8. Mai 1945: Stadt Leimen erinnerte auf dem Bergfriedhof an Kriegsende vor 70 Jahren

(mu 08.05.2015) Mit einer Gedenkstunde auf dem Leimener Bergfriedhof erinnerte die Stadt Leimen am 8. Mai 2015 an das Ende des Zweiten Weltkrieges in Mitteleuropa vor 70 Jahren. Am Ehrenmal legte Oberbürgermeister Wolfgang Ernst zum Gedenken an die Millionen Opfer, die der Krieg gefordert hatte, einen Kranz nieder. Wörtlich sagte er:

2140 - Totengedenken WK2 - 4„Wir sind heute zusammen gekommen, um mit einer Kranzniederlegung an das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren zu erinnern und der vielen Opfer zu gedenken. Eine Schleife dieses Gedenkkranzes stammt vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, die andere von der Stadt Leimen.

Am 8. Mai, heute vor 70 Jahren, trat die Kapitulation der deutschen Wehrmacht in Kraft und in Europa schwiegen nach fast sechs furchtbaren Jahren die Waffen. Im Pazifik wurde noch monatelang weiter gekämpft.

Der 2. Weltkrieg hat unermessliches Leid verursacht und vielen Millionen Menschen den Tod gebracht.

2140 - Totengedenken WK2 - 1Der vor kurzem verstorbene frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker hat den 8. Mai 1985 auch als „Tag der Befreiung“ bezeichnet. Er war zu Recht der Auffassung, dass man den 8. Mai 1945 nicht vom 30. Januar 1933 trennen dürfe. Der Anfang und das Ende der nationalsozialistischen Diktatur sind untrennbar miteinander verbunden, schon durch das unendliche Leid, das sie über die Menschen gebracht hat.

Auch wenn Leimen und seine Stadtteile glücklicherweise nahezu vollständig von direkten Einwirkungen des Krieges verschont geblieben sind: Es waren auch in unserer Stadt viele Tote zu beklagen. Über 400 Menschen aus allen damaligen Gemeinden Leimen, St. Ilgen, Gauangelloch, wurden Opfer dieses schrecklichen Krieges, dieses Leids, das Deutschland durch den von ihm begonnenen Krieg über fast ganz Europa gebracht hat.

Eine schreckliche Zahl an Toten. Alle diese Gemeinden, die später zur Großen Kreisstadt Leimen werden sollten, hatten bei Kriegsbeginn zusammen etwa 6.000 Einwohner und über 400 von ihnen mussten in diesem sinnlosen Morden sterben. 400 Männer, Väter, Söhne, Brüder kamen nicht mehr aus dem Krieg zurück – ihr Tod riss eine unermessliche Lücke in ihre Familien.

2140 - Totengedenken WK2 - 2Es leben heute noch viele Menschen, die sich an den Tod ihrer Angehörigen erinnern und die uns von dem damaligen Leid erzählen können. Ihnen gilt auch heute noch unser Mitgefühl. In diesem Ehrenmal des Leimener Bergfriedhofs ruhen insgesamt 21 meist junge Soldaten, die in den letzten Kriegstagen hier in unserer Umgebung in sinnlosen Kämpfen gefallen sind und bei uns ihre letzte Ruhe gefunden haben.

Wir gedenken vor ihren Gräbern in Trauer stellvertretend aller Toten der Kriege, seien es Soldaten oder Zivilisten, Männer oder Frauen. Wir gedenken der Menschen, die um ihrer religiösen oder politischen Überzeugung willen oft unter grauenvollen Umständen sterben mussten. Ihr Tod soll, nein, muss uns Allen Verpflichtung sein, die Erinnerung wachzuhalten und dafür einzutreten, dass aus der schrecklichen Vergangenheit gelernt wird.“

Er dankte dem Männergesangverein Leimen und seinem Dirigenten Horst Redinger für dessen musikalische Begleitung der Veranstaltung, die gegen 11.30 Uhr ausklang.

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