Auch der Zoo schließt bis voraussichtlich Ende November

Nun ist es amtlich: Mit der Landesverfügung, die am Mittag des ersten Novembers veröffentlicht wurde, ist klar, der Zoo Heidelberg muss ab dem heutigen Montag erneut seine Pforten bis zum Monatsende schließen. Dies gilt auch für das abendliche Zoo-Leuchten, das somit heute am Sonntag, 01.11.2020, für dieses Jahr frühzeitig enden wird. „Es ist schade, dass wir den Menschen in dieser schweren Zeit nicht weiterhin einen Ort der Entspannung, Bildung und Beschäftigung mit der Natur bieten können“, erklärt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. „Wir haben sehr gute Hygienekonzepte erstellt und den Zoobesuch für alle mit viel Aufwand sicher gestaltet. Dabei haben wir unsere Verantwortung für die Gesundheit unserer Mitarbeiter, Tiere und Besucher, aber auch gegenüber der Gesellschaft sehr ernst genommen. Wir verstehen jedoch die Maßnahmen der Behörden, um der Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken und fordern alle Menschen auf, sich an die neuen Regeln zu halten, damit wir möglichst bald wieder die Zootore öffnen können.“

In den letzten Wochen und Monaten hatte sich im Zoo eine neue Normalität unter Corona-Bedingungen eingestellt: Mit eingeschränkten Besucherkontingenten, Maskenpflicht in Teilbereichen des Zoos, zusätzlichen Servicekräften, Hinweisschildern und Durchsagen zu den Verhaltensregeln und dem Aufbau zahlreicher Desinfektionsmittelspender wurde der Zoobesuch zu einer weitestgehend sicheren Aktivität in Corona-Zeiten.

Das ist jetzt vorerst vorbei: Am Montag blieben die Tore des Zoos geschlossen. Das Zoo-Leuchten, das in diesem Jahr besonders großen Anklang gefunden hatte, muss nun vorzeitig enden. Alle geplanten Bildungsangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden abgesagt. „Wir werden in den nächsten Tagen unsere Kunden informieren, welche Lösungen wir den Zoofreunden anbieten können, die bereits Karten und Angebote gebucht haben,“ sagt Frank-Dieter Heck, kaufmännischer Geschäftsführer des Zoos.

Trotz der Schließung bleibt es für viele Mitarbeiter des Zoos eine arbeitsreiche Jahreszeit: Die Tiere wollen weiter genauso gefüttert, gepflegt und beschäftigt werden, das Laub fällt mit oder ohne Corona, über 10.000 Blumenzwiebeln müssen in die Erde und die ganze Parkanlage fit für den Winter gemacht werden. „Uns wird es ganz sicher nicht langweilig werden und in vielen Bereichen werden wir den Monat nutzen, um die Vorbereitung auf die Zeit danach mit Hochdruck voran zu treiben. Hoffentlich gelten die angekündigten Hilfen der Bundesregierung auch für die Zoologischen Gärten. Wir stehen bereit, so rasch wie möglich wieder erstklassige Bildung und Naturschutz an die Menschen zu vermitteln und eine Möglichkeit der Erholung zu bieten – sobald wir wieder öffnen dürfen“, sagt Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann.

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