24 – Stunden Übung 2017 der DLRG – Jugend

(kb – 04.08.2017) Wer in der DLRG-Jugend Leimen im Schwimmen und Rettungsschwimmen voranschreitet, hat die Möglichkeit, die Prüfungen bis hin zum Rettungsschwimmer Gold abzulegen und dadurch seine oder ihre in den Trainings erlangten Fähigkeiten zu zertifizieren. Doch dabei sei zu beachten, dass für einen großen Teil der Jugend beim reinen Schwimmen die Ausbildung nicht aufhört.

Durch die Teilnahme an den u- und ü-14 Abenden und vielen weiteren Veranstaltungen werden auch andere elementare Fertigkeiten des Rettens über die Organisation eines Einsatzes bis hin zum Führen eines Tauchers vermittelt. Für diese Grundlagen, die für die spätere Teilnahme an echten Einsätzen unabdingbar sind, gibt es in der Jugend keine Abzeichen oder offiziellen Prüfungen. Eine Möglichkeit, dass über das ganze Jahr Erlernte anspruchsvoll und realitätsnah anzuwenden gibt es jedoch schon: in Form der 24-Stunden Übung.

Zum dritten Mal traf sich die Jugend der DLRG-Leimen deshalb am Samstag, den 22. Juli, um 8.45 Uhr im RAZ (Rettungs- und Ausbildungszentrum) in Leimen und nach einer Begrüßung und Sicherheitsunterweisungen ging es auch schon los.

Die erste Aufgabe bestand in der Unterstützung des Hauptvereins bei der Absicherung des RömerMan-Triathlons am Neckar in Ladenburg. Hier galt es, im Schwimmteil 1800 Meter den Neckar flussabwärts zu schwimmen. Die Jugend konnte dabei in vielen verschiedenen Bereichen unterstützend tätig werden. In der Vorbereitung galt es Boote für den Einsatz vorzubereiten, den Tauchern bei der Ausrüstung zu helfen und allerlei Material zu transportieren.

Um 14 Uhr ging es dann wirklich los. Zwei erfahrenere Jugendliche halfen bei der Absicherung des Ausstieges. Ein weiterer konnte auf einem Boot eingesetzt werden, während der Großteil der Jugend am Ufer zur Absicherung und gegebenenfalls zur Annahme erschöpfter oder verletzter Schwimmer abgestellt war. Im Endeffekt wurde nur ein Triathlet als vermisst gemeldet, wobei sich glücklicherweise herausstellte, dass dieser nur frühzeitig abgebrochen, sich aber nicht gleich bei den Veranstaltern gemeldet hatte. Im Anschluss an den erfolgreichen Verlauf hatten die Jugendlichen noch die Möglichkeit, auf den DLRG-Booten mitzufahren und einiges Wissenswertes über die Fahrwege und Umgebung zu erfahren.

Erst am späten Nachmittag ging es wieder zum RAZ zurück. Dort wurden zuerst die Fahrzeuge wieder in Einsatzbereitschaft gebracht und die Materialien gereinigt und verstaut. Danach konnte es, schon etwas erschöpft, zum wohlverdienten Abendessen gehen. Bei leckeren Würstchen, Steaks (auch vegetarisch) und frischem Kartoffelsalat wurde schon spekuliert, welchen Aufgaben sich die Jugend noch stellen sollte. Nach dem Essen konnte nämlich der aktivere Teil der Übung beginnen. Im Zuge dessen bekam die Jugend ein Einsatztelefon übergeben. Dort konnten, bis zum Ende der Übung, jederzeit Einsätze eingehen, die der derzeitige Träger des Melders koordinieren und leiten durfte.

Die erste Alarmierung ließ dann auch nicht mehr lange auf sich warten. Bei einem Autounfall musste die Jugend ihre Sanitätskenntnisse auch fernab des Wassers anwenden und konnte trotz widriger und teils neuer Umstände eine umfassende Versorgung gewährleisten.

Damit ging der erste Tag dem Ende zu und die Jugendlichen konnten sich schlafen legen. Lange sollte die Ruhe aber nicht halten. Mitten in der Nacht ging ein neuer Einsatz ein. Es galt zwei vermisste Personen am Rhein nahe Speyer zu suchen. Gerade nachts und an fließendem Gewässer stellt die Personensuche eine besonders anspruchsvolle Aufgabe dar.

Am Einsatzort angekommen, teilte sich die Jugend in zwei Suchtrupps auf. Diese gingen dann in entgegengesetzten Richtungen mit Taschenlampen, Funkgeräten und Sanitätsrucksäcken ausgerüstet an den Uferwegen entlang, um nach den Vermissten zu suchen. Schnell konnte die erste Person, die sich nahe am Ufer im Wasser befand, aufgenommen und behandelt werden. Bald darauf wurde am Rand des Unterholzes auch die zweite Person gefunden. Beide konnten dann zügig an den von einem Jugendleiter dargestellten Rettungsdienst übergeben werden, womit der nächtliche Einsatz erfolgreich abgeschlossen wurde. Wieder im RAZ ging es dann endgültig ins Bett.

Früh am nächsten Morgen wurden die Teilnehmer mit einem Einsatz geweckt, der dann kurz nach Abfahrt wieder zurückgenommen wurde. So ging es mehr oder weniger wach zum Frühstück, um sich für den Tag zu stärken. Bei belegten Brötchen, Saft und Tee wurde viel Spaß gemacht und über den weiteren Verlauf der Übung diskutiert.

Viel Zeit blieb jedoch nicht, denn schon bald ging der Melder erneut mit der Aufgabe, mehrere Personen aus dem Neckar auf der Höhe von Neckarsteinach zu retten. Während zwei Fahrten auf dem Boot hatten die Jugendlichen die Möglichkeit einen Rettungshund im Einsatz zu beobachten, mussten allerdings bei der Aufnahme der Patienten auch selbst anpacken und eine Erstversorgung leisten.

Auch diese Übung verlief reibungslos und so ging es alsbald wieder auf den Rückweg nach Leimen, wo es zum Ende eine große Abschlussbesprechung gab, in der nochmals festgestellt werden konnte, wie gut die Jugend ihr über das Jahr erlernte Wissen in der Praxis angewendet hatte. Aber auch das Feedback der Jugendlichen fand Gehör und die durchweg positiven Kommentare lassen eindeutig werden, dass die Übung für alle Beteiligten eine Herausforderung und auch ein großer Erfolg war und so auch im nächsten Jahr wieder spannende und fordernde Aufgaben auf die Jugend warten werden.

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