Apfelabgabe läuft: Die Äpfel von heute sind der Apfelsaft im Winter

Streuobstwiese im Kraichgau

(fwu – 8.9.21) Seit dem gestrigen Dienstag werden im Weingut Adam Müller wieder Äpfel aller Sorten zur Weiterverarbeitung entgegengenommen. Im Weingut ist es gute alte Tradition, dass im Herbst nicht nur der Wein gelesen, sondern auch Äpfel angenommen werde. Das Obst stammt von Baumbesitzern aus der Region, die ihre Bäume in Gärten und auf Streuobstwiesen kultivieren.

48 Kilogramm Äpfelanlieferung in Eimern

Die Ausbeute und Anlieferung reicht dabei von einigen Eimern im Kofferraum, bis zu etlichen Säcken oder eine Vielzahl von Kisten per Anhänger. Der erste Schritt bei der Annahme im Weingut ist dann das Wiegen. Dies erfolgt mit einer guten alten aber frisch geeichten manuellen Waage. Echt analog, nicht digital! Alleine dieser Anblick dürfte für die meisten Kinder von heute etwas Seltsames (Physik at work!) offenbaren und ist von daher bereits einen Besuch (und das vorherige Ernten von Äpfeln!) wert. Das Gewicht wird sodann auf einem Erfassungszettel notiert.

Wiegen mit analoger Waage!

Aber – hier geht die spannende Lehrstunde für kleine Kinder weiter – wie geht man mit den Behältnissen, den Eimern, Säcken, Kisten um? Die können ja auch ganz schön was wiegen, sind aber keine Äpfel und ihr Gewicht zählt nicht. Nun, ganz einfach. Die Behältnisse werden im leeren Zustand ebenfalls gewogen und dieses Gewicht vom Gesamtgewicht der ersten Messung abgezogen. Bruttogewicht minus Tara (Verpackung) gleich Warengewicht!

Ab in die Fördergrube

Nach dem Wiegevorgang werden die Äpfel in eine Grube neben der Waage geschüttet und von dort per Förderband in einen großen Container transportiert. Ist dieser Voll, wird er zur Saftpressung bei einem externen Dienstleister gebracht. Dort werden werden die Äpfel partienweise gepresst und der Saft bis zur Flaschenabfüllung, dann wieder im Weingut steril eingelagert.

… und ab in den Container!

Aus 100 Kilogramm Äpfel werden allerdings nicht 100 Liter Apfelsaft. Ungefähr ein Drittel des Gewichts ist „natürliche Apfelsaft-Tara“ (s.o.), also das, was vom Apfel nach dem Pressen übrig bleibt.

Die Mischung unterschiedlichere Apfelsorten je nach Anlieferung ist auch der Grund warum diese Direktsäfte nicht immer homogen dieselbe Süße oder Säure aufweisen wie ein Konzentrat, sondern ganz natürlich nach den Sorten schmecken die gerade verarbeitet wurden. Ein echtes regionales Naturprodukt eben. Den Apfelsaft verarbeitet das Weingut klar, naturtrüb, als Most und auch als Apfelcidre.

Saftabfüllung im Weingut

Die Streuobstwiesen im kleinen Odenwald und im Kraichgau, sind ein wichtiger Lebensraum für Vögel, Kleintiere und Insekten“, berichtet Matthias Müller „Die Nutzung dieser Flächen bringt uns nicht nur regionalen, nachhaltig produzierten Saft, sie fördert auch die Artenvielfalt in der Region“.

Die Apfelannahme im Weingut erfolgt ab 7. September immer dienstags und donnerstags von 8-12 Uhr0.

Nathalie Müller wirft einen Blick in den Füllstand des Containers

 

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