Rebhuhn Schutzprojekt im Rhein-Neckar-Kreis ausgezeichnet

Der Verband Region Rhein-Neckar hat auf dem 7. Regionalparkforum am 05.12.2018 in Mannheim die Gewinner des Wettbewerbes „Landschaft in Bewegung“ ausgezeichnet. Eines der prämierten Projekte ist das Rebhuhnschutzprojekt im Rhein-Neckar-Kreis.

Akteure beim Rebhuhnschutzprojekt (v.l.n.r.) oben: Andreas Bertsch (Landwirt aus Waibstadt), René Greiner (LJV BW), Gerrit Kleemann (Leiter des Amtes für Landwirtschaft und Naturschutz RNK), unten: Herr Trinemeier (Verband Region Rhein-Neckar), Anja Rudi (Landwirtschaftsamt RNK), Roland Lauer (Jäger aus Sandhausen), Katrin Naumann (LEV), Marc Arheidt (Südzucker AG); Foto: VRRN

Der Landschafts-Erhaltungsverband Rhein-Neckar e.V. (LEV) engagiert sich seit 2017 für den Rebhuhnschutz im hiesigen Landkreis. Dessen Bestände sind in den letzten Jahrzehnten um bis zu 94 % zurückgegangen, weswegen das Rebhuhn als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft wird. Damit dies verhindert wird, werden über das Projekt nahrungsbringende und schutzbietende Lebensräume auf Ackerflächen geschaffen. Dazu legen Landwirte Blüh- und Brachflächen an, deren Pflanzenbestand Sommer wie Winter stehenbleibt, sodass die Tiere ganzjährig Rückzugsmöglichkeiten vorfinden.

Durch die Aussaat vieler verschiedener Blühpflanzen, werden Insekten gefördert, die dann auch als Nahrung für andere Tiere dienen können. Informationsschilder in der Nähe der Flächen sollen die Öffentlichkeit darüber informieren, dass es sich bei den Blühflächen um Lebens- und Rückzugsräume für das Rebhuhn handelt. Speziell in der Brut- und Aufzuchtzeit von April bis Juli ist es wichtig, dass die Flächen nicht durch abseits der Wege laufende Spaziergänger oder freilaufende Hunde gestört werden.

2018 beteiligten sich bereits 17 Landwirte aus neun Kommunen am Projekt, sodass 41 Hektar Blühflächen als Lebensräume für Rebhühner geschaffen werden konnten. Auch die örtliche Jägerschaft der Mannheimer und Heidelberger Jägervereinigung unterstützt das Projekt im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Die Firma Südzucker AG, die u. a. Ackerflächen um den Insultheimer Hof in Hockenheim bewirtschaftet, hat Flächen zur Verfügung gestellt, um sich ebenso beim Rebhuhnschutzprojekt einzubringen. Das Amt für Landwirtschaft und Naturschutz des Rhein-Neckar-Kreis, zahlreiche Kommunen, das Projekt „Allianz für Niederwild“, die Ornithologische Arbeitsgemeinschaft Rhein-Neckar sowie das Landwirtschaftliche Technologiezentrum sind beim Projekt involviert. Das Land Baden-Württemberg unterstützt den Rebhuhnschutz mit der Zahlung von Fördermitteln.

Das Rebhuhnprojekt im Rhein-Neckar-Kreis zeigt sehr deutlich, dass solch ein Projekt nur miteinander funktionieren und wirken kann. Ohne das beherzte Engagement von den vielen verschiedenen Akteuren würde heute das Projekt nicht so erfolgreich sein, wie es sich entwickelt hat. Deswegen freuen sich alle Projektbeteiligten über die Auszeichnung beim Wettbewerb „Landschaft in Bewegung“ sowie über das Preisgeld in Höhe von 10.000 €. Das Geld wird natürlich in den Rebhuhnschutz investiert. Es soll u.a. für die Anpflanzung von niedrig wachsenden Hecken und für die Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden.

Bei Fragen oder Interesse am Rebhuhnschutz kontaktieren Sie den LEV, Frau Naumann, Tel. 07261 – 9466 5393 oder [email protected]

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