8. Oktober: Leistungsvergleich der Polizei-Hundestaffeln in Mannheim

799 - PD Hundestaffel 13

Bild: Archiv

Am Mittwoch, 08.10.2014, in der Zeit zwischen 09.00 Uhr und 17.00 Uhr findet in Mannheim, auf dem Gelände des Schutz- und Polizeihundevereins, An der Radrennbahn 4 in 68169 Mannheim ein Leistungsvergleich der Polizeihundestaffeln der verschiedenen Polizeipräsidien Badens statt.

Unter den strengen Augen von drei Polizei-Leistungsrichtern werden die Teams nach Maßgabe der Polizeihunde-Prüfungsordnung ihr Können demonstrieren. In den Disziplinen Fährtenarbeit, Unterordnung (Gehorsam) und Schutzdienst werden die Polizeihundeführer und ihre Begleiter geprüft und bepunktet. Neben dem Erreichen des Tagessiegers steht auch der Erfahrungsaustausch unter den Hundeführern im Vordergrund.

Um sich ein eigenes Bild über die Arbeit und Leistungsfähigkeit der Polizeihundeführer zu machen, sind interessierte Bürger herzlich dazu eingeladen, die Veranstaltung zu besuchen. Für das leibliche Wohl der Besucher wird durch den Schutz- und Polizeihundeverein gesorgt sein.

Zum Hintergrund:

Polizeihunde werden bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts im Polizeidienst verwendet. Sie etablierten sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts und sind seither zu einem unverzichtbaren Bestandteil in der Polizeiarbeit geworden. Beim Polizeipräsidium Mannheim wurden Diensthundeführer seit dem 2. Weltkrieg bei einzelnen Dienststellen eingesetzt, seit 1977 sind sie bei einer zentralen Dienststelle, der Polizeihundeführerstaffel, zusammengefasst. Seit Anfang 2014, mit Umsetzung der Polizeistrukturreform, wurden die Hundestaffeln des ehemaligen Polizeipräsidiums Mannheim und der Polizeidirektion Heidelberg in einer gemeinsamen Hundestaffel mit zwei Standorten in Walldorf und Mannheim-Straßenheim integriert. Leiter der beiden Staffeln ist seit Jahresanfang 2014 Kriminalhauptkommissar Harald Hohmann.

Als Polizeidiensthunde werden sogenannte Gebrauchshunderassen verwendet. Dies sind vornehmlich Deutsche und Belgische Schäferhunde. Die eingesetzten Tiere zeichnen sich durch hohe Arbeitsbereitschaft, Intelligenz und breit angelegte, für die Ausbildung nutzbare, Triebanlagen aus. Die Polizeihundeführer bilden ihre Tiere fachmännisch und professionell aus, indem sie ihre Hunde durch positive Verstärkung gewollten Handelns dazu bringen, gewünschte Verhaltensweisen zu erlernen. Jeder Polizeihund wird zu einem sogenannten Schutzhund ausgebildet, der in der Lage ist, Fährten und Spuren zu verfolgen, in jeder Situation gegenüber seinem Hundeführer gehorsam zu sein, sich aber auch kontrolliert aggressiv gegen das polizeiliche Gegenüber zu verhalten. Darüber hinaus werden die Diensthunde für die Rauschgift-, Sprengstoff- und Leichensuche ausgebildet. Eine Besonderheit bei der Polizeihundeführerstaffel Mannheim ist „Harry“, ein sogenannter Mantrailer-Hund. Dieser Bayrische Gebirgsschweisshund ist in der Lage, den Geruch eines Menschen über viele Kilometer hinweg, durch städtisches Gebiet aber auch im freien Gelände, zu verfolgen. Er ist einzigartig in Baden-Württemberg und wird entsprechend oft zur Vermissten- und Tätersuche angefordert!

Bei der Polizeihundeführerstaffel Mannheim sind derzeit 42 Beamte und Beamtinnen tätig. Die Dienststelle ist rund um die Uhr besetzt und gewährleistet so die ununterbrochene Unterstützung anderer Polizeieinheiten. Die Hunde sind ihrem jeweiligen Hundeführer fest zugeteilt und gehen mit diesen in der dienstfreien Zeit nach Hause. Wenn die Hunde zu alt für den anstrengenden Dienst sind, werden auch sie pensioniert und verbleiben als „Ruheständler“ bei ihrem „Herrchen“ oder „Frauchen“ in ihrer gewohnten Umgebung.

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