Autobahnpolizei optimiert: Walldorf wird vom „Revier“ zum „Kommissariat“

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Das Einsatzgebiet des Autobahn-Polizeikommissariats

(fwu – 9.11.13) Für gut 95 Autobahnkilometer ist das neue Autobahn-Polizei-Kommissariat Walldorf nun zuständig, das aus der Zusammenlegung der Autobahn-Polizeireviere Sinsheim und Walldorf hervorgegangen ist. Es reicht im Norden von Viernheim/Weinheim bis in den Süden in Höhe von Kronau, im Westen von Speyer bis im Osten nach Sinsheim-Steinsfurt. Im Kommissariat arbeiten insgesamt 84 Beamte in den Einsatzbereichen „normale Dienstschicht“ (hautpsächlich akute Einsätze), Fahndungs- und Ermittlungsdienst.

Im Zuge der Zusammenlegung wurde das Autobahnen Polizeirevier Sinsheim geschlossen und bis auf zwei Beamte, die in andere Dienststelle versetzt wurden, dem neuen Kommissariat zugeschlagen. Die Einsatzbereitschaft konnte dennoch deutlich erhöht werden, da Redundanzen abgebaut wurden und sich zudem in naher Zukunft das zu betreuende Dienstgebiet verkleinert, da die Strecke von Sinsheim Steinsfurt nach Bad Rappenau den Heilbronner Kollegen zugeschlagen wird.

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Blick in die Einsatzzentrale (v.l.): Kai-Björn Müller, Klaus Pietsch, Bernd Fuchs und Karl-Heinz Daiber; vorne Paul Dickmann

Das Walldorfer Autobahnpolizei Kommissariat bietet zudem deutlich bessere Arbeitsbedingungen, da es im alten Gebäudebereich saniert und um ein neues Gebäude erweitert wurde. Hierfür wurden ca.3,5 Millionen € investiert, wie Bernd Fuchs, Leiter der Polizeidirektion Heidelberg, erläuterte.

Zu den Hauptaufgaben der Standard-Dienstgruppe, die immer mit mindestens drei Fahrzeugbesatzungen im Einsatz ist, gehören sämtliche akuten Einsätze, wie Unfälle, Begleitung von Schwerfahrzeugen und auch die Überwachung des Autobahnverkehrs. Dank der zentralen Lage fast in der Mitte des Einsatzesgebietes können die vorgeschriebenen Interventionszeiten von unter 15 Minuten meist sogar unterschritten werden.

Der Fahndungsdienst mit insgesamt 13 Beamten geht im Einsatzgebiet gezielt auf die Jagd nach Straftätern, für die die Beamten ein besonderes Auge zu haben scheinen. Allein im Drogenbereich werden pro Jahr ca. 500 Delikte erkannt und zwischen 15 und 25 Drogenkuriere festgenommen. So konnten im März in einem besonders spektakulären Fall 50 Kilo Ecstasy in einem Wohnmobil entdeckt und sichergestellt werden, die sich auf dem Weg von Holland zur Street Parade in Zürich befanden.

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Bernd Fuchs, Klaus Pietsch

Um die 200 illegale Personen, davon 50 bis 70 mit gefälschten Papieren, werden von der Fahndung im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Verkehr gezogen. Auch Diebesbanden, die sich mit Wohnungseinbrüchen beschäftigen, konnte der Fahndungsdienst auf die Schliche kommen, indem Transportfahrzeuge der Banden, die mit dem Diebesgut auf dem Wege ins benachbarte Ausland waren, auf der Autobahn geschnappt werden konnten.

Bei ihrer Arbeit wird der Fahndungsdienst durch den Ermittlungsdienst unterstützt, der für die administrative Arbeit nach der Festnahme eines Straftäters zuständig ist. Durch diese Unterstützung kommt der Fahndungsdienst auf immerhin ca. 70% echte Einsatzzeit auf der Autobahn.

Ein weiterer Schwerpunkt der Tätigkeit der Autobahnpolizei ist die Überwachung des LKW-Verkehrs, zu dem die Einhaltung der Lenkzeiten und die Ladungssicherheit gehören. Zwischen 200-300 LKWs werden pro Jahr wegen Verstößen vorübergehend stillgelegt. Selbst bei Schwertransporten müssen immer wieder erhebliche Mängel festgestellt werden, die mit deutlichen Geldbußen und der Einziehung der durch die Verstöße gemachten Gewinne verbunden sind.

Die passende Polizeimeldung dazu vom gleichen Tag:

Zum Thema Ladungssicherung bei Schwerlastfahrzeugen wurde unter Federführung der Heidelberger Verkehrspolizei am Freitag in der Zeit zwischen 08.30 und 15.00 Uhr eine Sonderkontrolle auf dem Parkplatz „Linsenbühl“ zwischen dem Autobahnkreuz Viernheim und Mannheim in Fahrtrichtung Heilbronn durchgeführt. In Kooperation mit den beiden Mannheimer und Walldorfer Autobahnpolizeidienststellen waren insgesamt 20 Beamten im Einsatz. Im Tagesverlauf wurden 15 Fahrzeuge kontrolliert, wobei 11 davon beanstandet werden mussten. Bei 10 Fahrzeugen war es erforderlich, die Weiterfahrt sofort zu untersagen. Insgesamt 25 Anzeigen gegen Fahrer und Disponenten wegen Verstöße gegen die Ladungssicherung, Mängel am Bremssystem oder zu lange Fahrzeiten waren zu beanstanden.  Die gravierendsten Ladungsmängel konnten vor Ort nur mit schwerem Gerät (Kranfahrzeug) und aufwändigen Umladungen beseitigt werden.

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