Sanhäuser Friedrich‑Ebert‑Werkrealschule erhält rund 580 000 € Fördermittel
(ako – 30.1.26) „2,6 Milliarden Euro in zehn Jahren – und zwar dorthin, wo sie am meisten benötigt werden“ heißt es vom Baden-Württembergischen Ministerium für Kultus, Jugend und Sport. Gemeint ist damit das vom Ministerium bereits 2024 initiierte Programm ‚Startchancen BW‘, das die Chancengerechtigkeit an Schulen verbessern soll. Nun ist auch die Friedrich‑Ebert‑Werkrealschule (FEWRS) offiziell eine der mittlerweile 540 Startchancen‑Schulen in Baden‑Württemberg. In diesem Projektrahmen erhält die Schule insgesamt rund 580 000 Euro an Fördermitteln. Im ersten Förderabschnitt werden ca. 500 000 Euro bereitgestellt, um sofortige Maßnahmen in Infrastruktur, Unterrichtsentwicklung und personeller Unterstützung zu realisieren.
‚Startchancen BW‘ wurde ins Leben gerufen, um Bildung gerechter zu machen und Schülerinnen und Schüler unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem bisherigen Bildungserfolg gezielt zu fördern. Das Programm stellt ausgewählten Schulen zusätzliche finanzielle Mittel und Gestaltungsspielräume zur Verfügung, um passgenaue Investitionen in die Lernumgebung und die gesamte Schulgemeinschaft zu tätigen. Im Fokus steht neben der gezielten Förderung von Lernenden aber ebenso die Stärkung der gesamten Schulgemeinschaft und schließt gleichermaßen Lernende, Lehrkräfte, Eltern und Schulträger ein, die gemeinsam von den neu geschaffenen Möglichkeiten profitieren.
Die Umsetzung des Programms erfolgt über drei Förderbereiche:
- § Verbesserung der Infrastruktur: Modernisierung der Lernumgebung, inklusive digitaler Angebote
- § Schul- und Unterrichtsentwicklung: Passgenaue Fördermaßnahmen zur Stärkung der Basiskompetenzen in Deutsch und Mathematik
- § Personelle Unterstützung: Ergänzende Fachkräfte, die die langfristige pädagogische, räumliche und organisatorische Lernumgebung sichern
Heiko Mail, zuständiger Schulrat des Staatlichen Schulamts Mannheim, das zuständig ist für die Grund-, Werkreal- und Realschulen, die Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) und die Gemeinschaftsschulen in Heidelberg und Mannheim, dem Neckar-Odenwald-Kreis und dem Rhein-Neckar-Kreis, betonte die Besonderheit des Programms, das in diesem Umfang, in einem Zeitraum von zehn Jahren, erstmalig existiere. Er freue sich außerordentlich, dass die Friedrich‑Ebert‑Werkrealschule nun Teil dieses zukunftsweisenden Projekts des Ministeriums sei und damit den Schülerinnen und Schülern neue, echte Perspektiven eröffnen werde.
Ebenso begeistert von diesen neuen Chancen zeigten sich Stephanie Reineck, Rektorin der FEWRS, und ihre stellvertretende Kollegin Meike Heins. Die Möglichkeiten, die sich durch ‚Startchancen BW‘ für die gesamte Schulgemeinschaft ergeben, begeistere beide völlig. Besonders die Sicherung und Aufwertung des Schulstandortes sei ein bedeutender Schritt für die Zukunft der Lernenden an der Werkrealschule. Die bereits angestoßene Schulentwicklung erhalte damit einen ordentlichen Schub.
Mit den ersten Fördermitteln von rund 500.000 Euro starteten bereits die 18 Lehrkräfte der FEWRS und die Steuergruppe der Startchancen-Schule. Die Schülerinnen und Schüler werden von Beginn an aktiv mit einbezogen, um ihre Schule mitzugestalten, z.B. in Form von Umfragen zur Zufriedenheit. Die sechsten Klassen sind derweil damit beschäftigt das Projekt „Schulgarten“ zu entwickeln und umzusetzen. Dem Thema Chancengleichheit soll im kommenden Schuljahr mit einer gemeinsamen Ankommenszeit und einem gemeinsamen Frühstück Rechnung getragen werden. Um das vorgegebene Ziel der Stärkung der Basiskompetenzen zu erreichen, wurden bereits drei zusätzliche Kräfte eingestellt, die die Kinder individuell bei der Erreichung der Basiskompetenzen in Deutsch und Mathe unterstützen. Investitionen wurden ebenfalls in digitale Diagnose- und Fördertools getätigt, die einen wertvollen Beitrag zu gezielter Diagnose und passgenauer Förderung bieten. Mit der geplanten Ausstattung zweier Pilotklassen mit individuellen Arbeitsplätzen sowie der Erarbeitung eines Konzepts zum selbstorganisierten Lernen, will die Schule ihre Schülerinnen und Schüler fit fürs Leben machen.
Bürgermeister Hakan Günes erfreuten diese guten Nachrichten nicht weniger: „Für unsere Hopfengemeinde ist die Teilnahme an diesem Förderprogramm ein enormer Gewinn. Wir sehen darin nicht nur eine Chance für die Schülerinnen und Schüler, sondern für alle Beteiligten. Das langfristige Engagement stärkt unsere Bildungslandschaft und fördert das soziale Miteinander in unserer Gemeinde. Ich freue mich einfach über diese tollen Nachrichten für die Werkrealschule, für Sandhausen, und bedanke mich beim gesamten Team rund um Frau Reineck und bei Herrn Mail für diesen außerordentlichen Einsatz für unsere Gemeinde.“
Kurz-URL: https://leimenblog.de/?p=199277















































