Kann der Anbieter einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung problemlos gewechselt werden?


Die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung sichert Unternehmer vor finanziellen Schäden, die bei Kunden entstehen, ab. Insbesondere für alle Berufsgruppen, die beratend, verwaltend, vollstreckend, gutachterlich oder prüfend tätig ist, ist die Vermögensschadenhaftpflicht unerlässlich. Denn sie deckt echte Vermögensschäden, die aus Schadensersatzansprüchen von Mandanten und Kunden resultieren können. Bestimmte Branchen, vor allem aus dem Dienstleistungssektor haften nämlich bei einer Verletzung der Sorgfaltspflicht auch für Vermögensschäden. Wer zu diesen Risikogruppen gehört, der sollte sich mit einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung vor Regressforderungen schützen. Dabei ist die Vermögensschadenhaftpflicht nicht nur empfehlenswert, sondern für einige Berufsgruppen auch Voraussetzung für den Erhalt einer Berufserlaubnis. Neben Notaren gehören hierzu auch Rechtsanwälte, Versicherungsmakler, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater. Verschiedene Versicherungsunternehmen bieten neben der Berufshaftpflichtversicherung zur Absicherung von Vermögen die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung an.

Worauf muss beim Wechsel einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung geachtet werden?

Selbstverständlich gibt es auch bei der Vermögensschadenhaftpflicht verschiedene Tarife, Deckungssummen und Leistungen. Grundsätzlich ist es die Aufgabe einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung Unternehmen gegen finanzielle Schadensersatzforderungen absichern. Unternehmer sollten dabei immer darauf achten, dass die Vermögensschadenhaftpflicht auf die eigenen Bedürfnisse und Anforderungen abstimmt ist. Hierzu gehört beispielsweise auch eine regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Leistungen und Deckungssumme an die aktuelle Unternehmenssituation. 

Natürlich ist die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung auch ein Kostenfaktor. Ein Versicherungsvergleich und ein Anbieterwechsel können sich enorm lohnen. Fällt die Entscheidung zu einem Anbieterwechsel gilt es dabei einiges zu beachten. Dabei spielt in erster Linie die Laufzeit der bestehenden Versicherung einen wesentlichen Aspekt. In der Regel läuft eine Vermögensschadenhaftpflicht für mindestens ein Jahr, in einigen Fällen kann die Laufzeit aber sogar drei Jahre betragen. Um eine Doppelversicherung beziehungsweise eine Versicherungslücke zu vermeiden, sollte dabei bei einem Anbieterwechsel immer die Vertragslaufzeit überprüft werden. In diesem Zusammenhang ist natürlich auch die Kündigungsfrist wichtig. Auch die Kündigungsfristen können sich von Anbieter zu Anbieter unterscheiden. Bei einigen Versicherungsunternehmen beträgt die Kündigungsfrist vier Wochen zum Jahres- beziehungsweise Mindestvertragsende, bei anderen Versichern oftmals einige Monate. 

Tipp: Eine neue Vermögensschadenhaftpflichtversicherung kann auch bereits im Voraus vor Vertragsende der bestehenden Versicherung zu einem bestimmten Termin abgeschlossen werden, um eine Versicherungslücke auszuschließen. Gerade Berufsgruppen, deren Berufserlaubnis an der Versicherung hängt, müssen unbedingt eine Versicherungslücke verhindern.

Wann kann die Vermögensschadenhaftpflicht außerordentlich gekündigt werden?

Neben der ordentlichen Kündigung zum Vertragsende kann eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung auch außerordentlich gekündigt und somit der Anbieter gewechselt werden. So hat der Versicherungsnehmer immer dann das Recht auf eine außerordentliche Kündigung, wenn der Versicherer den Versicherungsbeitrag erhöht. Ebenfalls kann eine Vermögensschadenhaft außerordentlich in Folge einer Schadensregulierung gekündigt werden. In beiden Fällen beträgt die Kündigungsfrist in der Regel vier Wochen. Es ist zu empfehlen, die Kündigung in schriftlicher Form auszusprechen. Um einen Beleg über die Einhaltung der Kündigungsfrist vorlegen zu können, sollte das Kündigungsschreiben per Einschreiben mit Rückschein versendet werden. 

Doch ganz gleich, ob nun außerordentliche oder ordentliche Kündigung, vorab sollten sich Unternehmer immer einen neuen Versicherungsanbieter aussuchen. Spätestens zum Zeitpunkt der Kündigung sollte die neue Vermögensschadenhaftpflichtversicherung in Kraft treten. Denn nur so kann eine fortwährende Absicherung des Vermögens sichergestellt werden. Ansonsten können Schadensersatzansprüche sehr teuer werden. Bei den Berufsgruppen, welche die Vermögensschadenhaftpflicht als Pflichtversicherung benötigen, kann die fehlende Versicherung zum Entzug der Berufserlaubnis führen.

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