„Adils Problem“ – Kein Problem für den Theaternachwuchs am Fr.-Ebert-Gymnasium

(jw – 8.7.19) Mit dem Stück „Adils Problem“ hatten sich die Nachwuchsmimen unserer Schule dieses Mal an ein Thema herangewagt, das aktuell und schwierig gleichermaßen ist. Wie Michael Weiß, der die Unterstufentheater-AG seit zwei Jahren leitet, betonte, waren es die Schüler selbst, die entschieden hatten, sich mit diesem Stoff zu beschäftigen. Und darum ging es:

Adil (Philipp Weiß), ein Junge aus Afghanistan, flieht vor der Gewalt in seiner Heimat, die auch seine eigene Familie heimgesucht hat, und landet so mit seiner Mutter Djamila (Yara Bethe) in Deutschland. Hier aber erlebt er nicht nur Positives, sondern auch Ausgrenzung in seiner Klasse, in der ein Teil seiner Mitschüler offen rechtsradikale Parolen von sich gibt.

Dass diese auch familiäre Wurzeln haben, sieht man beim Blick in die Familie von Mira (Mareen Komorek): Ihre Mutter (Amelie Margewitsch) und ihr Vater (Max Rudolph) sind zwar entsetzt, als sie hören, was ihre Tochter am Esstisch über den neuen Mitschüler im Speziellen und Flüchtlinge im Allgemeinen von sich gibt, wenn man zuvor aber gehört hat, wie die beiden selbst über Ausländer gesprochen haben, versteht man, woher die Tochter ihre Denkweise hat.

Zusammen mit drei anderen Mitschülern, darunter Fred (Matteo Corbari), der sogar eine Waffe organisiert hat, überfallen sie das Flüchtlingsheim, in dem auch Adils Familie untergebracht ist, und werfen Brandsätze. Sie werden geschnappt und (u.a.) der Schule verwiesen.

Für Adil aber, der durch die Tat an die schlimmen Zustände in seiner Heimat erinnert wird, wendet sich im Folgenden dann doch noch alles zum Guten: Dank seiner Klassenlehrerin Frau Mayer (Angelique Wolf) und Mitschülerinnen wie Semra (Amaya Chowdhry), die zuvor selbst Ausgrenzung in der Klasse erfahren hatte, gewinnt er wieder Freude am Leben und kann das Geschehene verarbeiten.

Seine Sportlehrerin Frau Weber (Sophia Moser) organisiert über den Ringertrainer Stefan Krause (Julian Drescher), dass Adil im Ringerverein aufgenommen wird, wo er schnell neue Freunde gewinnt und nicht nur wegen seiner Leistung, sondern v.a. als Mensch geachtet wird. Zudem stützt ihn die Freundschaft mit Lena (Leni Knuppertz), die ihm ohne Vorurteile entgegentritt, wie es selbstverständlich sein sollte.

Ein schwieriger Stoff also, der nachdenklich stimmt und an die Mitmenschlichkeit in uns appelliert!

Weitere Mitwirkende: Alma Rietzel, Janne Goßlau, Maja Krell, Semeera Husein-Fuchs, Chiara Matejka und Lea Hansen.

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