120 Jahre Evangelischer Gemeindeverein

120 Jahre im Dienste der Menschen in Leimen  – Evangelischer Gemeindeverein zwischen Tradition und Zukunft

Der Evangelische Gemeindeverein im Jubiläumsjahr: Klaus Ludwig, Pfrin. Elke Rosemeier, Wolfgang Müller, Rolf Kiefer und Klaus Lingg (von links)

(wm) Einer der ältesten Vereine in Leimen, der Evangelische Gemeindeverein, wurde in diesem Jahr 120 Jahre alt. Dies war für den alten und neuen Vorsitzenden Wolfgang Müller auf der Jahreshauptversammlung nochmals Anlass, auf die bewegte und spannende Geschichte des Vereins zurückzublicken, dabei aber auch die Zukunft und das Werben um neue Mitglieder, ganz besonders junger Menschen und Familien, anzusprechen nicht aus den Augen zu verlieren.

Im Mai 1892 hatte alles begonnen mit einem Frauenverein und sechs Frauen und mit der Ehefrau des evangelischen Pfarrers Becker als Vorsitzende. Dieses Gründungsdokument ist nicht nur die „Wurzel“ des heutigen Gemeindevereins, sondern auch des DRK Leimen. Dabei nahmen die einen die Entwicklung über den Schwesternverein zum Krankenpflegeverein und damit hin zur mobilen, ambulanten Krankenpflege, während das Deutsche Rote Kreuz sich in Richtung präklinischer Versorgung von Verletzten und Erkrankten orientierte. In den Gründungsjahren hatte der Verein bereits die stattliche Mitgliederanzahl von knapp 300 Personen. Heute sind es etwas mehr als 400, aber jedes Jahr verliert der Verein durch Überalterung zwischen 20 und 30 Mitglieder. Diesem Aderlass gilt es durch neue Mitglieder, aber auch durch neue Ideen, Zielsetzungen und Aufgaben entgegen zu steuern.

Immer war der „Verein“ gesellschaftlichen Veränderungen und Entwicklungen ausgesetzt: Wegfall er örtlichen Krankenstation, Abzug der Krankenschwestern, der Diakonissen, und dann im Jahre 1979 die Gründung der Kirchlichen Sozialstation Leimen-Nußloch-Sandhausen e.V. Doch immer noch hat der alte solidarische Gedanke Bestand, sich für die Menschen karitativ, diakonisch, sozial und gesellschaftlich zu engagieren, sich aber auch zukunftsorientiert neuen Aufgaben zu stellen und diese zu unterstützen und zu fördern. So hat man im Jubiläumsjahr mit insgesamt 10.000 Euro einmal die Weiterentwicklung des Elisabeth-Ding-Kindergartens zum „Familienzentrum“ gefördert und zum anderen im Jahr der Kirchenmusik die kirchenmusikalischen Gruppen und Kreise der eigenen Kirchengemeinde unterstützt. Und dies auch mit dem Ziel und der Absicht, junge Menschen und Familien an die einerseits soziale und andererseits „Gemeinde gestaltende Idee“ des Gemeindevereins heranzuführen und zu gewinnen. Nur so kann, nach Wolfgang Müller, der Bestand und das Überleben des alten Traditionsvereins gesichert werden.

Nach dem erfreulichen Kassenbericht von Vereinsrechner Klaus Ludwig und dem uneingeschränkten Prüfungsbericht von Hans Appel und Horst Hellinger erbrachten die Neuwahlen folgendes Ergebnis:

  • Wolfgang Müller, Vorsitzender,
  • Pfarrerin Elke Rosemeier, Stellvertreterin,
  • Klaus Ludwig, Vereinsrechner,
  • Jan Bittler, Schriftführer.

Hans Appel und Horst Hellinger blieben Kassenprüfer und als Beisitzer wurden gewählt: Inge Krämer-Konrad, Gisela Neumeister, Rolf Kiefer, Klaus Lingg und Michael Reinig. Danach referierte Rolf Kiefer ausführlich und höchst informativ „Zur Geschichte unserer Diakonischen Einrichtungen“ und vor dem gemeinsamen Lied „Großer Gott wir loben Dich“ dankte Müller noch Klaus Lingg für die langjährige Arbeit als Schriftführer und auch Helma Röcker für ihre nahezu 20-jährige Vorstandstätigkeit. Und er wünschte sich und dem Verein zum 120. Geburtstag für die nahe Zukunft 120 neue Mitglieder.

 

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