Engagement statt Budenzauber – Diljemer Weihnachtsdorf trotzt dem Wetter

(fwu – 9.12.25) Der zweite Advent war nass, kalt und windig. Und trotzdem war auf dem Rathausplatz in St. Ilgen einiges los. Das Diljemer Weihnachtsdorf hatte seine Tore geöffnet – zum 17. Mal, organisiert vom Stadtteilverein St. Ilgen gemeinsam mit der Stadt Leimen. Zwei Tage lang wurde gesungen, gebastelt, gebraten und gespendet. Wer kam, kam nicht wegen blinkender Effekte oder Sensationen. Sondern wegen Gemeinschaft, Verlässlichkeit – und Leuten, die anpacken.

Ehrenamt als Fundament

Man kann es nicht oft genug sagen: Ohne ehrenamtliches Engagement wäre so eine Veranstaltung nicht möglich. Und zwar nicht nur am Wochenende selbst, sondern auch in der langen Vorbereitung davor. Hütten organisieren, Schichten planen, Programm abstimmen, Technik aufbauen, einkaufen, aufräumen – das alles geschieht nebenbei, nach Feierabend oder am Wochenende.

Dass sich Jahr für Jahr genug Freiwillige finden, ist keine Selbstverständlichkeit. Umso besser, dass das bei den Eröffnungsreden auch klar zur Sprache kam. Oberbürgermeister John Ehret dankte dem Stadtteilverein und den vielen Ehrenamtlichen ausdrücklich – und auch viele Mitglieder des Gemeinderats waren persönlich vor Ort. Auch sie engagieren sich ehrenamtlich, nicht nur in Sitzungen, sondern oft auch praktisch. Das kam an.

Regen? Dann eben mit Dach

Das Wetter war – gelinde gesagt – ungemütlich. Schon das Wochenende zuvor hatte der Leimener Weihnachtsmarkt unter Wind und Dauerregen gelitten. In St. Ilgen war es ähnlich. Aber: Man hatte vorgesorgt. Erstmals wurde der zentrale Bereich überdacht. Mehrere Hütten boten nicht nur Schutz, sondern auch Sitzgelegenheiten. Eine einfache, aber wirksame Idee. Wer im Trockenen stehen oder sitzen kann, bleibt eben länger. Auch das gastronomische Angebot war gut verteilt – von Crêpes und Waffeln über Bratwürste und Currywurst bis hin zu Glühwein, Punsch und heißer Schokolade. Und das alles zu Preisen, die fair blieben.

Auch in der Alten Fabrik gab es begleitendes Programm. Im Erdgeschoss hatte der Eine-Welt-Laden geöffnet, der Kunstverein bot an beiden Tagen ein Mitmachprogramm an und im 1. OG gab es beim Tischtennisverein leckere Kuchen und auch einen Kombi-Verkaufsstand für handgemachte Hausschuhe / Pantoffel / Puschen und Konfitüren.

Buntes Programm – zum Zuhören und Mitmachen

Musikalisch wurde das Weihnachtsdorf durch die „Young Band“ der Stadt- und Feuerwehrkapelle eröffnet. Es folgten Auftritte vom TV Germania, dem Chor der Geschwister-Scholl-Schule, dem Posaunenchor und der Garde des KC Frösche. Dazwischen las man Weihnachtsgeschichten für Kinder vor, bastelte mit dem Kunstverein oder lauschte den Vereinen, die sich auf der Bühne kurz vorstellten.

Der Nikolaus (Gemeinderat Alexander Hahn) – mit stilechtem Bischofsgewand und Engelsbegleitung – kam gleich an beiden Tagen vorbei. Die Kinder mussten dieses Jahr  auf ein Karussell verzichten, aber der „Beach Kidz“-Stand ließ auch ohne Fahrgeschäft Kinderaugen strahlen – mit Spielen, Geschichten und kleinen Überraschungen.

Klein, aber mit Charakter

Das Diljemer Weihnachtsdorf ist kein Rummel. Und das ist gut so. Es ist eine Veranstaltung, bei der Nachbarn ins Gespräch kommen, Vereine sichtbar werden und der Stadtteil sich zeigt, wie er wirklich ist: engagiert, bodenständig und miteinander verbunden.

Dass der Platz überdacht war, war mehr als ein Wetterschutz – es war ein Zeichen, dass man mitdenkt und dazulernt. Vielleicht ist nächstes Jahr ja auch mal wieder die Sonne dabei. Aber wenn nicht – auch kein Beinbruch. Die Diljemer kriegen das hin. So oder so.

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