Turmschule braucht Raum –
Petition für Pausenhof
Petition des Elternbeirats der Turmschule Leimen für gemeinsame Schulhöfe auch während der Zeit der Großbaustelle
Auf Wunsch des Gemeinderats und der Verwaltung
(gsch – 8.6.26) Seit drei Jahren hat die Turmschule Leimen nun keinen regulären Schulhof mehr. Eine ganze Generation Turmschüler hatte damit keinen vollwertigen Schulhof, da sie die Turmschule verlässt, bevor der neue Schulhof fertiggestellt werden kann. Im ersten Schuljahr durfte diese Schülergeneration nur in der zweiten Pause eine Außenpause im Elisabeth-Ding-Kiga machen. Die Lehrer und Kinder dieser Klassen waren in dieser Zeit merklich belastet.
Durch viele Gespräche mit der Stadtverwaltung und Vorschläge des Elternbeirats sowie durch den Einsatz des Fördervereins der Turmschule für die Anschaffung der Kukuk-Box gelang es Stück für Stück, zuletzt mit dem Hackschnitzelhof, den Herr Ehret einrichten ließ, einen zwar nicht gleichwertigen und immer noch kleineren, aber dennoch erträglichen Schulhof einzurichten.
Ersatzschulhöfe auf beiden Seiten der Rathausstraße
Durch die Einrichtung der Baustelle musste der „Rindenmulchhof“ nun vor den Ferien wieder weichen. Es gibt nun zwei bis drei Ersatzschulhöfe auf beiden Seiten der Rathausstraße. Das bedeutet, dass die Schüler stets auf verschiedenen Schulhöfen spielen und verteilt werden. In einer komplizierten Verteilung der Klassen wird versucht, durchzuwechseln, damit die Schüler mal hier, mal dort sind – klassenübergreifende Freundschaften können nicht berücksichtigt werden. Für die Nutzung des Ersatzschulhofs beim neuen Rathaus bzw. des Mauritiusplatzes müssen die Schüler jeweils zweimal die Rathausstraße queren; der Verkehr muss vom Lehrpersonal in der Regel jeweils fünf Minuten angehalten werden. Dabei entstehen immer wieder gefährliche Situationen für die verantwortlichen Personen und für die Schüler. Das Lehrpersonal wird von Autofahrern zum Teil beschimpft oder bedrängt.
Die Aufsicht über die verschiedenen Bereiche erfordert wesentlich mehr Lehrpersonal – das bedeutet, die Lehrer müssen auf ihre verdienten Pausen verzichten. Insbesondere bei der zu erwartenden Lärmbelästigung durch die Großbaustelle während der Unterrichtszeiten stellt dies eine nicht zumutbare Mehrbelastung dar.
Denn gerade in Zeiten einer erhöhten Lärm- und Stressbelastung für Schüler und Lehrer ist der Wert einer entspannten Pause als sehr hoch einzuschätzen.
Dies gilt insbesondere für die Schüler. Ausreichende Bewegungsfläche und entspannte Zeit zur Bewegung sind ein wichtiger Ausgleich zum Unterricht, insbesondere zu Unterricht bei Lärm, fördern das Lernen – dazu gibt es mittlerweile genügend wissenschaftliche Studien – und das friedliche Miteinander der Schüler.
Pause als wichtiger Ausgleich
Die Turmschule ist eine Start-Chancen-Schule. Das heißt, die Turmschule gehört zu den Schulen mit einem hohen Anteil sozioökonomisch benachteiligter Schüler. Für viele Kinder ist die Pause die einzige Möglichkeit, sich in Ruhe mit anderen Kindern draußen zu bewegen und sich in einem geschützten Bereich zu entspannen.
Durch die Trennung der Schulhöfe können befreundete Kinder nicht miteinander spielen, da sie verschiedenen Pausenbereichen zugeteilt sind – und versuchen, sich auf die andere Seite zu mogeln. Dadurch entstehen gefährliche Situationen.
Aufgrund dieser Situation setzen sich der Elternbeirat, die Schulkonferenz und die Lehrerschaft der Turmschule bereits seit einiger Zeit dafür ein, dass die beiden Ersatzschulhöfe rechts und links der oberen Rathausstraße für die Zeit der Großbaustelle in den beiden Pausen jeweils für 20 Minuten verbunden werden. Dazu sind alle bereits seit Längerem im Gespräch mit der Verwaltung, Herrn Ehret und zuletzt mit dem Gemeinderat. In der besagten Gemeinderatssitzung wurden die Elternbeiratsvorsitzenden Philipp Eipel, zweiter Elternbeiratsvorsitzender, und Gaby Schlenker, erste Elternbeiratsvorsitzende, sowie die ebenfalls anwesende Schulleitung dazu aufgefordert, zum nächsten Gespräch – eine Art runder Tisch – bitte Zahlen der befürwortenden Bürger und Eltern vorzulegen.
Petition in den Pfingstferien gestartet
Diesem Wunsch der Gemeinderäte und der Verwaltung kamen die Elternbeiräte nach, indem sie zu Beginn der Pfingstferien eine Petition starteten, mit dem Ziel, das gemeinsame und sichere Spielen in den beiden großen Pausen zu ermöglichen.
Elternbeiräte, Kinder und Lehrer freuen sich über jede Unterstützung aus der Leimener Bevölkerung durch eine Unterschrift für die Petition.
Die Kinder und Lehrer der Turmschule hätten damit eine sicherere, entspanntere gemeinsame Pause mit etwas mehr Pausenfläche – trotz der Großbaustelle nebenan.
Die Geschäfte der Rathausstraße sind weiterhin regulär über die Rathausstraße erreichbar. Es wird eine örtliche Umleitung für die jeweils zweimal 20 Minuten am Morgen eingerichtet, um den abfließenden Verkehr nicht zu behindern.
Eine Kollision mit Hol- oder Bringverkehr, z. B. der Elisabeth-Ding-Kita, ist nicht gegeben, da sich diese Zeiten nicht mit den Pausen überschneiden – außerdem sind sämtliche Rettungswege weiterhin zugänglich. Die Turmgasse ist zu anderen Zeiten wesentlich stärker befahren.
Kurz-URL: https://leimenblog.de/?p=204022













































