Aktionsgemeinschaft „Kampf der Kermesbeere“ startete in Sandhausen

Kermesbeeren-Dschungel in Sandhausen

(ck – 18.6.21) Giftiger Dschungel im Sandhäuser Wald: Wer die Kermesbeeren-Katastrophe kennen lernen möchte, muss nur in der Nähe des Schützenhauses in Sandhausen den lichten Wald betrachten. Bald meterhohe Kermesbeeren-Stauden verdrängen die jungen Bäume und vergiften die Sämlinge. Die Wurzeln der dort wachsende amerikanische Kermesbeere sondern giftige Phenole im Boden ab, welche die Keimung von jungen Bäumen verhindern. Die natürliche Verjüngung des Waldes ist also nicht mehr möglich. Die dichten Pflanzen wuchern den Waldboden zu und verdrängen die natürliche Krautschicht.

Wurzel der Kermesbeere mit Austriebsspitzen

Die unabhängige „Aktionsgemeinschaft Hardtwald“ hat sich zum Ziel gesetzt, die Kermesbeere im ganzen Hardtwald zu bekämpfen. Hierzu sollte die Wurzel der Kermesbeere zu etwa 1/3 ausgegraben werden, mit den Austriebsknospen. Die Wurzeln müssen zum Austrocknen auf einen trockenen Baumstamm gelegt werden: wenn sie in Bodenkontakt sind, treiben sie wieder aus.

Frau Weiß von der Initiative Pro-Waldschutz ist entsetzt über den schnellen Wuchs der Kermesbeere

Am letzten Samstag, den 12.6. versammelten sich über 30 tüchtige Sandhäuser Waldfreundinnen und Waldfreunde und wurde von Herrn Frohn von der „Aktionsgemeinschaft Hardtwald“ in der richtigen Grabungstechnik unterrichtet. Herr Frohn erklärte auch die Grenzen des Gebiets im Sandhäuser Wald, das jetzt in den nächsten Wochen von der Aktionsgemeinschaft bearbeitet wird, gemäß den Vorgaben des Forstamts. Bei der Entfernung der Kermesbeere achten die Helfer auch immer darauf, die empfindlichen jungen Bäume nicht zu schädigen, sonder ihnen mehr Licht zu verschaffen.

Viele Helfer am 12.6. in Sandhausen gegen die Kermesbeere

Viele weitere Helferinnen und Helfer sind gesucht! Auch Helfer aus Leimen, Nussloch, St. Ilgen und der ganzen Region sind herzlich willkommen: Noch wächst die Kermesbeere hauptsächlich im Hardtwald, aber die Beeren werden sehr gerne durch Vögel gefressen und verteilen sich so in der ganzen Region.

Fotos: C. Kienle BUND Sandhausen

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