Aktuelles aus der Grünen Kreistagsfraktion

Zur Veröffentlichung der Energie- und Treibhausgasbilanz des Rhein-Neckar-Kreises

Wie seit vielen Jahren von der Grünen Fraktion gefordert, hatte der Kreistag im Jahr 2012 Klimaschutzleitlinien für den Rhein-Neckar-Kreis beschlossen. Nach der Erarbeitung des Klimaschutzkonzepts veröffentlichte der Rhein-Neckar-Kreis nun mit zweijähriger Verspätung seine erste Energie- und Treibhausgasbilanz.

Die Erstellung der Bilanz ist ein wichtiger und begrüßenswerter Schritt. Sie legt jedoch deutliche Defizite offen und stellt selbst aus Sicht ihrer Verfasser nur eine erste Bestandsaufnahme dar.

Im Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Wirtschaft forderte die Grüne Fraktion daher, der Rhein-Neckar-Kreis dürfe sich nicht auf den Lorbeeren der Klimabilanz ausruhen, sondern müsse nun Taten folgen lassen. Bereits geplante Maßnahmen sollten zügig umgesetzt werden. Im Haushalt müssen durch ein konkretes Finanzierungsmodell für Klimaschutzmaßnahmen endlich deutlichere Prioritäten gesetzt werden. Der Klimabilanz liegt zum Teil eine sehr dünne Datenlage zugrunde. Der Kreis muss deshalb auch mehr tun, um Kommunen und Betriebe dabei zu unterstützen, Daten zu Energieverbrauch und Emissionen zu erheben.

Im Jahr 2010 stieß der Rhein-Neckar-Kreis fünf Millionen Tonnen CO2 – 9,3 Tonnen je Einwohner – aus. Reduktionsziele wurden jedoch bislang nur bezüglich der CO2-Emissionen der kreiseigenen Einrichtungen und Gesellschaften festgelegt: Die Einrichtungen werden ihren jährlichen Ausstoß bis 2020 um 20 Prozent und bis 2030 um 30 Prozent verringern.

Dringend müssen jedoch konkrete Ziele für die Verringerung des Gesamtausstoßes von fünf Millionen Tonnen jährlich gesetzt werden. Durch ihre Vorbildfunktion sind die bereits gesetzten Ziele zwar wichtig, der Anteil der Kreiseinrichtungen am Gesamtausstoß ist jedoch verschwindend gering.

Der Rhein-Neckar-Kreis sollte sich daher das Ziel setzen, seinen CO2-Gesamtausstoß bis 2020 um 30 Prozent gegenüber den Werten von 2010 zu reduzieren. Auch für die kreiseigenen Einrichtungen sollte dieses ambitioniertere Ziel gelten.

Bei der Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien liegt der Rhein-Neckar-Kreis mit 5,7 Prozent weit hinter dem Bundesdurchschnitt von 17 Prozent zurück (2010). Insbesondere bei der Windenergie gibt es viel Nachholbedarf noch aus Zeiten der schwarz-gelben Landesregierung, in der Bilanz des Kreises machte sie genau Null Prozent aus.

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