Büro ade! Die Deutschen tendieren zum Homeoffice

Wie ein Selbstständiger oder Freiberufler von zuhause aus arbeiten und dabei das volle Gehalt verdienen – das wär’s! Das denken sich immer mehr deutsche Büroangestellte, wie zahlreiche Studien auf dem Statistikportal Statista belegen.

Arbeiten in gewohnter Umgebung

Laut einer Studie der Bitkom beispielsweise würden 41 % der Arbeitstätigen gerne gleich mehrere Tage pro Woche in den eigenen vier Wänden arbeiten, 21 % sogar ausschließlich im Homeoffice; nur 28 % ziehen das Büroumfeld vor. Das hängt auch mit dem Wunsch nach einer günstigeren „Work-Life-Balance“ zusammen, den in einer Forsa-Umfrage von 2016 31 % der weiblichen und 45 % der männlichen Befragten äußerten. Wer berufsbedingt normalerweise zwischen Leimen und Heidelberg pendeln muss, gewinnt durch Homeoffice mehr Zeit für Erholung und Freunde. Müttern und Vätern am Ende ihrer Elternzeit erleichtert es außerdem den schrittweisen Wiedereinstieg ins Arbeitsleben.

Es ist daher nicht überraschend, dass die Möglichkeit, von zuhause aus zu arbeiten, ganz weit oben auf der Liste der von Arbeitnehmern nachgefragten „Benefits“ steht, sogar noch vor der betrieblichen Altersvorsorge. Zahlreiche andere Studien bestätigen diesen Trend: Sie prognostizieren, dass er in naher Zukunft sogar noch wichtiger wird. Wie diesbezüglich die Situation in Baden-Württemberg aussieht, erklärt dieser Artikel im PDF-Format. Einige Unternehmen richten einen Teil ihrer Stellenangebote sogar explizit auf eine Homeoffice-Tätigkeit aus. Ergo besteht die Chance, dass auch Ihr Chef dem Thema nicht abgeneigt ist und Sie zumindest einen Tag Homeoffice pro Woche heraushandeln können.

Infografik: Home Office in Deutschland | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Technisch fast ohne Abstriche machbar

In jedem Fall müssen Sie das persönliche Gespräch suchen, schließlich können Sie sich nicht einfach selbst die Erlaubnis fürs Homeoffice erteilen. Haben Sie eine Zusage erhalten, müssen Sie noch die technischen Voraussetzungen für ihr „Büro außerhalb des Büros“ schaffen. Auf die für Ihre Arbeit relevanten Datenbanken und Programme können Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit über eine firmeneigene Cloud zugreifen. Dafür müssen Sie zuerst einen sogenannten „VPN“ wahlweise auf Ihrem Heimcomputer, Laptop, Smartphone oder Tablet einrichten.

Pflegen Sie ein individuelles Ordnungssystem für Ihre Dateien und Ordner, ist unter Umständen ein zusätzlicher Cloud-Speicher für Ihren exklusiven Gebrauch sinnvoll. Jedoch sehen es Betriebsleitungen und IT-Abteilungen nicht gerade gerne, wenn Angestellte in einer bereits vorhandenen, privaten Dropbox mit sensiblen Daten jonglieren. Richten Sie also einen neuen Cloud-Account speziell für berufliche Zwecke ein. Achten Sie dabei darauf, dass sich die Cloud an einem Standort in Deutschland befindet, um schnell auf sie zugreifen zu können und Ihre sensiblen Daten gemäß inländischen Datenschutzrichtlinien gesichert zu wissen. Professionelle Instant-Messenger-Dienste wie Slack ermöglichen zudem die Echtzeit-Kommunikation mit Ihren Kollegen. Bei der Nutzung solcher technischen Hilfsmittel leidet die persönliche Komponente zwar etwas, man kann mit ihnen aber durchaus eine produktive und koordinierte Zusammenarbeit gewährleisten.


Bildrechte: Flickr Home office David Martyn Hunt CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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