Abschiedsgruß von Bürgermeister a. D. Georg Kletti

Es gibt für alles eine Zeit. Auch dafür, Abschied zu nehmen.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

mit dem 30. Juni endete meine zweite Amtszeit als Ihr Bürgermeister. Ich habe entschieden, dass 16 Jahre in diesem Amt genug sind.

Ich habe mich damals im Jahre 2005 zur Wahl gestellt, weil ich hier in dem Ort, in dem meine Mutter geboren wurde und in dem ich aufgewachsen und zu Hause bin, etwas bewegen, weil ich auf die künftige Entwicklung Einfluss nehmen wollte. Ich war sehr dankbar für das Vertrauen, das mir mit der Wahl und auch der Wiederwahl entgegengebracht wurde, und ich bin froh, sagen zu dürfen, dass es während meiner beiden Amtszeiten doch gelungen ist, in Sandhausen wichtige Weichen zu stellen.

Bürgermeister a. D. Georg Kletti

Wenn ich jetzt auf diese 16 Jahre zurückblicke, dann gab es Jahre, in denen es nach oben ging. Es gab jedoch auch Jahre, in denen wir mit mannigfachen Problemen zu tun hatten. Wirtschaftskrise, Flüchtlingskrise, die Pandemie, aber auch die Diskrepanz von sinkenden Einnahmen und steigenden Ausgaben haben so manche Rats- und Ausschusssitzung überschattet.

 


  • Das Video: Die Abschiedsrede von Georg Kletti

Herausforderungen gab es mehr als genug. Doch alles in allem darf ich wohl feststellen: In den vergangenen 16 Jahren sind in unserer Gemeinde eine ganze Reihe wegweisender Projekte realisiert worden.

Ein besonderes Anliegen war mir immer, unsere Gemeinde zu einer kinder- und familienfreundlichen Kommune zu machen. Ebenso wichtig waren mir solide Finanzen und die Sanierung vorhandener Infrastruktur. Nahezu 100 Mio. Euro wurden während meiner beiden Amtszeiten in die Infrastruktur unserer Gemeinde investiert. Dies hat neue Perspektiven eröffnet und den Standort gestärkt.

Ich bin froh, hier Impulse gegeben zu haben. Aber dies alles konnte nur erfolgreich umgesetzt werden, weil viele sie befürwortet und an ihnen mitgewirkt haben. Sie beruhen auf gemeinsamen Anstrengungen. Auf dem Wirken von mir, dem Gemeinderat und der Gemeindeverwaltung sowie von beteiligten Bürgern, Vereinen, Kirchengemeinden, Organisationen und Unternehmen. Auch wenn der Bürgermeister an der Spitze steht, kann er allein nichts durchsetzen. Das war mir immer bewusst. Ich habe mich niemals als „Alleinunterhalter“ oder „Alleinherrscher“ verstanden.

Mir lag stets viel daran zu erfahren, was die Menschen in Sandhausen bewegt, und ich habe es immer als großes Plus verstanden, dass es in Sandhausen viele engagierte Menschen gibt. Ihnen allen, mit denen ich in den vergangenen Jahren zusammenarbeiten durfte, möchte ich danken.

Ganz besonders danken möchte ich den Damen und Herren des Gemeinderates. Sie haben meine beiden Amtszeiten manchmal mit Widerspruch, aber oft auch mit Zuspruch begleitet. Ich war immer froh, dass es in Sandhausen möglich ist, über Parteigrenzen hinweg zu guten Lösungen zu gelangen oder einen für alle Beteiligten annehmbaren Kompromiss zu finden. Das hat dazu beigetragen, dass wir den Gestaltungsrahmen, den unsere Kommune nach wie vor hat, auch ausschöpfen konnten.

Danken möchte ich auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung und des Zweckverbandes „Untere Hardt“, insbesondere den Amtsleitern und den Mitgliedern des Personalrates, auf die ich mich stets verlassen konnte. Danke für die gute und loyale Zusammen- und Mitarbeit.

Es lohnt sich, sich in der Kommunalpolitik zu engagieren. So lautet mein Fazit nach 16 Jahren als Bürgermeister. Man kann etwas gestalten, man sieht, was man tut.

Von daher ist mein Abschied von diesem Amt mit leiser Wehmut gepaart. Es geht etwas zu Ende, was mein Leben viele Jahre bestimmt und mir viel bedeutet hat. Aber jeder Abschied ist auch ein Neubeginn und deshalb mit Vorfreude auf vielleicht etwas Neues verbunden. Da geht es mir nicht anders.

Deshalb trete ich nun guten Gewissens ab. Auch deshalb, weil ich mir absolut sicher bin, dass sich unsere Gemeinde mit meinem Nachfolger Hakan Günes auch weiterhin in guten Händen befinden wird und ich darauf vertrauen kann, dass er die bevorstehenden Aufgaben mit dem gleichen Engagement und dem gleichen Gestaltungswillen voranbringt, wie es seine Vorgänger getan haben. Dafür wünsche ich ihm stets eine glückliche Hand.

Ihnen allen wünsche ich Glück und Erfolg – und uns allen wünsche ich, dass es weiter vorwärts geht und Sandhausen eine lebens- und liebenswerte Gemeinde bleibt und die Bürgerinnen und Bürger auch weiterhin couragiert und engagiert zum Wohl der Gemeinde zusammenstehen.

Nur gemeinsam lässt sich etwas bewegen! Ein Resümee, mit dem ich mich mit den besten Wünschen für alle Bürgerinnen und Bürgern als Bürgermeister verabschiede.

Auf Wiedersehen!

Ihr  Georg Kletti

 

 

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