Der VfB Stuttgart befindet sich nach dem Klassenerhalt im Freudentaumel

Das Stadion in Stuttgart bot der Mannschaft jenen Rückhalt, der notwendig war.

(dk – 25.5.22) In Stuttgart schäumte dadurch die Freude über, denn der Klassenerhalt wurde förmlich in letzter Minute geschafft. Nachdem der österreichische Stürmer Sasa Kalajdzic bereits in der 12. Minute für den Führungstreffer des VfB Stuttgart gesorgt hatte, folgte nach dem Ausgleich von Anthony Modeste in der 59. Spielminute die kalte Dusche.

Wenig Verständnis bei Uli Hoeneß

Doch noch war nicht alles verloren, schließlich könnte eine Niederlage von Hertha BSC in Dortmund den Aufstieg sichern, wenn den Stuttgartern ein weiteres Tor gelänge. Tatsächlich holte der BVB seinen 0:1 Rückstand gegen die Berliner auf und gewann sein Heimspiel knapp mit 2:1. Doch es sollte bis zur 2. Minute der Nachspielzeit dauern, bis man in Stuttgart endlich jubeln konnte. Der 2:1 Sieg gegen den 1. FC Köln reichte aus, um den Klassenerhalt zu sichern. Lediglich die bessere Tordifferenz rettete den VfB Stuttgart vor der Relegation. Nach dem Ende dieses Fußball-Krimis, brachen im Stadion alle Dämme.

Angesichts der Jubelszenen in Stuttgart fällt es schwer zu glauben, wie der ehemalige Präsident des Deutschen Fußballmeisters FC Bayern München auf den Verbleib der Mannschaft in der Deutschen Fußball-Bundesliga reagierte. Er fand den Jubel überzogen. Hoeneß richtete der Mannschaft aus, sie hätte nicht die Fußball-Weltmeisterschaft gewonnen, sondern wäre nur nicht abgestiegen. Alexander Wehrle, Vorstandsvorsitzender des VfB Stuttgart, reagierte und konterte entsprechend. Würde man zur Meisterschaftsfeier nach München blicken, dann habe man den Eindruck, dass der alte und neue Deutsche Meister lediglich 10. in der Tabelle, anstatt zum 10. Mal Meister geworden wäre.

Der rhetorische Ausfall von Hoeneß zeigt einmal mehr, dass beim Meister in München derzeit nicht alles rund läuft. Der Rauswurf aus dem DFB-Pokal war nur eine jener spektakulären Niederlagen in dieser Saison, die noch immer an Hoeneß zu nagen scheinen. Denn zu Beginn der Saison galten die Bayern auch als klarer Favorit auf den Gewinn dieses Titels. Nicht nur die TV-Experten sahen den Titelverteidiger in ihren Prognosen vorne, sondern auch die Buchmacher von Portalen wie 888 gaben dem Titelverteidiger in ihren Sportwetten Online Top-Quoten auf das Double. Doch es sollte anders kommen. Am Ende der Saison schaffte der FC Bayern München lediglich einen weiteren Meistertitel und lässt dennoch die Frage aufkommen, ob die jahrelange Dominanz nicht die Spannung in der Deutschen Fußball-Bundesliga ruiniert. Doch die Unruhen in München lassen die Hoffnung der Konkurrenz aufs Neue erblühen.

Kommt Kalajdzic, wenn Lewandowski geht?

Der FC Bayern München hat Probleme mit seinem zentralen Erfolgsgaranten Robert Lewandowski. Dieser fühlt sich offenbar nicht ausreichend wertgeschätzt und möchte ins Ausland wechseln. Glaubt man den Gerüchten, dann zieht es den Polen zum FC Barcelona. Die Vereinsverantwortlichen Oliver Kahn und Hasan Salihamidžić betonen zwar, dass Lewandowski seinen Vertrag auf jeden Fall in München erfüllen wird, doch es wäre nicht das erste Mal, dass ein gutes Angebot die Meinung von Fußball-Managern ändert. Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat ebenfalls bereits öffentlich betont, dass der Star-Stürmer auch im nächsten Jahr für den FC Bayern München auflaufen wird.

Doch so ganz traut man dem Frieden offenbar doch nicht, denn der Deutsche Meister hat sich bereits auf die Suche nach einem Nachfolger begeben. Nachdem Erling Haaland wie erwartet finanziell außer Reichweite war, konzentrieren sich die Bemühungen nun auf andere Spieler. Ein Name, der dabei immer wieder fällt, ist jener des VfB-Stuttgart-Stürmers Saša Kalajdžić.

Bayern-Trainer Julian Nagelsmann gab bereits bei der Meisterfeier seines Vereins bekannt, dass er zwei bis drei Namen im Kopf habe, die spätestens 2023, wenn der Vertrag von Robert Lewandowski ausläuft, diesen ersetzen könnten. Jetzt gelte es aus seiner Sicht, den Markt zu sondieren. Angeblich haben die Verantwortlichen des FC Bayern München bereits Kontakt mit dem Management des österreichischen Stürmers Kalajdžić aufgenommen und ihr Interesse an einem Transfer deponiert.

Noch keine konkreten Angebote für Kalajdzic

Der VfB-Stürmer selbst nahm in den letzten Tagen zu den Gerüchten Stellung und gab an, demnächst Gespräche mit dem VfB Stuttgart und seinem Berater führen zu wollen. Derzeit läge jedoch weder vom FC Bayern München noch von einem anderen Verein ein konkretes Angebot auf dem Tisch. Kalajdžić entspricht zumindest theoretisch jenem Profil, das der FC Bayern München für den Nachfolger von Robert Lewandowski im Kopf zu haben scheint:

Ein kopfballstarker Stürmer, der Flanken verwerten kann, wäre also ganz nach dem Geschmack des Deutschen Meisters. Für den VfB-Stürmer spricht, dass er die Deutsche Fußball-Bundesliga kennt und im Vergleich relativ günstig zu haben wäre. Sein Vertrag läuft, ebenso wie jener von Lewandowski, noch bis zum Ende der Saison 2022/2023. Seine Leistungen im Dress des VfB sind jedenfalls nicht unbemerkt geblieben, denn auch der BVB interessiert sich für den Stürmer. Bei seinem Verein geht man daher mittlerweile von einem Abgang im Sommer aus. VfB- Sportdirektor Sven Mislintat zeigte sich in einem Interview mit der Sport-Bild jedenfalls pessimistisch, den Stürmer in der Mannschaft halten zu können. Er rät dem VfB Stuttgart demütig zu bleiben und sich auf die neuen Ziele zu konzentrieren.

Die Vereinsflagge des VfB Stuttgart weht wieder stolz im Wind.

Für den VfB Stuttgart beginnt nun die Planung für die Vorbereitung auf die neue Saison. Zahlreiche Testspiele sollten sicherstellen, dass sich Mannschaft, Verein und Fans jenen Krimi ersparen, der am Ende dieser Saison sicherlich so manchem Anhänger graue Haare beschert hat. Mit etwas Glück hat auch der SV Sandhausen wieder Gelegenheit gegen den Bundesligisten anzutreten. Im Vorjahr brachte der 6:1 Sieg den Stuttgartern jedoch kein Glück. Damals startete der Verein mit dem Spiel gegen den SVS zwar erfolgreich in die Testspielsaison, doch die Spielzeit selbst war geprägt von Zittern und Bangen. Nun soll in der Saison 2022/2023 alles anders werden. Daher gilt es, die Euphorie der Stunde zu nutzen und sich konzentriert auf die neue Aufgabe vorzubereiten – mit oder ohne Kalajdžić.

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