13. Eberbacher Nadelwertholz-Submission – Teuerster Stamm kostete 3.002 €

Kreisforstamt: Bei der 13. Eberbacher Nadelwertholzsubmission wurde auf jeden Stamm geboten / Den höchsten Erlös je Festmeter erzielte eine Lärche aus dem Stadtwald Eberbach mit 729 Euro/Festmeter

Die Douglasie auf diesem Bild war mit 87 cm (Angabe ohne Rinde) eine der dicksten Stämme bei der 13. Eberbacher Nadelwertholzsubmission.

Private und öffentliche Waldbesitzende aus dem Rhein-Neckar-Kreis, Neckar-Odenwald-Kreis und dem Landkreis Heilbronn sowie aus dem benachbarten hessischen Odenwald präsentierten bei der 13. Eberbacher Nadelwertholzsubmission ihre wertvollsten Hölzer auf dem Eberbacher Festplatz „In der Au“.

Die Waldbesitzer und Förster hatten insgesamt 402 Stämme von besonders hoher Qualität mit möglichst astfreiem Holz und gleichmäßigem Wuchs ausgewählt und zur Versteigerung angeboten. Eine Gesamtmasse von über 760 Festmetern (Fm), hauptsächlich bestehend aus Lärchen und Douglasien. Alle Stämme wurden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kreisforstamtes nummeriert und vermessen. Tatkräftige Unterstützung leisteten hierbei Forstkollegen des ForstBW-Bezirkes Odenwald aus Schwarzach. Auf dieser Grundlage wurden Losverzeichnisse erstellt und interessierten Käufern zur Verfügung gestellt. Die Kaufinteressenten hatten mehrere Wochen lang die Gelegenheit, jeden einzelnen Stamm in Ruhe zu begutachten. Die schriftlichen Gebote konnten bis zum 19. Februar eingereicht werden.

Nach Eröffnung der Gebote zeigte sich der Leiter des Kreisforstamtes, Manfred Robens, zufrieden mit den Ergebnissen. „16 Firmen haben insgesamt mehr als 2000 Gebote abgegeben, also über fünf Gebote je Stamm. Kein Stamm blieb unbeboten“, freute sich Robens. „Den höchsten Erlös je Festmeter erzielte eine Lärche aus dem Stadtwald Eberbach mit 729 €/Fm. Den teuersten Stamm lieferte die Gräflich Erbacher Fürstenauische Verwaltung, die für eine Douglasie insgesamt 3002 Euro erhält“, ergänzte Ulrike Riedl, stellvertretende Leiterin des Forstbezirkes Odenwald-Bergstraße. Der Durchschnittserlös über alle Baumarten stieg mit 280 Euro pro Festmeter im Vergleich zu den Vorjahren deutlich an.

Nach Erteilung der Zuschläge werden in den nächsten Tagen und Wochen die Stämme abgefahren und ihrer Verwendung zugeführt. Als Schnittholz sind Douglasie und Lärche vor allem im Innenausbau und Möbelbau gefragt – aus den mächtigen Douglasien können beispielsweise dekorative Dielenböden, sogenannte Schlossdielen, gefertigt werden. Das dauerhafte Lärchenholz eignet sich auch im Außenbereich zur Herstellung von Fensterrahmen. Die qualitativ hochwertigsten Stämme werden in Furnierwerken zur Herstellung besonders ansprechender Oberflächen verarbeitet.

Für alle Beteiligten – Waldbesitzer, Waldarbeiter und Förster – ist die Submission eine schöne Gelegenheit, den Erfolg jahrelanger Waldpflege anschaulich zu präsentieren und Einnahmen für die Pflege der zukünftigen Wälder zu generieren.

 

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