DRK Leimen übernimmt.

Da das Rettungs- und Ausbildungszentrum (RAZ) an den beiden vorgesehenen Samstagen bereits anderweitig belegt war fand die Ausbildung an zwei Mittwoch-Abenden und Samstag-Vormittagen zwischen dem 29.3. und dem 8.4. im Feuerwehrhaus Leimen-Mitte statt. Leticia Waldschmidt, Erste-Hilfe- und Sanitätsausbilderin und Rettungssanitäterin bei DRK und DLRG Leimen sowie aktive Feuerwehrfrau in Sandhausen, brachte den Feuerwehrfrauen und -männern in spe nicht nur die auf den Feuerwehrdienst zugeschnittenen Grundlagen in Erste-Hilfe, sondern darüber hinaus auch den Umgang mit automatisierten externen Defibrillatoren (AEDs), die weitergehende Versorgung und Betreuung von Patienten bei. Unterstützt wurde sie von Kai Brümmer, Ausbilder der Feuerwehr Leimen und ebenfalls Rettungssanitäter beim DRK Leimen.

Außerdem besuchten alles zusammen am zweiten Mittwoch das RAZ, um die Rettungsfahrzeuge des DRK Leimen und die Wasserrettungsfahrzeuge und das Rettungsboot der DLRG Leimen näher kennen zu lernen. Hier konnten alle auch einmal üben, wie man eine Krankentrage aus dem Rettungswagen entnehmen und für einen Patienten vorbereiten kann.

Am letzten Tag ging es dann hauptsächlich um die Stabilisierung von Brüchen und Wirbelsäulenverletzungen und die technische Rettung mit Schaufeltrage, Vakuummatratze, Spineboard und Schleifkorbtrage. Im Anschluss konnten die Brandschützer-Azubis noch einmal zeigen, dass von dem umfangreichen Stoff doch einiges in Fleisch und Blut überging, was alle mit Bravour meisterten.

Vielen Dank der Feuerwehr Leimen für die Gastfreundschaft, den beiden Beizern für die gute Versorgung und den Lehrgangsteilnehmern für das angenehme Miteinander und das Interesse an der Thematik.

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