„Frohe Ostern!“ – Ein Fest der Hoffnung für alle

(fwu – 20.4.25) Wenn sich die Luft mit dem ersten Grün mischt und das Licht sanfter wird, kündigt sich Ostern an. In der christlichen Überlieferung markiert dieses Fest das große Wunder – die Auferstehung Jesu, den Übergang vom Tod ins Leben, das Überwinden aller Hoffnungslosigkeit. Doch selbst für Menschen, die sich keiner Religion zugehörig fühlen, bleibt Ostern weit mehr als nur ein zusätzlicher freier Montag und ein Korb voller Schokolade.

Es steht – still, fast beiläufig – für einen Neubeginn.

Ein Hase im Frühlingslicht – Symbol für Leben, Aufbruch und das leise Versprechen eines Neuanfangs.

In einer Welt, die zunehmend von Unruhe durchzogen ist, von Ungewissheit geprägt, wird diese Botschaft beinahe dringlich. Die täglichen Nachrichten zeigen uns eine Welt, in der vieles aus den Fugen geraten scheint: Kriege in Europa, politische Spannungen auf allen Kontinenten, Klimawandel, soziale Spannungen.

Manchmal scheint es, als würde das Morgen auf wackeligem Grund stehen. Und doch gibt es inmitten all dessen einen leisen Gedanken, der nicht verschwinden will:

Es könnte besser werden. Nicht sofort, nicht mühelos – aber möglich.

Diese Hoffnung ist nicht laut. Sie schreit nicht und sie drängt sich nicht auf. Aber sie bleibt. Und genau das ist vielleicht die tieferliegende Botschaft des Osterfestes, wie Pfarrer Arul Lourdu es auch in seiner Osteransprache betont: dass nach der Nacht ein neuer Morgen folgen kann.

Nicht weil wir es uns einreden, sondern weil wir es erfahren – im Kleinen, im Persönlichen, im Alltäglichen. Wer einmal aus einer schwierigen Lebensphase hervorgegangen ist, kennt dieses Gefühl: Die Welt ist dieselbe – und doch ist etwas anders geworden.

Etwas in einem selbst.

Ostern erzählt davon, dass Wandlung möglich ist. Dass auch dort, wo alles verloren scheint, ein Keim des Neuanfangs schlummert. Die Geschichte vom leeren Grab, vom Stein, der weggerollt ist, mag für viele nur ein Gleichnis sein – doch was für ein starkes. Denn es geht nicht um den Beweis des Glaubens, sondern um die Kraft der Veränderung. Und um die Entscheidung, dieser Kraft zu trauen, selbst wenn noch nichts darauf hinweist, dass sie wirken wird.

Selbst die vermeintlich kindlichen Rituale – das Bemalen von Eiern, das Suchen im Garten, das Entzünden einer Kerze – tragen diesen Gedanken weiter. Sie knüpfen an alte Bilder an: Das Ei als Symbol des Lebens, des Verschlossenen, das sich öffnet. Das Licht als Zeichen für das, was überdauert. Das Teilen als Geste der Verbundenheit. Wer das tut, stellt sich – vielleicht ohne es zu wissen – auf die Seite der Hoffnung.

Gerade junge Menschen spüren heute das Gewicht der Welt oft sehr früh. Die Fragen, die man sich stellt, sind groß: Was soll ich mit meinem Leben anfangen? Wird es überhaupt eine Zukunft geben, in der sich Träume verwirklichen lassen? Ist es naiv, noch an das Gute zu glauben?

Ostern antwortet nicht mit einfachen Parolen, sondern mit einem Bild: Mitten im Dunkel steht die Möglichkeit eines neuen Anfangs. Ein „Trotzdem“ gegen die Zumutungen der Zeit.

Vielleicht ist das der Grund, warum Ostern Jahr für Jahr weiterlebt, obwohl viele den religiösen Zugang längst verloren haben.

Es sagt:

Du musst nicht alles verstehen. Aber du darfst hoffen.

Und du darfst handeln – auch ohne Garantie auf Erfolg.

Das Leben, das sich im Frühling Bahn bricht, macht es vor:

Es fragt nicht nach Sicherheit.

Es wächst einfach.

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