Auf dem Betze war mehr drin – Niederlage gegen Lautern

(sim). Da war mehr drin. Die kämpferische und läuferische Leistung von Zweitligaaufsteiger SV Sandhausen wurde vor knapp 30.000 Zuschauer im Fritz-Walter-Stadion bei der 1:3 (1:2) Auswärtsniederlage beim Bundesligaabsteiger 1.FC Kaiserslautern nicht belohnt. Die Pfälzer halten damit Anschluss an Spitzenreiter Eintracht Braunschweig, während die Gäste in der Fremde weiterhin auf den ersten „Dreier“ warten müssen.

„Wenn wir allerdings unsere individuellen Fehler minimieren können, wird sich auch auswärts bald ein Erfolgserlebnis einstellen“, stellte Gerd Dais, der SVS-Trainer fest: „Zwei vermeidbare Gegentreffer haben uns um die Früchte gebracht, zumal wir bis in die Nachspielzeit das Geschehen offen gestalten konnten“. Dann war es der zehn Minuten davor eingewechselte Enis Hajri, der den „Sack“ mit dem 3:1 endgültig zu machte. „Das war nicht mehr von Bedeutung, denn zu diesem Zeitpunkt hatten wir schon alles auf einen Karte gesetzt nach dem Motto hopp oder topp“, urteilte ein zufriedener Gerd Dais und hofft, „dass wir auf dieser Leistung zu Hause gegen den MSV Duisburg im Kellerduell aufbauen können“. Sein Gegenüber Franco Foda war froh über den zweiten Heimsieg. „Ich habe vor der Kampfkraft des Neulings immer gewarnt, denn die Erwartungen waren sehr groß und dass die Warnungen richtig waren, hat sich während der 90 Minuten gezeigt“, so der frühere Profi am Betzenberg, „denn die Gäste haben uns das Leben sehr schwer gemacht“.

Für den SV Sandhausen begann die Auseinandersetzung wenig verheißungsvoll. Schon nach vier Minuten war nach einer Rechtsflanke von Florian Dick Torjäger Mohamadou Idrissou per Kopf mit der Führung zur Stelle, als ihn Ole Kittner sträflich zu viel Raum ließ, was der Ex-Frankfurter dankend annahm. Unbeeindruckt versuchte die Dais-Truppe mit einer gestaffelten Defensive Ruhe in die Begegnung zu bringen. Mit der ersten gefährlichen Situation im Strafraum der „Roten Teufel“ gelang Achenbach dann mit einem verdeckten Linksschuss ins lange Eck fünf Minuten später der Ausgleich. Eine Flanke von Wooten landete bei Kittner. Doch dessen Schuss konnte Tobias Sippel noch abwehren, war dann allerdings gegen die Aktion von Achenbach machtlos. Der zweite gefährliche FCK-Angreifer, Albert Bunjaku ließ in der 24. Minute ebenso per Kopf die erneute Gastgeberführung folgen. Ole Kittner und Timo Achenbach kümmerte sich zu zweit um Kostas Fortounis, Marco Pischorn musste dadurch die Innenposition aufgeben und ein Routinier wie Bunjaku lässt sich so etwas natürlich nicht entgehen. Einmal mehr haben die beiden Lauterer Neuzugänge ihre hohen Torjägerqualitäten für Sandhausen schonungslos an den Tag gelegt. Den Torschrei hatte der SVS-Anhang nach 35 Minuten schon auf den Lippen. Kingsley Onuegbu tauchte frei vor Sippel auf, vergaß jedoch den konsequenten Abschluss („Ich hatte einen Pfiff gehört“).

Nach dem Wechsel hatten die Pfälzer meist den „Vorwärtsgang“ eingeschaltet, doch mit Ausnahme der Schlussphase gab es keine zwingenden Einschussmöglichkeiten. Lediglich nach einem Foulspiel von Idrissou an Daniel Ischdonat auf der Torlinie, wo der Ball im Netz landete, gab es Aufregung und fortan hatte die Westkurve den souveränen SVS-Keeper zum Buhmann abgestempelten. Zwischen der 61. und 79. Spielminute gab der Gästetrainer all seinen Angreifern auf der Auswechselbank Gelegenheit zur Bewährung, doch der Ausgleich wollte nicht mehr gelingen. Frank Löning und Simon Tüting hatte hierzu noch zwei aussichtsreiche Möglichkeiten.

1.FC Kaiserslautern: Sippel; Dick, Torrejon, Heintz, Bugera; Borysiuk, Zellner; Fortounis (81. Hajri), Zuck (68. Baumjohann); Idrissou (92. Nsor). Bunjaku.

SV Sandhausen: Ischdonat; Falkenberg, Pischorn, Kittner, Achenbach; Morena (73. Löning); Wooten (79. Riemann), Fießer, Tüting, Kandziora (61. Klotz); Onuegbu.

Tore: 1:0 (4.) Idrissou, 1:1 (9.) Achenbach, 2:1 (24.) Bunjaku, 3:1 (92.) Hajri. Schiedsrichter: Florian Steuer (Menden). Zuschauer: 27.526. Gelbe Karten: Zuck, Zellner, Idrissou (alle 1.FCK) und Kittner, Morena, Fießer, Achenbach, Löning (alle SVS).

 

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