Qualitätskriterien bei Kinderfahrradanhängern: Darauf kommt es wirklich an

Wer Kinder hat und gerne Rad fährt, möchte die Kinder natürlich gerne mit auf Tour nehmen – daher ergibt sich schnell die Notwendigkeit des passenden Transportmittels. Dazu empfiehlt sich der beliebte Kinderfahrradanhänger, da er neben dem großzügigen Platzangebot für bis zu zwei Kinder und Stauraum für zusätzliches Gepäck, auch noch viele weitere Vorteile aufweist.

Multifunktionalität als zentraler Vorteil

Als multifunktionales Transportmittel kann er nicht nur für’s Fahrrad genutzt, sondern auch zum Jogger oder Buggy umfunktioniert werden.

Bei den meisten Marken wir das Buggyrad bereits im Standardlieferumfang mitgeliert, das Joggerrad hingegen muss bei fast allen Produkten als Zubehör zusätzlich erworben werden.

Das richtige Modell finden

Die Bandbreite an Modellen und Herstellern ist groß – die meisten Anhänger sind komfortabel ausgestattet und dank großzügigem Angebot an Zubehör unabhängig von ihrer Funktion praktisch und vielseitig einsetzbar.

In Sachen Aufbau, Konstruktion, Design und Größe sind sich zwar alle im Grunde ähnlich, und doch variieren sie von Hersteller zu Hersteller, da jeder Anbieter seinen eigenen Fokus legt.

Worauf kommt es beim Kauf eines Fahrradanhängers an?

An oberster Stelle bei den Auswahlkriterien stehen Qualität, Stabilität und Sicherheit. In weiterer Folge geht es um den Lieferumfang, hier im Speziellen um das im Preis enthaltene Zubehör – hier gibt es bei den verschiedenen Marken teils deutliche Unterschiede.

Zu guter Letzt sollte auch der Preis verglichen werden, allerdings sei an dieser Stelle gesagt: wer ein hochwertiges, zuverlässiges und langlebiges Produkt kaufen möchte, sollte beim Preis nicht unbedingt sparen, denn vor allem bei Kinderfahrradanhängern hat Qualität ihren Preis. Kaum passender als hier könnte das Sprichwort sein: „Wer billig kauft, kauft zweimal“!

Qualitätskriterien

#1: Sicherheit im Innenraum

Ein sicheres Gurtsystem ist unabdingbar. Eine klare Empfehlung ist hier der 5-Punkt-Gurt, da er den gesamten Körper quasi über Kreuz umschließt.

Durch einen leichten und dennoch stabilen Rahmen mit einem niedrigen Schwerpunkt wird Kippsicherheit gewährleistet. Zwar ist es schwierig mit einem Fahrradanhänger umzukippen, allerdings kann man nie wissen, was einen auf einer Fahrradtour alles erwartet. Vor allem Bordsteine oder schnelle Ausweichmanöver sind in der Praxis besonders gefährlich!

Eine stabile und gut gepolsterte Rückenlehne schützt das Kind nicht nur vor möglichen gefährlichen Gegenständen im Kofferraum, sondern unterstützt auch eine ergonomische Sitzposition.

#2: Rahmen & Material

Ein Kinder-Fahrradanhänger sollte robust, langlebig und möglichst schadstofffrei hinsichtlich der verarbeiteten Materialien sein. Letzteres ist für Konsumenten leider schwierig herauszufinden, da es zwar immer wieder Tests dazu gibt, hier aber häufig die Testkriterien sehr, um nicht zu behaupten zu streng sind.

Beispiel: Materialien werden bei Tests mit jenen von Schnullern und Beißringen verglichen. Ob diese strengen Testkriterien in der Praxis vergleichbar sind? Hier scheiden sich die Geister. Hier eine Stellungnahme dazu von Qeridoo.

Tipp: ein hochwertiger Anhänger überzeugt übrigens nicht nur mit einer hohen Stabilität, sondern auch mit einem möglichst geringen Eigengewicht. Vor allem Vielfahrer werden diesem Punkt zustimmen.

#3: Federung

Ist eine hochwertige Federung verbaut, wirkt sich dieser Umstand direkt auf den Preis aus. Zwar sind nahezu alle Fahrradanhänger mit einer „Standardfederung“ ausgerüstet, allerdings gibt es auch hier enorme qualitative Unterschiede.

Hochwertige Anhänger führender Marken wie Croozer oder Thule verfügen mittlerweile über Federsysteme, die sich vollautomatisch an das Gewicht des Anhängers anpassen. Andere Federungen hingegen lassen sich manuell einstellen, was aber in der Praxis kaum richtig verwendet wird. Ganz günstige Fahrradanhänger hingegen haben meist keine Federung verbaut und eignen sich nur für kurze Strecken auf asphaltierten Straßen.

Daher sollte man sich vorab überlegen, auf welchen Untergründen man hauptsächlich unterwegs sein wird. Besonders bei unebenem Gelände ist eine hochwertige Federung von großem Vorteil, da sie den empfindlichen Kinderrücken nicht nur schützt, sondern auch für mehr Komfort während der Fahrt sorgt.

Expertentipp: Wer zu einer guten Federung auch noch den Reifendruck regelmäßig anpasst, fährt mit zusätzlicher Federleistung und reduziert dadurch Erschütterungen während der Fahrt auf ein Minimum. Hier gilt die Faustregel: lieber weniger Reifendruck als zu viel!

#4: Komfort für die Kinder

Damit alle von einer entspannten und komfortablen Tour profitieren, sollten sich auch die Kinder wohlfühlen. Hierzu zählt bei Schlechtwetter ein passendes Regenverdeck und bei Sonnenschein ein Sonnenverdeck, das die UV-Einstrahlung reduziert. Auch ein Fliegergitter ist von Vorteil, wobei dieses ohnehin meist bereits standardmäßig integriert ist.

#5: Verfügbares Zubehör

Soll der Fahrradanhänger bereits für die Kleinsten genutzt werden, ist eine Babyschale oder Hängematte notwendig. Diese passen sich der noch sehr empfindlichen Wirbelsäule der Babys an und sorgen so für eine optimierte Position der Kleinen. In der Praxis haben sich für Babys auch Nackenstützen und Sitzverkleinerer als wichtig erwiesen.

Hinweis: außer der Weber Babyschale, passen meist nur Eigenmarken in die jeweiligen Anhänger!

#6: Beleuchtung und Sichtbarkeit

Um auch während der Dämmerung und Dunkelheit gut sichtbar zu sein, braucht man eine ausreichende Ausstattung an Reflektoren. Ebenso sorgt ein Wimpel für zusätzliche Sichtbarkeit. All das ist allerdings in den meisten Fällen bereits vorhanden.

Hinweis: ein Rücklicht für die Rückseite ist mittlerweile Pflicht und wird ebenfalls bei vielen Herstellern bereits mitgeliefert. Andernfalls unbedingt mitbestellen!

Die wichtigsten Qualitätskriterien als Checkliste auf einen Blick

Ein hochwertiger Kinderfahrradanhänger überzeugt nicht nur mit seiner Langlebigkeit. Robuste Fahrradanhänger mit entsprechenden Qualitätsstandards zeigten bei Crashtest, dass sie bei möglichen Kollisionen entsprechende Sicherheit bieten. Im Vergleich zum Kinderfahrradsitz ist dies ein entscheidender Vorteil des Fahrradanhängers!

Um im Fall des Falles die Verletzungsgefahr der Insassen so gering wie möglich zu halten, ist es unbedingt notwendig, die Kinder stets angeschnallt zu lassen und einen perfekt sitzenden Fahrradhelm zu tragen. Letzterer ist in Österreich beispielsweise Pflicht.

Autor: Gerald Bacher, Betreiber von zweiradkraft.com

Checkliste

  • Robustes, leichtes, sauber verarbeitetes Aluminium-Rahmengestell (ohne scharfe Kanten)

  • Sicheres, für Kinder nicht zu öffnendes Gurtsystem

  • Ausreichend Kopffreiheit im Anhänger, damit auch für den Helm ausreichend Platz ist

  • Gute Sichtbarkeit: idealerweise zur Standardbeleuchtung noch zusätzliche Reflektoren anbringen sowie den Wimpel stets mitführen

  • Qualität: alle in Frage kommenden Modelle miteinander vergleichen und auf Details wie Lieferumfang, verfügbares Zubehör, Umbaumöglichkeiten, Faltbarkeit, Eigengewicht, etc. achten

Autor: Gerald Bacher, Betreiber von zweiradkraft.com

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