Schimmelbildung im Bad: Im Sommer wie im Winter möglich

Niemandem dürften die extreme Hitze, hohe Luftfeuchtigkeit und natürlich Unwetter der letzten Zeit in Leimen, Nussloch und im restlichen Baden-Württemberg entgangen sein. Wer keinen Pool hat und nicht an den Strand kann, dem schenkt das heimische Bad die eine oder andere notwendige Abkühlung. Was vielen dabei nicht bewusst ist: Die Gefahr für Schimmelbildung ist im Sommer ähnlich hoch wie im Winter, und das nicht nur an schwülen Tagen.

Das liegt daran, dass warme Luft Wassermoleküle besser transportieren kann als kalte. Und genau das benötigen die Pilzsporen, um sich wohlzufühlen: reichlich Feuchtigkeit. Die schwarzen Flecken sehen dann nicht nur unschön aus, sie sind auch nachweislich gesundheitsschädlich: Werden die Sporen über einen längeren Zeitraum eingeatmet, kann es zu Atemwegserkrankungen und Hautreizungen kommen, aber auch Schwindelanfälle und Gedächtnisstörungen können auftreten.

Problem Luftfeuchtigkeit

Zu den wirkungsvollsten Maßnahmen gegen Schimmelbildung im Winter gehört Heizen, um die Luft auszutrocknen (und durch kurzes Stoßlüften nach draußen abzuführen). Im heißen Sommer ist diese Methode kaum denkbar und steht sowieso nicht zur Verfügung, mit einer Ausnahme: Wenn das Wetter mehrere Tage lang kühler wird, ist der Vermieter rechtlich verpflichtet, genügend Heizkapazitäten bereitzustellen, damit die Innentemperatur nicht längerfristig unter 16 Grad sinkt.

Mit speziell für den Sanitärbereich designten Heizkörpern mit großer Fläche, wie man sie hier findet, können Sie das Defizit dann schnell wieder ausgleichen. Empfohlen wird übrigens eine konstante Badezimmertemperatur von 25 Grad, da sich ansonsten Wasserdampf an den kühleren Wänden absetzen kann.

Falsches Lüften begünstigt Schimmel

Lüften sollten Sie aber nicht nur nach einem ausgiebigen Bad, sondern auch nach kurzen Duschgängen, selbst dann, wenn Sie die gestiegene Luftfeuchtigkeit kaum spüren können. Ein Hygrometer wie aus dem Baumarkt überzeugt Sie sicher schnell von der akuten Notwendigkeit. Beim Lüften reicht es übrigens nicht aus, das Fenster lediglich anzukippen, da auf diese Weise kaum Luftaustausch stattfindet. Im Gegenteil: Die feuchte Luft schwebt dann über der Fensterkante und es kommt dort zu vermehrter Schimmelbildung. Auch der in vielen Badezimmern eingebaute Lüfter vollbringt keine Wunder und ist zudem recht stromintensiv, da für den Betrieb bei vielen Modellen das Licht eingeschaltet bleiben muss.

Stattdessen sollten Sie Ihr Fenster so weit wie möglich öffnen, und am besten noch ein zweites in einem gegenüberliegenden Raum, um einen Durchzug zu gewährleisten und die feuchte Luft umso schneller loszuwerden. Dies sollten Sie drei bis vier Mal am Tag für 20 bis 30 Minuten tun, vornehmlich in den frühen Morgen- und späten Abendstunden, wenn es draußen kühler ist. Alternativ geht das auch über Nacht, dann mit gekipptem Fenster. Wenn der Schimmel trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch entsteht, finden Sie in diesem Artikel hilfreiche Tipps zur sicheren und gründlichen Reinigung.


Bildrechte: Flickr bathroom Timothy Vollmer CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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