Abschluss Deutschkurse: „Spracherwerb ist Schlüsselqualifikationen für Integration“

(fwu – 27.9.18) Ordnungsdezernent Christoph Schauder überreicht Absolventinnen und Absolventen eines aus Landes- und Kreismitteln geförderten Deutschsprachkurses ihre Zertifikate nach erfolgreich abgelegter B2-Prüfung.

Absolventen des Kurses

Das war ein besonderer Moment für die Teilnehmer eines aus Landes- und Kreismitteln geförderten Deutschsprachkurses in der Heidelberger Dependance der Firma „Donner + Partner Bildungszentren“: Der Ordnungsdezernent des Rhein-Neckar-Kreises, Christoph Schauder, überreichte in einer kleinen Feierstunde 14 Absolventinnen und Absolventen (6 Frauen und 8 Männer), die aus 7 Ländern stammen, nach ihrer erfolgreich abgelegten B2-Prüfung ihre Zertifikate. Innerhalb von nur 400 Unterrichtsstunden hatten sie sich das nächsthöhere Sprachniveau erarbeitet und verfügen damit bereits über vertiefte Deutschkenntnisse.

Der Europäische Referenzrahmen für Sprachen legt für das Niveau B2 fest, dass man sich so spontan und fließend verständigen kann, dass ein normales Gespräch mit Muttersprachlern ohne größere Anstrengung auf beiden Seiten gut möglich ist. „Ich habe größten Respekt vor ihrer Leistung“, so Dezernent Schauder, der zudem betonte: „Der Erwerb der deutschen Sprache ist eine der Schlüsselqualifikationen für eine langfristig erfolgreiche Teilhabe am gesellschaftlichem Leben.“

Besonders hervorzuheben ist dabei, dass das geforderte B2-Niveau in der Prüfung nicht nur im Sprechen, sondern auch beim Lesen und Schreiben erreicht werden muss, um das Zertifikat zu erhalten. Innerhalb der Kursdauer ist dies nur mit überaus großem Eigenengagement zu schaffen. „Dies ist der erste Kurs auf B2-Niveau, den wir vonseiten des Landratsamts im Rhein-Neckar-Kreis durchgeführt haben“, führt Anne Kathrin Wenk, Leiterin der Stabsstelle Integration des Rhein-Neckar-Kreises, weiter aus. „Nachdem wir anfänglich vor allem Grundkurse angeboten haben, zeigt sich immer mehr das zunehmend höhere Sprachniveau bei vielen Geflüchteten und somit der Bedarf an weiterführenden Kursen.“

Seit 2015 nahmen rund 1000 Personen im Landkreis an Sprachkursen nach der Verwaltungsvorschrift (VwV) Deutsch für Flüchtlinge teil. Diese werden zu einem Teil aus Fördermitteln des Landes Baden-Württemberg und zum anderen aus Kreismitteln finanziert. Hierbei dreht es sich um Sprachkursangebote, die sich an Menschen mit offener Bleibeperspektive wenden, die keinen BAMF-Integrationskurs besuchen können.

Jörg Kösel, Gebietsleiter von Donner und Partner, würdigte ebenfalls die besondere Leistung der Absolventinnen und Absolventen und hob auf die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit dem Team der Sprachförderung, Martina Bissinger und Dr. Ulrich Wehrmann, bei der Stabsstelle Integration des Landratsamtes Rhein-Neckar-Kreis ab. „Heute ist ein guter Tag für die Integration“, führte Kösel aus und bedankte sich ausdrücklich auch bei seinem Team für die ausgezeichnete Arbeit. Kursleiter Azeddine Tabarak, der selbst vor einigen Jahren aus Marokko nach Deutschland gekommen war und hier erfolgreich sein Germanistikstudium abgeschlossen hatte, brachte außerdem seine Freude darüber zum Ausdruck, dass über die Hälfte der Absolventinnen und Absolventen gerne einen weiteren Sprachkurs besuchen würden, der dann auf C1-Niveau enden würde – dies entspricht einem sehr fortgeschrittenen Kompetenzniveau. Damit hätten diese Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann sogar die sprachliche Voraussetzung dafür erfüllt, in Deutschland ein Studium aufzunehmen.

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