14 Mio. Euro verbaut: Abwasseranlagen am Landgraben in Leimen eingeweiht

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v.l. Bürgermeister Karl Rühl (Nußloch), Rudi Kuhn (Stadtwerke Leimen), Oberbürgermeister Wolfgang Ernst, Bürgermeister Georg Kletti, n.n.

(fwu – 13.7.14) Ein für den Abwasserzweckverband Untere Hardt und die Stadtwerke Leimen zukunftsweisendes abwassertechnisches Großprojekt mit ca. 14 Mio. € Gesamtbaukosten am Ende des Falltorwegs am Landgraben neben der B 3 in Leimen wurde am vergangenen Freitag eingeweiht.

Für den Abwasserzweckverband begrüßte dessen Vorsitzender, Bürgermeister Georg Kletti, die Anwesenden und erläuterte den Hintergrund des Großprojektes (siehe Video). Leimens Oberbürgermeister Wolfgang Enst betonte ebenfalls die Wichtigkeit der Anlagen für Leimen, Nußloch und Sandhausen. Bürgermeister Karl Rühl (Nußloch), Leimens Altbürgermeister Bruno Sauerzapf, Bürgermeisterin Claudia Felden und viele Stadt- und Gemeinderäte, die seinerzeit an den Beschlussfassungen beteiligt waren, sowie viele interessierte Bürgerinnen und Bürger wohnten der Einweihung bei.

Mit einem Knopfdruck auf den Hauptschalter wurden die Anlagen und Förderschnecken offiziell in Betrieb genommen.

Bilder von der Baustelle finden Sie <hier>

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Das Projekt „Abwasseranlagen“ umfaßt (Text Stadt Leimen):

  • 9917 - Abwasseranlage Landgrabenein Abwasser-Hebewerk
  • zwei unterirdische Regenüberlaufbecken
  • ein oberirdisches Regenrückhaltebecken
  • auf einer gesamten Grundstücksfläche von ca. 17.000 m² errichtet.

Die Planungen für dieses Großprojekt starteten bereits im Jahre 2003, der offizielle Spatenstich erfolgte dann am 14. Februar 2012. Nun sind die umfangreichen Bauarbeiten nahezu abgeschlossen und die Großanlage kann am 11. Juli 2014 ihrer Bestimmung offiziell übergeben werden.

3981 - Abwasseranlagen Leimen - Einweihung - 2Am Standort des neuen Abwasser-Hebewerkes stand vorher bereits ein Abwasser-Hebewerk, welches aufgrund seines Alters und angesichts gestiegener Anforderungen nicht mehr gerecht werdenden geringeren Leistungsvermögens ersetzt werden musste.

Eine besondere Herausforderung bestand darin, dass der Abwassertransport der Leimener Abwässer zur Verbands-Kläranlage der „Unteren Hardt“ in St. Ilgen auch während der gesamten Bauzeit jederzeit aufrecht erhalten werden musste, denn die gesamten Abwässer von Leimen-Mitte einschließlich Lingentals sowie ein Teil von St. Ilgen (Fasanerie III) läuft über dieses Hebewerk zur Kläranlage in St. Ilgen. Angesichts des nur geringen möglichen Gefälles der Abwasserkanalisation in der Rheinebene muss dieses Abwasser im Hebewerk über Förderschnecken nach dem jahrtausendealten Prinzip von Archimedes um ca. 3 m gehoben werden, damit es dann wieder im natürlichen Gefälle über die Kanalisation zur Kläranlage gelangt.

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Leimens SPD Fraktion (2009-2014). V.l. Wolfgang Krauth, Jürgen Kohr, Ursula Baumann, Karl-Heinz Wagner, Dietrich Unverfehrt, Christiane Mattheier, Dr. Peter Sandner

Die großen Arbeiten dieser Baumaßnahme wurden europaweit ausgeschrieben. Das größte Gewerk „Erd-, Beton- u. Rohrverlegearbeiten“ wurde von der Fa. Leonhard Weiss aus Satteldorf ausgeführt; die insgesamt 9 Förderschnecken wurden von der Nürnberger Firma Andritz geliefert und montiert. Die Anlage wird mittels modernster Elektrotechnik gesteuert und geregelt, die von der Mannheimer Firma Epros geliefert und installiert wurde, um nur einige beteiligte Firmen zu nennen. Die Ingenieurleistungen wurden vom Ing.-Büro Albrecht aus Heidelberg erbracht.

Da die Anlage auch im Falle eines Stromausfalles jederzeit funktionieren muss, sind zwei leistungsfähige 12-Zylinder-Notstromaggregate vorhanden.

Insbesondere bei heftigen Regengüssen, die in den letzten Jahren erheblich zugenommen haben, sogenannten „Starkregenereignissen“, gelangen die großen Massen an Regenwasser über die Ortskanalisation in die neuen Regenüberlaufbecken. Das überlaufende Regenwasser wird dann zur Entlastung über die „Regenwasserschnecken“ in den Landgraben eingeleitet.

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GALL-Gemeinderäte. V.l.: Maja Leiner, Christa Hassenpflug, Ralf Frühwirt

Wird aufgrund länger anhaltendem Regen die Leistungsfähigkeit der Entlastungsschnecken zum Landgraben überschritten, wird als nächste Stufe das offen angelegte Erdbecken (11.000 cbm Volumen) mit drei großen „Beckenbefüllschnecken“ gefüllt. Nach Abklingen des starken Regens wird dann der Beckeninhalt in den Landgraben abgelassen. Teils im freien Gefälle, teils mittels der Entlastungsschnecken.

Insgesamt handelt es sich nun um eine umfangeiche Großanlage des Abwasserzweckverbandes Untere Hardt und der Stadtwerke Leimen mit Hebewerk, 2 Regenüberlaufbecken und einem Regenrückhaltebecken, die für die nächsten Jahrzehnte die Abwasserentsorgung der Stadt Leimen sicherstellen wird.

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