Die Achtziger sind wieder zurück 

(fu – 24.3.22) Nostalgie verkauft sich immer gut. Ein Jahrzehnt fasziniert die Menschen im Moment aber mehr als jedes andere: die Achtzigerjahre. Sie galten lange Zeit als die Dekade der größten Modesünden. Irgendetwas am Lebensgefühl der damaligen Zeit übt aber eine besondere Faszination aus, die sich überall bemerkbar macht, erst recht seit der Erfolgsserie Stranger Things. Filmregisseure, Serienmacher, Videospiel-Entwickler und Musiker – sie alle zieht es immer wieder zurück ins Jahrzehnt von Nena und Michael Jackson, von E.T. und Rambo, von Neonfarben und Vokuhila-Frisur. Die folgenden Beispiele sind nur eine kleine Auswahl. 

Knight Rider 

Nein, es gibt leider keine Pläne, David Hasselhoff wieder mit seinem Pontiac Firebird, besser bekannt als K.I.T.T., zu vereinen. Aber die jüngste Veröffentlichung von Videospiel-Entwickler NetEnt dürfte die Fans darüber hinwegtrösten. Letzten Monat ist nämlich ein Knight Rider Slot-Spiel erschienen. Wer gerade überlegt, wofür er seinen Casino Bonus auf games.netent.com einlösen soll, weiß also Bescheid. Im Hintergrund erklingt bei jedem Spin die ikonische Titelmelodie, bei einem Gewinn ertönen lässige Sprüche vom Knight Rider persönlich. K.I.T.T. ist natürlich ebenfalls dabei, und zwar als wanderndes Wild-Symbol. Für Retro-Fans ist dieses Spiel eine echte Augenweide. 

Dark 

Die deutsche Serie Dark ist nicht nur düster, sondern auch ziemlich verwirrend – und sie spielt zu großen Teilen in den Achtzigern. Auf der Suche nach einem vermissten Kind landet der Held der Serie, Jonas, im Jahr 1986. Mit wenig Charme aber viel Liebe zum Detail wird die BRD des letzten Jahrhunderts wieder zum Leben erweckt. Die Serienmacher sind dabei eher an den unschönen Seiten und den Abgründen interessiert als an Synthesizer-Klängen und Neon. Das Portrait der Achtziger in Dark ist daher authentisch, aber nie besonders nostalgisch. Nach dem Ende dieser Serie fragt man sich jedenfalls, ob nicht auch vieles für die Gegenwart spricht. 

Beatrice Egli 

Beatrice Egli ist der neue Stern am Schlagerhimmel. Die Schweizerin veröffentlichte 2020 ihr Album „Bunt“ und ließ sich dabei stark vom Sound der Achtziger inspirieren. Die Entscheidung traf sie bewusst, nicht nur deshalb, weil sie die Musik aus diesem Jahrzehnt „schon geil“ findet, sondern auch, um der tristen Gegenwart im Corona-Jahr zu entfliehen.  Auch bei ihrer Frisur und ihren Outfits für das Musikvideo schnitt sich die Sängerin eine dicke Scheibe bei den Achtzigern ab. Unter anderem zeigt sie Szenen, die an den Film Tron angelehnt sind, und eine neonbunte Aerobic-Truppe. Eglis großes Vorbild aus den Achtzigern ist übrigens Nena. 

Wonder Woman 1984 

Der Soundtrack von Wonder Woman 1984 ist eine große Enttäuschung: Für einen Film, der in den Achtzigern spielt, sind ziemlich wenig Songs aus der Zeit enthalten. Dafür haben die Bühnenbildner eine typische Achtziger-Jahre-Mall zum Leben erweckt, Chris Pine macht mit Fanny Pack eine gute Figur und ein Ronald-Reagan-Lookalike als US-Präsident kommt ebenfalls vor. Insgesamt wäre es möglich gewesen, viel mehr aus dem 80er-Setting dieses Films zu machen. Den Filmemachern ging es offensichtlich weniger um eine Hommage an dieses großartige Jahrzehnt als darum, im Trend zu liegen. Trotzdem gibt es viele schöne Anspielungen zu entdecken. Der Film lohnt sich also nicht nur für Fans von Superhelden-Geschichten, sondern auch für Retro-Fans – zumindest, wenn sie bereit sind, über die maue Story hinwegzusehen. 

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