Wenn ein Konzertabend funktioniert: TV Germania und die Geschichte der Starfighters

Die Heidelberger Starfighters spielen auf der Bühne bei ihrem Abschiedskonzert in St. Ilgen unter blauem Bühnenlicht.

Die Heidelberger Starfighters auf der Bühne – während im Hintergrund Technik und Ablauf zuverlässig getragen wurden

(fwu – 24.3.26) Ein Abend wie dieser beginnt lange vor dem ersten Gitarrenriff. Er beginnt mit geschleppten Tischen, gerückten Stühlen, sortierten Gläsern, kalten Getränken und Kabeln, die ihren Weg finden müssen, damit später Musik durch den Saal fliegen kann. Beim zweiten Abschiedskonzert der Heidelberger Starfighters in St. Ilgen war genau das zu spüren: vorne auf der Bühne eine Band mit großer Geschichte, dahinter ein Helferteam des TV Germania St. Ilgen, das diesen Abend mit ruhiger Hand und viel Einsatz möglich machte.

Schon das erste Abschiedskonzert im Oktober 2025 hatte so viele Menschen angezogen, dass es innerhalb von zwei Wochen ausverkauft war. Die Nachfrage blieb groß. Deshalb wurde ein zweites Abschiedskonzert organisiert, das am 21.3.26 stattfand. Wieder übernahm der TV Germania St. Ilgen die Bewirtung. Wieder standen Menschen bereit, die im Hintergrund anpackten, damit sich im Saal alles leicht anfühlen konnte.

Zwölf Helfer, viele Stunden, ein gemeinsamer Takt

Technikteam an Licht- und Tonplatz in der Halle beim Konzert der Heidelberger Starfighters.

An Licht und Ton lief vieles zusammen: Technik, Konzentration und ein wacher Blick für den ganzen Abend.

Beim zweiten Abschiedskonzert waren zwölf Helfer vom TV Germania im Einsatz. Zehn kümmerten sich um das leibliche Wohl, zwei übernahmen Ton und Licht: Dirk Kettenmann und Ralf Kolb. Haupt-Lichtmann war „Mutze“ Reith. Schon freitags lief der Aufbau an. Ab 13 Uhr begann der Bereich Ton und Licht, gegen 16 Uhr folgten Tische, Stühle sowie Essen und Getränkeausschank. Allein Ton und Licht brauchten über sechs Stunden Aufbauzeit. Wer so einen Abend erlebt, sieht am Ende oft nur das fertige Bild. Dahinter aber stand ein ganzer Tag Arbeit, Schritt für Schritt, Handgriff für Handgriff.

Helferinnen und Helfer des TV Germania St. Ilgen in roten Shirts hinter der Getränketheke.

Ein Teil des Einsatzteams des TV Germania St. Ilgen hinter der Theke, mit der Vorsitzenden Britta Kettenmann (Mitte).

Dazu kam Unterstützung aus dem Verein selbst: Die Teilnehmer von „Der Sportstunde“ übernahmen unter der Leitung von Clara Speth vor ihrer Trainingsstunde freundlicherweise den Aufbau der Tische und Stühle am Freitag. Auch das gehört zu solchen Abenden: Einer beginnt, der nächste macht weiter, und plötzlich steht alles.

Der Saal füllte sich, die Stimmung stieg

Voll besetzter Saal mit zahlreichen Gästen an langen Tischen beim Konzertabend in St. Ilgen.

Ein voller Saal, lange Tischreihen, gespannte Stimmung – viele Gäste kamen zum zweiten Abschiedskonzert.

Als die Gäste kamen, war die Aegidiushalle vorbereitet. An den langen Tischen wurde geredet, gelacht, bestellt, gewartet, geschaut. Auf der Bühne sammelte sich Energie. Und dann ging es los. Bereits nach den ersten Takten stieg das Stimmungsbarometer. Vor der Bühne wurde durchgehend getanzt. Die Band riss das Publikum mit, und das Publikum trug die Band zurück. Wahrscheinlich war genau dieses Wechselspiel das Geheimnis des Abends.

Die Heidelberger Starfighters hatten, das war an diesem Abend deutlich zu hören, ein super Repertoire drauf. Sie unterhielten die Gäste perfekt. Die Songs griffen zentrale Titel der vergangenen Jahrzehnte auf, besonders aus den 1960er Jahren. Die Musiker wussten genau, was im Saal ankam, und spielten das, was die Menschen bewegte. Zwischen den Songs plauderten sie locker mit dem Publikum, holten ehemalige Bandmitglieder auf die Bühne und hielten die Verbindung zum Saal die ganze Zeit lebendig.

Eine Band mit sechs Jahrzehnten Geschichte

Die Heidelberger Starfighters waren seit 1962 eine feste Größe in der Region. Mit diesem zweiten Abschiedskonzert setzten sie einen grandiosen Schlusspunkt“ unter mehr als sechs Jahrzehnte Bandgeschichte. In ihrer späteren Besetzung spielten Hans-Peter Haffner, Herbert Kt Kowa, Manfred Gaul, Manfred Hörrle, Michael Hybel, Michael Wagenblaß und Uli Rohde – hier in alphabetischer Reihenfolge genannt.

Auch die ursprüngliche Besetzung erzählt von dieser langen Entwicklung: Herbert Kt Kowa, Manfred Gaul, Manfred Hörrle und Walter Beierle gehörten zu den frühen Starfighters. Über die Jahrzehnte veränderten sich die Besetzungen, doch der Klangkern blieb: Beat, Rock’n’Roll, Energie und ein Gespür dafür, wie ein Saal in Bewegung gerät.

Warum sie Starfighters hießen

Schon der Name der Band trägt eine Geschichte in sich. „Starfighters“ nannten sie sich, weil ihr Sound damals laut, hart und „brachial“ war. Der Name lehnte sich an den Kampfjet F-104 Starfighter an. Das ist ein starkes Bild für den Beginn dieser Band: Musik, die nicht zögerlich auftritt, sondern mit Schubkraft. Musik, die nicht höflich anklopft, sondern den Raum sofort füllt. Genau dieser Zug scheint über viele Jahre erhalten geblieben zu sein.

Rolling Stones, Beatles und legendäre Songs

Über die Jahrzehnte entwickelte sich die Band zu einer Formation mit Schwerpunkt auf Stücken der Rolling Stones, der Beatles und weiterer Größen der 1960er Jahre. In der Halle erklangen rockige Kultsongs über die ganze Bandbreite der 60ger und 70ger Jahre. Die Auswahl entstand zum Teil sogar spontan, je nach Stimmung im Saal. Genau das gab dem Abend seine Lebendigkeit. Nichts wirkte abgearbeitet. Die Musik atmete mit dem Publikum.

Wer vorne an der Bühne stand, spürte das unmittelbar. Dort wurde den ganzen Abend getanzt. Kein höfliches Mitwippen, kein abwartendes Zuhören. Der Abend ging direkt in die Beine. Das war kein Konzert, das auf Distanz blieb. Es zog die Menschen nach vorn.

Während vorne getanzt wurde, hielt der TV Germania alles am Laufen

So ein Abend braucht mehr als eine gute Band. Er braucht Menschen, die aufmerksam bleiben, während um sie herum gefeiert wird. Der TV Germania St. Ilgen übernahm erneut die gastronomische Versorgung samt Bar. Vereinsvorsitzende Britta Kettenmann sagte, dass der Verein bereits die Bewirtung beim Konzert im Herbst übernommen hatte. Auch diesmal konnten die Helfer das Konzert ein wenig genießen, doch gleichzeitig hielten sie den Ablauf verlässlich zusammen.

Besonders gefragt waren an diesem Abend Aperol Spritz und für Autofahrer alkoholfreies Bier. Auch die hausgemachten Käsespieße und heißen Servela waren sehr begehrt. Gerade solche Dinge tragen eine Veranstaltung. Sie geben einem Abend Geschmack, Tempo und Wärme. Die Gäste sollen sich wohlfühlen, schnell versorgt werden und gern noch bleiben. Genau das gelang.

Ein Moment, in dem Können sofort zählte

Birtta und Paula Kettenmann hinter der Theke bei der Veranstaltung.

Britta und Paula Kettenmann im Einsatz – aufmerksam, freundlich und mit fachlicher Kompetenz.

Mitten im Konzert gab es einen ernsten Moment: Ein Gast hatte gesundheitliche Probleme. Dank des Fachwissens von Paula Kettenmann, ausgebildete Pflegefachfrau und Studentin der Medizin, konnte schnell und fachkundig geholfen werden. Der Gast konnte das Konzert bis zum Ende genießen. Solche Situationen zeigen, wie viel Verantwortung ehrenamtliche Helfer an einem Abend tragen. Da geht es nicht nur um Ausschank, Aufbau und Service, sondern auch um Ruhe, Überblick und schnelles Handeln.

Nach dem letzten Song wartete noch viel Arbeit

Als die Musik verklungen war, war für das Team des TV Germania der Abend noch nicht zu Ende. Dann begann der Abbau: Tische und Stühle mussten weggeräumt, Licht und Ton zurückgebaut, Gläser gespült werden. Über 500 Gläser kamen zusammen. Während viele Gäste mit schönen Erinnerungen nach Hause gingen, begann für die Helfer noch eine weitere Schicht. Auch spontan bekam das Team Unterstützung: Hans Hofrichter, ein Gast, half beim Abbauen mit.

Ein Abschied an dem viele mitarbeiteten

Dieses zweite Abschiedskonzert war eine krönende Zugabe wegen großer Nachfrage. Es war ein Abend, an dem zwei Geschichten ineinandergriffen. Da war die Geschichte der Heidelberger Starfighters, die seit 1962 Musik in die Region getragen, mit ihrem kraftvollen Namen sogar ein Stück Zeitgeschichte im Bandnamen bewahrt und mit Klassikern aus Beat und Rock’n’Roll Generationen begeistert haben. Und da war die Geschichte des TV Germania St. Ilgen, dessen Helferinnen und Helfer mit Organisation, Bewirtung, Technik, Aufmerksamkeit und Ausdauer den Boden bereiteten, auf dem dieser Abend überhaupt erst gelingen konnte.

Vorne stand eine Band, die wusste, wie man ein Publikum packt. Hinten stand ein Team, das wusste, was es braucht, damit ein voller Saal sich gut aufgehoben fühlt. Zusammen wurde daraus ein Abend voller Musik, Freude und Bewegung. Einer, an den sich viele noch lange erinnern werden.

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