AL Sandhausen zu den Baulandpreisen im Baugebiet „Große Mühllach II“

Sandhäuser Gemeinderat beschließt Vergaberichtlinien Mühlach II – zu TOP 7  – Gemeinderatssitzung vom 25.07.2016.


4451 - Ralf LauterbachWer in der „Mühllach II“ bauen will, muss was in der Rücklage haben. Bei einem beschlossenen Quadratmeterpreis von 710 € mit Erschließung ist das Bauland wie aus der RNZ vom 29.07.2016 zu erfahren war, an der Spitze der Baulandpreise in der Region.

Sicher, hat Sandhausen eine hervorragende Infrastruktur zu bieten und ist von der Lage des Baugebietes auch für viele attraktiv. Die Gemeindeverwaltung und der Gemeinderat sind gehalten marktübliche Preise für Gemeindeeigentum zu erzielen, aber nach der Auffassung der Alternativen Liste nicht ohne jegliche Differenzierung und Zugzugssteuerung.

Gerade Familien mit mittleren Einkommen werden durch den hohen Baulandpreis am Bauen gehindert. Der günstige Zinseffekt wird durch hohe Baulandpreise und gestiegene Baufertigungspreise komplett aufgefressen. Das heißt für einige, die sich in Sandhausen schon wohlfühlen oder zuziehen möchten im Umkehrschluss, dass Bauen in Sandhausen für sie zu kostspielig ist.

Wir sind in unserer Haltung und letztendlich in unserer Ablehnung bei der Abstimmung der festen Überzeugung, dass wir mit einem Vergabeprogramm an Familien, angelehnt an Einkommen und Kinderzahl ein Zuzugsförderprogramm hätten verkraften können.

Es gibt hierzu schon vielfältige Aktionen wie zum Beispiel die „Aktion pro Eigenheim“, die Kommunen motiviert, ein Herz für junge Familien zu zeigen. Denn von der Förderung profitieren beide Seiten. Unter dem Titel „Baugeld vom Bürgermeister“ finden sich auch viele umliegenden Gemeinde, die an diesem Punkt eine andere Zuzugspolitik vertreten.

Die Strategie, Mehreinahmen durch den hohen Baulandpreis in den sozialen Wohnungsbau zu refinanzieren, halten wir für aufwendig und nicht zwingend generationengerecht. Natürlich gibt es zu den gemeindeeigenen Grundstücken auch noch private die zum Verkauf anstehen, aber auch hier wird sich der Verkäufer am machbaren orientieren.

Die Vergaberichtlinie bzgl. der Bewerbung auf ein Grundstück halten wir für gerecht, im Umkehrschluss für bauwillige aber auch kompliziert. Das Losglück entscheidet. Was ist wenn man nicht zum Zuge kam, wann ist dann die nächste Verlosung? Hier bleiben ein paar Fragen offen, die sich sicher noch bis zum Bewerbungsbeginn lösen lassen.

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