Die Stadtwerke Heidelberg sind in Sachen Energieversorgung gut aufgestellt

Die Stadtwerke Heidelberg sind in Sachen Energieversorgung gut aufgestell
Die aktuelle Situation auf den Energie- und insbesondere den Gasmärkten stellt alle Beteiligten – Importeure, Lieferanten und Kunden – vor große Herausforderungen. Gut gemeistert werden kann sie vor allem dann, wenn alle gemeinsam einen Beitrag zu ihrer Bewältigung leisten. Das war eine wesentliche Botschaft von Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner, Aufsichtsratsvorsitzendem der Stadtwerke Heidelberg, und Michael Teigeler, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Energie, in einem Gespräch über die Versorgungssituation der Kundinnen und Kunden des kommunalen Energieversorgers.

Fernwärme: Klimaschutz und Versorgungssicherheit für 50 % der Heidelberger Bürgerinnen und Bürger

„Uns ist bewusst, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger wegen des Winters sorgen“, sagte Prof. Dr. Rudolf Irmscher, Gesamtgeschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg, einleitend. „Deshalb ist es mir ein Anliegen, transparent zu machen, wo wir mit unserer Energiesparte stehen und was in nächster Zeit ansteht.“

„Generell ist Heidelberg in der Wärmeversorgung gut aufgestellt“, ergänzte Oberbürgermeister Prof. Dr. Würzner. „Denn die Stadt Heidelberg verfügt über ein weitreichendes Fernwärmesystem. Darüber versorgen wir fast die Hälfte unserer Bürgerinnen und Bürger – vor allem in den Stadtteilen mit einer hohen Wohnungsdichte und mit vielen Mietwohnungen.“ Die Heidelberger Fernwärme ist bereits zu 50 % CO2-frei. In den vergangenen Jahren sind dazu zahlreiche Anlagen im ENERGIEpark der Stadtwerke Heidelberg entstanden. „Und es geht weiter: Bis 2030 wollen wir sogar weitestgehend CO2-freie Wärme bieten. Daran arbeiten wir mit unseren Stadtwerken“, stellte Würzner in Aussicht. Michael Teigeler, Geschäftsführer der Stadtwerke Heidelberg Energie, ergänzte: „Ein Vorteil unserer Fernwärme ist auch, dass sie aus ganz unterschiedlichen Versorgungsquellen stammt und wir somit nicht abhängig von nur einem Energieträger sind. So bietet unsere heidelberg WÄRME eine hohe Versorgungssicherheit.“ Gas spiele in der Fernwärmeversorgung von Heidelberg eine untergeordnete Rolle.

Deutliche Preisanstiege – vor allem beim Gas, moderater bei Fernwärme

Der Preis für die Fernwärme der Stadtwerke Heidelberg ist im Jahr 2022 nahezu stabil geblieben. Für das Jahr 2023 wird es jedoch, wie bei allen Arten der Wärmeversorgung, Preissteigerungen geben. Denn auch die Kosten für die eingesetzten Energien und die CO2-Zertifikate sind gestiegen. „Voraussichtlich wird der Anstieg sogar über 50 % betragen“, sagte Michael Teigeler. „Das ist hoch – aber deutlich moderater als der Preisanstieg beim Gas: Dieser kann zu Beginn 2023 gegenüber 2021 in der Summe bei rund 200 % liegen.“ Der Energie-Geschäftsführer betonte auch: „Diese Situation haben wir weder unseren Kundinnen und Kunden noch uns gewünscht. Unser Anliegen ist es, verlässlich und zu fairen Preisen mit Energie zu versorgen. Rechtlich vorgegebene Abgaben und Steuern haben wir in der aktuellen Situation eins zu eins an unsere Kunden weitergegeben. Das betrifft sowohl Steigerungen, wie die Gasumlagen, aber auch die Absenkung der EEG-Umlage beim Strom auf null im vollen Umfang zum 1. Juli.“

Energiesparen, #damitsfürallereicht

Dennoch sei es nun notwendig, die Situation auf den Energiemärkten gemeinsam zu bewältigen. „Wir müssen jetzt dadurch. Was uns allen dabei hilft: Energiesparen.“ Denn jede Kilowattstunde, die nicht verbraucht werde, entspanne die Situation. „Jeder von uns kann etwas dazu beitragen. Manchmal ist das gar nicht mal so schwer. Schon mit einfachen Mitteln lassen sich 5, 10 oder sogar einmal 30 % des Energieverbrauchs senken“, so Teigeler.

Auf diese Botschaft zielt auch die gemeinsame Energiespar-Kampagne #damitsfürallereicht der Stadt und der Stadtwerke Heidelberg sowie der Energieberatungsagentur KLiBA. Mit Humor und konkreten Tipps will sie zum Energiesparen motivieren. Auch die Stadtwerke Heidelberg haben bereits ein Konzept zur Reduzierung ihres Energieverbrauchs im täglichen Geschäft beschlossen.

„Das Thema Energiesparen ist bei unseren Kundinnen und Kunden übrigens auch schon angekommen“, konnte Teigeler berichten. „Eine erste Auswertung für den Monat September hat ergeben, dass sie 20 % weniger Gas als im Vorjahr verbraucht haben – bei vergleichbaren Temperaturbedingen. Das ist genau die Größenordnung, die uns allen hilft.“ Denn wenn alle Gas-Verbraucher 20 % einsparen – so die Schätzungen der Bundesnetzagentur – können die bisherigen Füllstandsmengen der Gasspeicher über den Winter ausreichen, ohne dass die Bundesnetzagentur oder die Verteilnetzbetreiber Einschränkungen anordnen müssen.

Weitere Entlastungen erforderlich – nicht nur für private Kundinnen und Kunden, sondern auch für kleine und mittlere Unternehmen

Darüber hinaus seien aber auch Entlastungen wichtig, wie sie in den Entlastungspaketen des Bundes erarbeitet wurden, betonte Oberbürgermeister Prof. Dr. Würzner. Für private Kundinnen und Kunden, die in existenzielle Schwierigkeiten geraten, habe der Aufsichtsrat der Stadtwerke Heidelberg zudem aktuell beschlossen, den Etat für den Nothifefonds im Rahmen der [aktion.nähe] zu erhöhen. Den Fonds haben die Stadtwerke bereits vor vielen Jahren gemeinsam mit der Stadt Heidelberg und der Liga der Freien Wohlfahrtspflege Heidelberg eingeführt: Privatkunden des kommunalen Energieversorgers, die in eine finanzielle Notlage geraten sind, erhalten Hilfe aus diesem Fonds. Bedingung ist, dass die Antragsteller an einer professionellen Schuldnerberatung teilnehmen. Mit diesem Fonds konnte bereits die wirtschaftliche Situation vieler Menschen in der Wirtschaftskrise 2008/2009 verbessert werden.

Völlig unzureichend habe die Politik bislang die Situation der Unternehmen berücksichtigt, kritisierte Prof. Dr. Würzner. „Sie profitierten weder von einer Senkung der Mehrwertsteuer, noch erhielten sie Ausgleichszahlungen wie die Beschäftigten. Die kleineren und mittleren Betriebe müssen deutlich stärker entlastet werden“, forderte er. „Diese Unternehmen sind das Rückgrat unserer Wirtschaft und damit unseres Wohlstands. Viele sind durch die hohen Energiepreise in ihrer Existenz bedroht. Wir müssen sie schützen, um uns alle zu schützen. Dafür setze ich mich über den Deutschen Städtetag ein.“

Oberbürgermeister Würzner weiter: „Die Gasspeicher sind inzwischen gut gefüllt. Wir haben nicht mehr das Hauptproblem, dass uns im Laufe des Winters das Gas auszugehen droht. Aber wir stehen angesichts der Preisentwicklung vor enormen finanziellen Herausforderungen. Das gilt für private Haushalte genauso wie für Unternehmen und die öffentliche Hand. Wir brauchen deshalb endlich den Gaspreisdeckel.“

Unterstützungsbedarf sieht Würzner bundesweit auch für die Stadtwerke, die aktuell zu hohen Preisen Energie einkaufen müssen. „Das führt zu Liquiditätsproblemen, die für viele Stadtwerke das Aus bedeuten können.“ Oberbürgermeister Prof. Dr. Würzner hat daher zusammen mit weiteren Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern über den Deutschen Städtetag einen Rettungsschirm für kommunale Stadtwerke von der Bundesregierung gefordert.

„Wir sind mitten in einer schwierigen Situation“, erklärt Oberbürgermeister Prof. Dr. Würzner. „Dank unserer starken Stadtwerke und dank vieler Investitionen der vergangenen Jahre in eine nachhaltige Energieversorgung sind wir hierfür gut aufgestellt. Herzlichen Dank an die vielen Bürgerinnen und Bürger, die im Alltag ihren Verbrauch reduzieren. Jede Einsparung hilft, dass wir dem weiteren Preisanstieg entgegentreten.“

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