Cannabis sativa als Faserpflanze

(fu – 18.2.26) Nutzhanf begleitet die Menschheit seit mehr als achttausend Jahren. Jahrtausendelang diente er als Quelle für Fasern, Nahrung, Öl und Heilmittel – er war eine der wichtigsten Kulturpflanzen der Welt. Dann verschwand er innerhalb weniger Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts nahezu vollständig von den europäischen Feldern. Heute kehrt er zurück – und zwar mit Nachdruck. Allein in Deutschland stieg die Anbaufläche für Industriehanf innerhalb eines Jahrzehnts auf das Zehnfache und erreichte 2024 mit 7.116 Hektar einen Rekordwert. Die Europäische Union behandelt Hanf als vollwertige Kulturpflanze im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik. Dieser Artikel ist ein umfassender Leitfaden zu Cannabis sativa L. als Faser- und Industriepflanze. Ohne Mythen, ohne Freizeitkontext – dafür mit harten Daten, einer Geschichte, die bis ins Neolithikum reicht, und praktischem Wissen für jeden, der sich für die Zukunft der Landwirtschaft, Ökologie interessiert oder einfach verstehen möchte, was Hanf wirklich ist.

Geschichte, Anwendungen und die Renaissance des Hanfanbaus in Europa

Nutzhanf begleitet die Menschheit seit mehr als achttausend Jahren. Jahrtausendelang diente er als Quelle für Fasern, Nahrung, Öl und Heilmittel – er war eine der wichtigsten Kulturpflanzen der Welt. Dann verschwand er innerhalb weniger Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts nahezu vollständig von den europäischen Feldern. Heute kehrt er zurück – und zwar mit Nachdruck. Allein in Deutschland stieg die Anbaufläche für Industriehanf innerhalb eines Jahrzehnts auf das Zehnfache und erreichte 2024 mit 7.116 Hektar einen Rekordwert. Die Europäische Union behandelt Hanf als vollwertige Kulturpflanze im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik.

Dieser Artikel ist ein umfassender Leitfaden zu Cannabis sativa L. als Faser- und Industriepflanze. Ohne Mythen, ohne Freizeitkontext – dafür mit harten Daten, einer Geschichte, die bis ins Neolithikum reicht, und praktischem Wissen für jeden, der sich für die Zukunft der Landwirtschaft, Ökologie interessiert oder einfach verstehen möchte, was Hanf wirklich ist.

Botanik von Cannabis sativa – Was ist das für eine Pflanze?

Klassifikation und Taxonomie

Cannabis sativa L. ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae), die 1753 erstmals vom schwedischen Naturforscher Carl von Linné klassifiziert wurde. Der lateinische Name spricht für sich: Cannabis bedeutet „rohrartig“ und sativa – „angebaut, gesät“. Die Schwesterngattung des Hanfs ist der Hopfen (Humulus) – eine Pflanze, die zur Bierherstellung verwendet wird, was im Kontext der deutschen Brautradition eine besonders interessante Tatsache darstellt.

Jahrhundertelang stritten Botaniker über die interne Klassifikation des Hanfs. 1783 beschrieb Jean-Baptiste de Lamarck eine eigene Art – Cannabis indica – anhand von Exemplaren aus Indien, die sich durch ein stärkeres psychoaktives Profil und eine geringere Faserqualität auszeichneten. In den 1970er Jahren unterschieden die Professoren William Emboden, Loran Anderson und der Harvard-Botaniker Richard E. Schultes drei Unterarten: sativa, indica und ruderalis. Moderne genetische Untersuchungen bestätigen, dass die in Europa und Zentralasien für Samen und Fasern angebauten Pflanzen zum Genpool von C. sativa gehören, während die in Südasien und Afrika für Rauschmittel angebauten Formen C. indica entsprechen.

Das wahrscheinliche Ursprungszentrum des Hanfs liegt in der Nähe des Qinghai-Sees auf dem Tibetischen Hochplateau, von wo aus sich die Gattung vor Millionen von Jahren nach Europa ausbreitete – obwohl sie vom Menschen erst seit deutlich kürzerer Zeit, geschätzt auf ca. 10.000–6.500 v. Chr., kultiviert wird.

Aufbau der Pflanze

Nutzhanf ist eine beeindruckend schnell wachsende Pflanze – innerhalb einer Vegetationsperiode erreicht sie eine Höhe von 1 bis 4 Metern. Ihr Pfahlwurzelsystem mit gut entwickelten Seitenwurzeln ermöglicht eine effektive Durchdringung tieferer Bodenschichten. Die Stängel sind innen hohl und verholzen mit zunehmendem Alter, und die Blätter haben eine charakteristische handförmige Form mit lanzettlichen Blättchen.

Hanf ist eine zweiäusige Pflanze (obwohl moderne Industriesorten oft einäusig sind): Männliche Pflanzen haben rundliche Staubbeutenblüten, während weibliche Büschel kleiner Blüten mit weißen, haarartigen Narben bilden. Aus Sicht des Produzenten sind drei grundlegende „Produkte“ der Pflanze wichtig: Fasern (aus dem Stängel), Schäben (Nebenprodukt der Faserverarbeitung – der holzige Teil des Stängels) sowie Cannabissamen.

Nutzhanf vs. Indischer Hanf – der entscheidende Unterschied

Dies ist die wichtigste Unterscheidung, die man verstehen muss, um das Stereotyp „Hanf = Droge“ zu widerlegen. Nutzhanf (Industriehanf, Saathanf) umfasst Sorten von Cannabis sativa L., bei denen der Gehalt an Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) in den Blüten- oder Fruchtspitzen der Pflanzen 0,3 % bezogen auf die Trockenmasse nicht überschreitet. Ein solcher THC-Gehalt verursacht keinerlei psychoaktive Wirkung.

Zum Vergleich: Indischer Hanf (Cannabis indica), aus dem Marihuana gewonnen wird, enthält von einigen bis über 20 % THC. Das ist eine völlig andere Pflanzenkategorie – so wie sich ein Zierapfelbaum von einem Obstapfelbaum unterscheidet, obwohl beide zur selben Gattung gehören.

Im Gemeinsamen Sortenkatalog für landwirtschaftliche Pflanzenarten der EU sind 116 Hanfsorten registriert (Stand 2024), aus denen landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland wählen können. Zu den beliebtesten in Deutschland angebauten Sorten gehören u.a. Fedora 17, Futura 75, Felina 32 (französische Sorten), Finola (finnisch, geschätzt für hohe Samenerträge), Santhica 27 (hoher CBN-Gehalt) oder USO 31 (ungarisch, einäusig-mütterlich). Der vollständige Sortenkatalog für Saathanf ermöglicht die Auswahl der passenden Sorte für den geplanten Anbauzweck.

Geschichte des Hanfs – vom Neolithikum bis zum 20. Jahrhundert

Antike: Wiege in Asien

Die ältesten archäologischen Funde, die auf Hanfanbau hinweisen, stammen aus Taiwan und werden auf ca. 10.000–6.500 v. Chr. datiert – sie wurden zur Faserherstellung verwendet. Um 5.000 v. Chr. galt Hanf im alten China als eine der fünf wichtigsten Kulturpflanzen. Er diente zur Herstellung von Kleidung, Papier, Öl und als Nahrungsmittel.

Die ältesten Aufzeichnungen über die medizinische Verwendung von Hanf werden dem chinesischen Kaiser Shen Nung (ca. 2737 v. Chr.) zugeschrieben, der diese Pflanze als Heilmittel gegen etwa hundert Beschwerden beschrieb, darunter Malaria, Rheuma und Gicht. Von China gelangte Hanf nach Korea (ca. 2000 v. Chr.) und verbreitete sich anschließend auf dem indischen Subkontinent, wo er einen wichtigen Platz in der Atharvaveda einnahm – einer der vier Hymnensammlungen des Hinduismus. Dieser Text, datiert auf ca. 800 v. Chr., zählt Hanf zu den fünf heiligen Pflanzen.

In Ägypten hebt eine medizinische Dokumentation auf Papyrus aus ca. 1550 v. Chr. (Papyrus Ebers) die entzündungshemmenden Eigenschaften der Pflanze hervor. Vom Nahen Osten und den Küsten Ostafrikas gelangte Hanf nach Südostasien und anschließend nach Europa.

Hanf in Europa – Skythen, Seefahrer, Drucker

Untersuchungen zeigen, dass Hanf um 1400 v. Chr. mit skythischen indoeuropäischen Stämmen nach Europa gelangte. Die alten Griechen lernten diese Pflanze wahrscheinlich durch die Skythen kennen, die ihre Handelspartner waren. In der griechischen Medizin wurde Hanf zur Behandlung von Entzündungen, Schwellungen und Ohrenschmerzen verwendet.

Im mittelalterlichen Europa spielte Hanf eine grundlegende Rolle in der Wirtschaft. Er wurde massenhaft in Klöstern angebaut – zu Stoffen, Seilen verarbeitet und in der Volksmedizin verwendet. Besondere Bedeutung hatte er in der Seefahrt: Taue und Segel wurden aus Hanffasern hergestellt, was Hanf zu einem strategischen Rohstoff für die Seemacht machte. Historiker schätzen, dass ein einzelnes Segelschiff mehrere Dutzend Tonnen Hanfseile und -stoffe benötigte.

Zwei Tatsachen veranschaulichen besonders gut die Vielseitigkeit des Hanfs in jener Zeit: Sowohl die Gutenberg-Bibel als auch die King-James-Bibel wurden erstmals auf Hanfpapier gedruckt. Auch die amerikanische Unabhängigkeitserklärung wurde auf Hanfpapier verfasst.

Im 16. Jahrhundert, in der Ära der italienischen Renaissance, diente Hanf im industriellen Maßstab zur Herstellung von Seilen, Segeln, Papier und Leinwand. Gleichzeitig begannen europäische Ärzte, seine Heileigenschaften systematisch zu beschreiben – Erwähnungen der medizinischen Nutzung von Hanf finden sich in englischen medizinischen Texten aus der Tudor-Zeit.

Hanf in Deutschland – eine jahrhundertelange Tradition

Die Geschichte des Hanfs auf deutschem Boden ist außergewöhnlich reich. Im 17. Jahrhundert war Cannabis sativa eine der am intensivsten angebauten Pflanzen in deutschen Agrarregionen. Hanffasern dienten zur Herstellung widerstandsfähiger Stoffe, Schiffstaue und Papier – auf Hanfpapier wurde 1455 in Mainz die Gutenberg-Bibel gedruckt, eines der bedeutendsten Kulturdenkäler Europas.

Hanf war tief in der deutschen ländlichen Kultur verwurzelt. Die Namen vieler Ortschaften in Deutschland tragen bis heute Spuren des Hanfanbaus – in der Toponymie finden sich Elemente wie „Hanf-“ oder „Hänf-“, die von der zentralen Rolle dieser Pflanze in der früheren Wirtschaft zeugen. Hanffasern wurden zur Herstellung von Säcken, Leinwand, Schnüren und Matten verwendet – und Samenöl diente sowohl zu Speise- als auch zu Beleuchtungszwecken.

Eine besondere Episode in der Geschichte des Hanfs in Deutschland hängt mit dem Zweiten Weltkrieg zusammen. 1942 wurde im Dritten Reich „Die lustige Hanffibel“ veröffentlicht – eine Propagandabroschüre, die Landwirte zum Hanfanbau als Kriegsrohstoff ermutigte. Soldaten brauchten widerstandsfähige Uniformen und Seile, und Hanf war der schnellste Weg zu deren Herstellung. Nach Kriegsende ließ das Interesse schnell nach.

Vom Höhepunkt zum Niedergang

Das Schicksal des Hanfs in Deutschland im 20. Jahrhundert ist eine Geschichte der schrittweisen Verdrängung durch moderne synthetische Materialien – Nylon, Polyester, Polypropylen – die billigere Alternativen zu Naturfasern boten. Gleichzeitig verschärfte sich das Prohibitionsklima.

Ein Schlüsselmoment war die Genfer Opiumkonferenz von 1925, auf der – auf Antrag der ägyptischen Delegation – Cannabis den internationalen Regulierungen für Betäubungsmittel unterstellt wurde. Paradoxerweise widersetzte sich die deutsche Delegation zunächst der Aufnahme von Hanf in die Liste und argumentierte mit dem Fehlen eines „technischen und wirtschaftlichen Interesses“ an einem solchen Verbot. Dennoch wurde das Verbot verabschiedet.

1971 verabschiedete der Bundestag das neue Betäubungsmittelgesetz (BtMG), das Cannabis einem vollständigen Verbot unterwarf. 1982 erfasste eine Verschärfung der Vorschriften auch den Anbau von Industriehanf – selbst jener Sorten, die praktisch kein THC enthielten und in den 1950er und 1960er Jahren speziell für Textilfaserzwecke gezüchtet worden waren.

14 Jahre lang (1982–1996) war der Anbau jeglichen Hanfs in Deutschland vollständig verboten. Erst 1989 ordnete die Europäische Kommission mit Verordnung Nr. 1164/89 den Mitgliedstaaten die Legalisierung des Anbaus von Hanfsorten mit einem THC-Gehalt unter 0,3 % an. Deutschland setzte diese Vorschriften am 16. April 1996 um und ließ den Anbau von Nutzhanf wieder zu – ausschließlich für registrierte landwirtschaftliche Betriebe und unter strenger Kontrolle.

Anwendungen von Nutzhanf – 25.000 Produkte aus einer Pflanze

Aus einer einzigen Industriehanfpflanze können Tausende verschiedener Produkte hergestellt werden. Experten schätzen, dass ihre Zahl bis zu 25.000 beträgt. Hier sind die wichtigsten Branchen, in denen Nutzhanf Anwendung findet.

Textilindustrie

Dies ist die historisch älteste Anwendung von Hanf. Hanffasern sind außergewöhnlich widerstandsfähig, beständig gegen Schimmel, UV-Strahlung und wiederholtes Waschen. Aus Hanf werden hochwertige Bekleidung, technische Textilien, Schiffstaue, Desinfektionsmatten und Schnüre hergestellt. Die moderne Textilindustrie greift zunehmend auf Naturfasern zurück – Hanf fügt sich hervorragend in diesen Trend ein und bietet ein Material, das haltbarer als Baumwolle ist und deutlich weniger Wasser für den Anbau benötigt.

Bauwesen

Eine der vielversprechendsten Anwendungen von Hanf ist der Hanfkalk-Verbundstoff (Hempcrete). Dies ist eine Mischung aus Hanfschäben und Kalk, die zum Füllen von Fachwerkkonstruktionen dient. Hempcrete hat hervorragende Dämmeigenschaften, ist dampfdurchlässig, reguliert die Raumluftfeuchtigkeit und – was besonders wichtig ist – bindet Kohlendioxid aus der Atmosphäre.

Der Hanfverbundstoff kann von Hand aufgetragen oder mit einem Aggregat aufgesprüht werden. Daraus werden Wandblöcke, vorgefertigte Wandpaneele sowie Dach- und Bodendämmungen geformt. Er eliminiert Wärmebrücken und gewährleistet die Kontinuität der Gebäudehülle. In Zeiten steigender Energieanforderungen und Standards für Passivhäuser wird Hanf zum Baustoff der Zukunft. In Deutschland fördert die Organisation Nutzhanf-Netzwerk e.V. aktiv die Verwendung von Hanfbaustoffen im Bausektor, und die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen forscht über das Potenzial von Hanfbaustoffen.

Lebensmittelindustrie

Hanfsamen sind ein wahres Superfood. Sie enthalten vollwertiges pflanzliches Protein mit allen essenziellen Aminosäuren, Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren in optimalen Verhältnissen, B-Vitamine, Vitamin E sowie Mineralstoffe (Magnesium, Eisen, Zink, Phosphor).

Aus Hanfsamen werden Speiseöl (kaltgepresst, mit nussigem Geschmack), Hanfmehl (glutenfrei, proteinreich), Hanfmilch (Alternative zu Soja- und Reismilch) sowie Hanfprotein (geschätzt in der Sporternährung) hergestellt. Samenschalen werden als Kräutertees verwendet.

Kosmetik und Pharmazie

Hanföl ist reich an Fettsäuren, die Entzündungen regulieren, die Schutzbarriere der Haut verbessern und die Ceramidproduktion unterstützen. In der Kosmetikindustrie wird es in Cremes, Gesichtsseren und Balsamen eingesetzt. Darüber hinaus wird aus Nutzhanf CBD-Öl (Cannabidiol) gewonnen – ein Wirkstoff mit dokumentierter beruhigender, entzündungshemmender, schlafunterstützender und schmerzlindernder Wirkung. CBD ist keine psychoaktive Substanz und ist auf dem deutschen und europäischen Markt legal erhältlich.

Papier, Biokunststoffe, Automobilindustrie

Hanfstroh enthält ca. 30 % Fasern, die bis zu 80 % Zellulose enthalten können – ein hervorragender Rohstoff für die Herstellung von langfaserigem Papier, das haltbarer ist als sein Pendant aus Holz. Aus Hanf werden auch Biokunststoffe und Bioverbundstoffe hergestellt, die in der Automobilindustrie als Laminate für die Fertigung leichter und gleichzeitig widerstandsfähiger Karosserieteile verwendet werden. Bereits 1941 präsentierte Henry Ford einen Prototyp eines Autos, dessen Karosserie aus mit Harz verstärkten Hanffasern bestehen sollte – Tests zeigten, dass ein solches Material bis zu zehnmal haltbarer als Stahl sein kann.

Energiewirtschaft und Bodensanierung

Hanfbiomasse eignet sich zur Herstellung von Biokraftstoffen (Bioethanol, Biodiesel). Die Fähigkeit von Hanf, Schwermetalle aus dem Boden zu absorbieren (Phytoremediation), macht ihn zu einem wertvollen Instrument bei der Sanierung von Industriebrachen. Hanf verbessert die Bodenstruktur, begrenzt Erosion und bindet aktiv Kohlendioxid – ein Hektar Hanf absorbiert mehr CO₂ als ein Hektar Wald.

Die Renaissance des Hanfanbaus in Europa und Deutschland

Der Boom in Zahlen

Nach Jahren der Ungnade kehrt Nutzhanf auf die deutschen Felder zurück – und zwar in einem Tempo, das noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wäre. Laut Daten der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) stieg die Anbaufläche für Industriehanf in Deutschland von lediglich 424 Hektar im Jahr 2012 (historisches Minimum nach dem Wegfall der EU-Verarbeitungsbeihilfe) auf rekordmäßige 7.116 Hektar im Jahr 2024 – eine Versiebzehnfachung innerhalb von zwölf Jahren.

Im Jahr 2025 wurde eine Korrektur verzeichnet – 496 Betriebe bauten Hanf auf 5.274 Hektar an, was einem Rückgang von 26 % gegenüber dem Rekordjahr 2024 entspricht. Die Zahl der Betriebe sank auf 496 (von 623 im Jahr 2024). Die größten Flächen entfallen auf Niedersachsen (1.478 ha), Brandenburg und Sachsen-Anhalt – diese drei Bundesländer sind für 60 % der deutschen Hanfproduktion verantwortlich. Der durchschnittliche Hanfbetrieb bewirtschaftet ca. 11 Hektar, wobei die Spitzenreiter – in Sachsen-Anhalt (37 ha) und Brandenburg (28 ha) – in deutlich größerem Maßstab arbeiten.

Auf europäischer Ebene ist der Trend ebenso deutlich: Die Hanfanbaufläche in der Europäischen Union hat sich zwischen 1993 und 2016 vervierfacht. Frankreich ist für mehr als die Hälfte der europäischen Hanfflächen verantwortlich und unangefochtener Marktführer. Der Weltmarkt für Industriehanf wächst mit einer Rate von ca. 20 % pro Jahr, und die Nachfrage nach Hanfrohstoffen – von Fasern über Proteine bis hin zu Baustoffen – übersteigt das Angebot deutlich.

Warum kehrt Hanf zurück?

Hinter der Renaissance des Hanfanbaus stehen drei wesentliche Triebkräfte.

Erstens: Ökologie und Green Deal. Hanf fügt sich hervorragend in die EU-Politik des „Green Deal“ und die Nachhaltigkeitsstrategie ein. Der Hanfanbau ist von Natur aus ökologisch – die Pflanzen benötigen keine Pflanzenschutzmittel (sie sind konkurrenzfähig gegenüber Unkräutern, und die enthaltenen ätherischen Öle halten Schädlinge fern), absorbieren CO₂, verbessern die Bodenstruktur und erfordern keine intensive Düngung. Die Bundesregierung hat offiziell das Potenzial von Hanf als Pflanze bestätigt, die die Biodiversität fördert und die Fruchtfolge bereichert.

Zweitens: Wirtschaftlichkeit. Hanf wird als Alternative zu Getreide immer rentabler. Die Produktionskosten sind relativ niedrig (keine Pestizide, keine Herbizide), und die Absatzmärkte wachsen dynamisch. Immer mehr Unternehmen aus der Textil-, Bau-, Kosmetik- und Lebensmittelbranche suchen inländische Lieferanten von Hanfrohstoffen. In Deutschland entstehen regionale Wertschöpfungsketten – ein Beispiel ist die Rottal Hanf GmbH in Bayern, die eine vollständige Kette vom Feld bis zum Endprodukt aufbaut.

Drittens: Innovation und Diversifizierung. Hanf bietet Landwirten einen Ausweg aus der traditionellen Getreidemonokultur. Jeder Teil der Pflanze findet einen Abnehmer – aus Samen wird Öl gepresst und Mehl hergestellt, aus Fasern entstehen Textilien und Dämmungen, aus Schäben – Verbundstoffe. Es ist eine Pflanze mit vielfältiger Nutzung, die dem Landwirt Flexibilität bietet.

Wachsendes Interesse an Sorten

Sowohl Kleinbauern als auch größere Betriebe suchen immer intensiver nach optimalen Hanfsorten für ihre Boden- und Klimabedingungen. Der Sortenkatalog für Cannabis sativa ermöglicht es, sich mit dem vollständigen Angebot an Sorten auf dem europäischen Markt vertraut zu machen – von klassischen Fasersorten bis hin zu Sorten, die für die Samen- und Ölproduktion optimiert sind.

Recht und Vorschriften – Wie baut man Hanf legal in Deutschland an (2026)?

Rechtlicher Rahmen

Die Rechtslandschaft bezüglich Hanf in Deutschland hat in den letzten Jahren eine bedeutende Transformation durchlaufen. Von zentraler Bedeutung sind zwei Rechtsakte: das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) im historischen Kontext sowie das seit dem 1. April 2024 geltende Cannabisgesetz (CanG) – Gesetz zum kontrollierten Umgang mit Cannabis.

Nutzhanf ist im Rahmen des CanG definiert als Pflanzen der Gattung Cannabis, deren Verkehr – mit Ausnahme des Anbaus selbst – ausschließlich kommerziellen oder wissenschaftlichen Zwecken dient, die einen Missbrauch zu Rauschzwecken ausschließen, und die aus dem Anbau in EU-Mitgliedstaaten aus zertifiziertem Saatgut von Sorten stammen, die am 15. März des jeweiligen Anbaujahres im Gemeinsamen Sortenkatalog eingetragen sind.

Die THC-Schwelle liegt in Deutschland bei 0,3 % – gemäß den Empfehlungen der Europäischen Kommission.

Wer darf in Deutschland Hanf anbauen?

Im Unterschied zu vielen EU-Ländern ist der Anbau von Industriehanf in Deutschland ausschließlich landwirtschaftlichen Betrieben (Unternehmen der Landwirtschaft) im Sinne des Gesetzes über die Alterssicherung der Landwirte (ALG) vorbehalten. Privatpersonen, Kleingarten, Pflanzenschulen und Weinberge dürfen keinen Industriehanf anbauen. Dies ist ein wichtiger Vorbehalt: Auch wenn seit dem 1. April 2024 Privatpersonen bis zu drei Cannabispflanzen für den Eigenbedarf anbauen dürfen (im Rahmen des CanG), betrifft dies ausschließlich den privaten Konsum – nicht die industrielle Produktion.

Registrierungsverfahren – Schritt für Schritt

Jeder Betrieb, der den Hanfanbau plant, muss dies bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) sowie bei der zuständigen Landesbehörde anzeigen. Das Verfahren sieht folgendermaßen aus:

Der Betrieb reicht die Anbauanzeige bei der BLE spätestens bis zum 1. Juli des Anbaujahres ein. Bei Aussaat nach dem 30. Juni (als Zwischenfrucht) verschiebt sich die Frist für die Einreichung der Saatgutetiketten auf den 1. September. Der Anzeige sind die originalen amtlichen Saatgutetiketten beizufügen – als obligatorischer Nachweis der Verwendung einer zugelassenen Sorte. Seit 2024 gilt die Pflicht zur Meldung des Blühbeginns im Rahmen des Bürokratieabbaus nur noch auf ausdrückliche Aufforderung der BLE.

Die Hanfernte ist erst nach Erteilung einer formellen Genehmigung durch die BLE möglich, die nach Probenahme und Überprüfung des THC-Gehalts erfolgt. Der BLE-Kontrolldienst entnimmt die Proben vor Ort im Rahmen stichprobenartiger Kontrollen.

Zugelassene Sorten

In Deutschland sind ausschließlich Hanfsorten zum Anbau zugelassen, die im Gemeinsamen Sortenkatalog für landwirtschaftliche Pflanzenarten der EU eingetragen sind (Stand 2024: 116 Sorten). Die Verwendung von zertifiziertem Saatgut ist Pflicht – die Vermehrung von Saatgut aus eigener Ernte (Nachbau) ist verboten. Es empfiehlt sich, die verfügbaren Sorten vor dem Kauf zu prüfen – sowohl europäische Sorten aus dem EU-Katalog als auch Sorten, die sich unter deutschen Bedingungen besonders bewährt haben.

Beihilfen und finanzielle Förderung

Hanfkulturen qualifizieren sich für Direktzahlungen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Die Höhe der Förderung hängt vom Programm und dem Bundesland ab – im Rahmen von Greening und Öko-Regelungen liegen die Beihilfen orientierungsmäßig bei 100 bis 200 Euro pro Hektar. Hanf wird im Kontext der Öko-Regelungen geschätzt, da er die Biodiversität fördert, die Fruchtfolge bereichert und als Zwischenfrucht angebaut werden kann.

Darüber hinaus finanziert das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Forschungs- und Innovationsprojekte zum Thema Hanf – von der Züchtung neuer Sorten bis zur Optimierung der Verarbeitungstechnologie. Über die BLE sind zudem Investitionsförderungen verfügbar, die 30–40 % der Kosten für den Kauf von Maschinen für den Hanfanbau und die Ernte abdecken.

Hervorzuheben ist, dass die Hälfte des in Deutschland angebauten Hanfs auf ökologischen Flächen wächst – Hanf fügt sich hervorragend in die Anforderungen des ökologischen Landbaus ein und kann von zusätzlicher Förderung im Rahmen der Öko-Landbau-Programme der einzelnen Bundesländer profitieren.

Regulierungslandkarte in Europa

Die Rechtslage für Nutzhanf in der EU ist nicht einheitlich. Obwohl die Europäische Kommission 2022 einen THC-Schwellenwert von 0,3 % empfahl, wenden noch 15 Mitgliedstaaten den älteren Grenzwert von 0,2 % an. An den entgegengesetzten Polen befinden sich die Niederlande (niedrigster Schwellenwert in der EU – 0,05 %) und Tschechien (höchster – 1 %, nach Legalisierung des Freizeitkonsums). Drei Länder – Finnland, Rumänien und Schweden – verbieten den Verkauf von Produkten, die jegliche THC-Spuren enthalten.

Eine Gruppe von Europaabgeordneten kündigte 2025 Maßnahmen zur Harmonisierung der Vorschriften und einer möglichen Anhebung des Schwellenwerts auf 0,5 % THC in der gesamten Union an – was ein enormer Impuls für die Branche wäre.

Agrotechnik – Wie baut man Nutzhanf an?

Boden- und Standortanforderungen

Nutzhanf benötigt fruchtbare und tiefgründige Böden mit geregelten Wasserverhältnissen, die reich an Nährstoffen und Humus sind. Der optimale pH-Wert des Bodens beträgt 7,1–7,6 (neutral bis leicht alkalisch). Am besten eignen sich Böden vom Weizen-Rüben-Typ. Hanf ist empfindlich gegenüber Überflutung und zu schweren Böden. Gute Vorfrüchte sind auf Stallmist angebaute Hackfrüchte, mehrjährige Leguminosen und ertragreiche Getreide.

Vor der Aussaat wird empfohlen, eine Bodenprobe bei einer landwirtschaftlich-chemischen Untersuchungsanstalt analysieren zu lassen – der Gehalt an Makroelementen, Kupfer, Elementarschwefel und Kaliumsulfat sollte überprüft werden. Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) empfiehlt die Aussaat von Nutzhanf in Mitteldeutschland zwischen Mitte März und Mitte April.

Aussaat und Düngung

Die wichtigste vorbereitende Maßnahme ist die Winterpflugfurche auf 25 cm Tiefe. Im Frühjahr beschränken sich die Arbeiten auf das Lockern der Oberbodenschicht, die Vernichtung keimender Unkräuter und das Einmischen von Düngemitteln. Samenhanf erfordert eine höhere Mineraldüngung aufgrund der relativ langen Vegetationsperiode.

Die Aussaatdichte hängt vom Anbauzweck ab: Für Faserhanf wird eine höhere Dichte verwendet (enge Reihen fördern das Stängelwachstum), während Samenhanf eine lockerere Aussaat erfordert, die die Entwicklung seitlicher Blütentriebe ermöglicht.

Natürlich ökologisch

Einer der größten Vorteile des Hanfanbaus ist sein natürlich ökologischer Charakter. Die Pflanzen benötigen keine Unkrautbekämpfung – sie wachsen so schnell und dicht, dass sie Unkräuter effektiv unterdrücken. Schädlinge und Krankheiten treten sporadisch auf, und die in den Pflanzen enthaltenen ätherischen Öle halten Parasiten fern. In der Praxis sind keine chemischen Pflanzenschutzmittel erforderlich.

Das bedeutet jedoch nicht, dass der Anbau risikofrei ist. Die häufigste Krankheit ist Grauschimmel (Botrytis cinerea), der bei hoher Luftfeuchtigkeit auftritt. Eine Bedrohung kann auch die Sclerotinia-Fäule (Sclerotinia sclerotiorum) sein. Problematisch können auch Vögel sein – insbesondere in der Phase der Samenreife. Hanf ist außerdem frostempfindlich, weshalb der Aussaattermin an die lokalen Klimabedingungen angepasst werden sollte.

Ernte

Die Strohernte erfolgt in der Phase der technischen Reife, wenn die Samen im mittleren Teil der Rispe dunkel oder grau werden, hart sind und noch im Deckblatt sitzen. Im oberen Teil der Rispe können die Samen noch unreif sein. Entscheidend ist die Wahl der Sorte im Hinblick auf die Erntemethode – z.B. eignet sich Finola für den Mähdruschernte, während andere Sorten eine zweistufige Ernte erfordern.

Nach der Ernte ist das Rösten (Röstung) wichtig – ein natürlicher Prozess des Pektinabbaus, der die Faser mit dem Stängel verbindet. In Deutschland wird aufgrund der klimatischen Bedingungen am häufigsten die Feldröste (Tauröste) angewendet, obwohl sich auch Technologien der Wasserröste entwickeln.

  • Sortenauswahl nach Anbauzweck
  • Sorte
  • Hauptverwendung
  • Erntemethode
  • Bemerkungen
  • Futura 75
  • Faser, Samen
  • Zweistufig
  • Beliebte französische Sorte
  • Fedora 17
  • Mehrzweck
  • Zweistufig
  • Sehr beliebt in DE
  • Finola
  • Samen, Öl
  • Mähdrescher
  • Hoher Samenertrag, finnisch
  • Santhica 27
  • Trockenmasse, CBN
  • Manuell
  • Hoher CBN-Gehalt
  • USO 31
  • Faser
  • Zweistufig
  • Frühe ungarische Sorte
  • Felina 32
  • Mehrzweck
  • Zweistufig
  • Bewährt in DE

Zukunft des Hanfs – Was bringt das nächste Jahrzehnt?

Die EU-Regulierungen gehen in die richtige Richtung

Am Horizont zeichnen sich mehrere Veränderungen ab, die die Entwicklung der Hanfbranche in Europa weiter beschleunigen könnten. Erstens läuft auf EU-Ebene eine Debatte über die Anhebung des zulässigen THC-Schwellenwerts auf 0,5 % – was den Markt für ein breiteres Spektrum an Sorten und Produkten öffnen würde. Zweitens lobbyiert die Branche intensiv für die Streichung von Hanfextrakten und CBD aus dem „Novel-Food“-Katalog (neuartige Lebensmittel), mit dem Argument, dass ihre Verzehrtradition jahrhundertelang und gut dokumentiert ist. Ein Erfolg in dieser Frage würde den freien Handel mit Hanflebensmitteln in der gesamten EU bedeuten.

Neue Anwendungen am Horizont

Die Zukunft des Hanfs beschränkt sich nicht auf traditionelle Fasern und Samen. Dynamisch entwickeln sich Anwendungen im Passivhausbau (Hempcrete als ökologischer Standard), in Biokunststoffen (Ersatz für erdölbasierte Kunststoffe), in Biokraftstoffen der neuen Generation und in Verbundwerkstoffen für die Automobilindustrie. Hanf wird auch im Zusammenhang mit der Herstellung von Nanomaterialien und Superkondensatoren untersucht – Hanffasern haben Potenzial für Anwendungen in der Hochleistungselektronik.

In Deutschland unterstützt die Organisation C.A.R.M.E.N. e.V. (Centrales Agrar-Rohstoff-Marketing- und Energie-Netzwerk) aktiv die Entwicklung innovativer Hanfanwendungen, und das BZL (Bundesinformationszentrum Landwirtschaft) führt regelmäßig Seminare für Praktiker zum Thema Hanf als Zukunftskultur durch.

Deutschland im Spiel

Deutschland hat eine reale Chance, einer der Schlüsselakteure auf dem europäischen Industriehanfmarkt zu werden. Das Land verfügt über eine ausgereifte Forschungsinfrastruktur, eine starke Basis im ökologischen Landbau (die Hälfte des deutschen Hanfs wächst auf Öko-Flächen), ein ausgebautes landwirtschaftliches Beratungssystem (Landwirtschaftskammern) sowie wachsende institutionelle Unterstützung.

Die größte Herausforderung besteht darin, die Lücken in der Verarbeitungsinfrastruktur aufzuholen – Jahrzehnte des Verbots verursachten einen Zusammenbruch der Hanfverarbeitungstechnologien. Deshalb finanziert das BMEL gezielt Forschungs- und Investitionsprojekte in diesem Bereich. Von zentraler Bedeutung sind regionale Wertschöpfungsketten, die Landwirte mit Verarbeitern und Herstellern von Fertigprodukten verbinden.

Die Anbaufläche ist noch immer ein Bruchteil dessen, was möglich wäre – aber die Wachstumsdynamik des letzten Jahrzehnts und die klare Richtung der EU-Politik lassen mit vorsichtigem Optimismus in die Zukunft blicken.

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