Aufruf des Gesundheitsamtes: Zeckenschutzimpfung nicht vergessen

(rnk – 7.4.23) Mit Beginn der warmen Jahreszeit zieht es wieder viele Menschen in die Natur. Sobald es wärmer wird, werden jedoch auch Zecken aktiv. Sie warten meist im Unterholz, im Gebüsch, in hohen Gräsern oder losem Laub auf eine Blutmahlzeit. Zecken können eine Vielzahl von Infektionskrankheiten auf den Menschen übertragen, wie die Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Letztere kann in seltenen Fällen auch durch Verzehr von Rohmilch ausgelöst werden.

 

Während eine Borreliose antibiotisch behandelt werden kann, so ist dies bei einer FSME nicht der Fall. Hierfür steht jedoch eine wirksame Schutzimpfung zur Verfügung. Das Gesundheitsamt, des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, erinnert aus diesem Grund alle Bürgerinnen und Bürger daran, den Impfstatus zu überprüfen und gegebenenfalls aufzufrischen.

Baden-Württemberg gilt bereits seit etlichen Jahren als FSME-Risikogebiet. Die Schutzimpfung wird deshalb allen Menschen empfohlen, die hier wohnen oder sich längere Zeit aufhalten und Zecken ausgesetzt sind.

Nach Angaben von Dr. Anne Kühn, die im Gesundheitsamt für den Infektionsschutz zuständig ist, kennzeichnen Fieber, Erbrechen und Kopfschmerzen die FSME. Bei schweren Krankheitsverläufen können neurologische Probleme wie etwa Lähmungen hinzukommen. Wer solche Symptome beobachtet, sollte diese ernst nehmen und schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen. Mit zunehmendem Alter verläuft die Krankheit schwerer. Vor allem Senioren sind anfälliger für Komplikationen. „Eine Impfung“, so Dr. Kühn, „halte ich nach wie vor für das sicherste Mittel gegen die Krankheit, besonders für ältere Menschen.“ Die Kosten hierfür tragen die Krankenkassen.

„Nach der uns vorliegenden Statistik gab es in Deutschland im Jahr 2022 insgesamt 462 erkannte Fälle, für die Deutschland als Infektionsland angegeben wurde, davon waren 10 aus dem Bereich Rhein-Neckar-Kreis und Heidelberg.“

Aber auch in anderen Teilen Europas ist das Virus weit verbreitet, was im Hinblick auf die bevorstehende Urlaubssaison zu bedenken ist. „Gegen die Lyme-Borreliose kann man sich leider nicht durch eine Impfung schützen“, ergänzt die Ärztin des Gesundheitsamtes. An dieser bakteriellen Infektionskrankheit, die das Nervensystem und die Gelenke schädigen kann, erkranken in Deutschland viele Menschen jährlich neu. Die Borreliose ist nicht in allen Bundesländern meldepflichtig, daher ist die genaue Häufigkeit in Deutschland nicht bekannt. Basierend auf Krankenkassen-Daten wurde in einer Studie geschätzt, dass in Deutschland jährlich von 214.000 Patienten Lyme-Borreliose-Abrechnungen erstellt werden. Konsens ist daher, dass es sich bei der Lyme-Borreliose um eine weit verbreitete Krankheit handelt, die ernst zu nehmen ist. Typische Kennzeichen seien meistens flächige Rötung an der Einstichstelle sowie grippeähnliche Symptome mit Fieber und Schwellungen der Lymphknoten.

„Die Borreliose ist eine Krankheit, die wie eine Grippe beginnen und ohne Behandlung jahrzehntelang andauern kann“, erklärt Dr. Kühn. Deshalb sollte auch bei Anzeichen für eine Borreliose ärztlicher Rat eingeholt werden.

„Bevor Sie und Ihre Familie die Natur genießen, schützen Sie sich vor Zeckenstichen“, rät die Ärztin des Gesundheitsamtes. Das Infektionsrisiko für alle durch Zecken übertragene Krankheiten kann gemindert werden, indem man sich kurzfristig mit Zecken abwehrenden Sprays oder Lotions schützt. Zusätzlich kann helle, geschlossene Kleidung und das Vermeiden von unwegsamem Gelände und Unterholz helfen, nicht von einer Zecke gestochen zu werden. Nach einem Spaziergang in der Natur sollte man sich und vor allem auch Kinder und Haustiere gründlich nach Zecken absuchen. Festgesaugte Tiere sollten möglichst umgehend mit einer geeigneten Pinzette oder einer speziellen Zeckenzange oder Zeckenkarte entfernt werden.

 

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