Bericht von der Sandhäuser Dresdenreise –
Aus der „Vor-Corona-Zeit“

(Reisebericht von Jürgen Rüttinger) ..auf geht’s nach Dresden.

In einer Zeit vor Corona und der damit verhängten Kontaktsperre reisten 59 Bürger aus Sandhausen gemeinsam mit dem Organisator und Gemeinderat Jürgen Rüttinger in eine der schönsten Städte des Ostens nach Dresden.

Bereits in den frühen Morgenstunden nach Fasching haben wir uns auf dem Festplatz zur Abfahrt getroffen. Kaum war das Gepäck im Bus verladen, wurden wir von starkem Schneeschauer überrascht und schließlich bis Nürnberg begleitet.

Pünktlich zum Frühstück hatte Petrus Erbarmen mit uns und stellte die Schneeschauer ein und wir konnten im zugeschneiten Rastplatz in mitten einer Schneelandschaft unsere Frühstückspause einlegen.

Gute gestärkt und in bester Stimmung setzten wir unsere Reise nach Dresden fort, einige Bingo Runden und sowie ein Rätzel Quiz verkürzen hierbei erheblich die Reisezeit.

In Dresden angekommen bezogen wir unser Hotel in Mitten der bekannten Prager Straße, umgeben war unser Hotel von zahlreichen Restaurants, Bars und Einkaufsmöglichkeiten. Kein Wunder das diese Straße schon zu Zeiten der damaligen DDR die Einkaufspassage des Ostens war. Wir haben uns gleich wohl gefühlt. Während sich einige auf ihr Zimmer zurück zogen um ein Nickerchen zu machen, zog es die anderen zum Flanieren in die Stadt.

Zum Abendessen haben wir uns dann gemeinsam im Hotel Restaurant eingefunden, hierbei wurden viele Gespräche über den Osten sowie die ersten Eindrücke über Dresden geführt. Im Anschluss Liesen einige den Abend an der Hotelbar ausklingen, während sich ein Teil von uns ins Dresdner Abendleben stütze.

Die Nacht überstanden das Frühstück im Bauch stand der erste Programmpunkt auf dem Tagesplan.

Besuch der Dresdner Semperoper, in einer eineinhalb Stündigen Führung konnten wir die weltbekannte Semperoper erkunden. Zu erwähnen ist hier die Verkleidungen innerhalb des Gebäudes durch die damalige Zerstörung und den damit verbundenen Bränden verzichtete man beim Wideraufbau auf Holz und setzte eher auf Beton und Gips, diese Materialien wurden im Anschluss weiter behandelt und strahlen in dieser Form eine gemütliche Holzoptik aus. Genauso wurde beim Restaurieren der Säulen im Foyer vorgegangen, Beton und Gips verzaubert durch malerische Kunst.

Nach der Semperoper ist vor der Stadtrundfahrt, also macht wir uns auf den Weg zur drei Stündigen Erkundung der Stadt Dresden. Von der Semperoper aus vorbei am grünen Gewölbe setzten wir unsere Fahrt Richtung Zwingerteich fort. Das Terrassenufer erreicht fuhren wir weiter Richtung Hygiene Museum und Hallenbad vorbei am Rudolf-Harbig – Stadion sahen wir den Großen Garten direkt dahinter die Gläserne Manufaktur von VW. Über das Elbufer fuhren weiter Richtung Blasewitz vorbei an den drei Elbschlösser Albrechtsberg, Lingner Schloss und Schloss Eckberg zum blauen Wunder. Weiter ging es zur Pfundmolkerei anschließend zum alten Wasserwerk an der Elbe. Über den Stadtteil Neustadt fuhren wir über die Carola Brücke zum Striezel Markt.

Alles hat ein Ende so musste auch unsere Stadtrundfahrt einmal ihr Ende finden. Wir steuerten den nächsten Programmpunkt, den Dresdener Landtag an und haben unsere Städtetour dem entsprechend beendet. Die beiden SPD-Landräte Simone Lang und Frank Richter haben uns bereits erwartet. Im Rahmen eines Gespräches konnten wir uns gut über die Sächsischen und Baden-Württembergische Politik austauschen. Ein gemeinsamer Imbiss rundete den Besuch ab, bevor wir den Plenarsaal des Sächsischen Landtag betraten.

Gute gestärkt, mit neuem politischem Wissen, machten wir uns auf den Weg zur Frauenkirche dem letzten Programmpunkt für den heutigen Tag. Hierbei konnten wir in zwei Gruppen die Historie über eines der Wahrzeichen Dresdens erfahren.

Gemeinsam ging es zurück ins Hotel, bei gemeinsamen Abendessen wurden dann der Tag nochmal Revue passieren lassen. Mit einem Besuch der Altstadt wurde der Tag beendet.

Der nächste Tag beginnt, für uns steht heute der Besuch unsere Partnergemeinde Königswartha auf dem Programm. Direkt nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg. Nach rund 80 KM Fahrstrecke machten wir einen Stopp an der Lausitzer Seenlandschaft. Die Lausitzer Seenlandschaft erlebt derzeit ein besonderer Wandel, den eine ganze Region wird vom Braunkohlerevier zum Urlaubsparadies umgewandelt. Europas größte von Menschenhand geschaffene Wasserlandschaft entsteht mit zwei Dutzend gefluteten Seen und schiffbaren Kanälen, in der junge Urlaubsregion, die bereit vieles zu bietet hat, kommen Radfahren, Skater, Badegäste, und Wassersportfans voll auf ihre Kosten. Natürlich werden auch wir diese neu entstandene Region erkunden. Wir beginnen unsere Tour in Geierswalde direkt bei den bekannten Schwimmenden Häuser weiter ging es zum Leuchtturm direkt danach zum rostigen Nagel, eine Aussichtsplatform in 30 Meter Höhe die über 162 Treppenstufen zu erreichen ist. In Grosskoschen weiter Richtung Kleinkoschen, hier konnten wir dann eine der zahlreichen Seenverbindungen in Natur sehen. Wir setzen unsere Tour in Richtung Senftenberg fort. Danach verschlägt es uns in die älteste Gartenstadt Deutschlands nach Marga.

Die Gartenstadt Marga erbaut zwischen 1907 und 1915, mit ursprünglich 78 Häuser ist ein faszinierender Ort. Grüne Alleen, Gärten mit blühenden Obstbäumen, individuelle Architektur mit handwerklichen Elementen, ein Kontrast zu den tristen Mietskasernen der Fabrikarbeiter in den Großstädten jener Zeit.

Die Gartenstadt Marga zeugt von weitsichtigem und verantwortungsbewusstem Unternehmertum – und vom Reichtum der einst blühenden Industrieregion. Auf den ersten Blick wirkt Marga wie eine ganz normale Kleinstadt, gepflegt, bürgerlich, heimelig. Doch Marga ist ein Kunstwerk. Entworfen auf dem Reißbrett und innerhalb weniger Jahre von einem einzigen Bauherrn errichtet. Weiter ging es nach Elsterheide genauer gesagt in Gasthof zur Grubenlampe. Hier wurden wir bereits vom Bürgermeister unserer Partnergemeinde Königswartha, Herrn Swen Nowotny und seinen beiden Mitarbeiterinnen Frau Pfeiffer und Frau Nytsch erwartet.

Nach einem vorzüglichen Mittagessen setzten wir unsere Fahrt in Richtung Königswartha fort. Herr Bürgermeister Nowotny ergriff hierbei das Mikrofon in unserem Bus und wir erhielten eine exklusive Reiseführung über die Umgebungslandschaft unserer Partnergemeinde. Natürlich lies es sich BM Nowotny nicht nehmen sein Heimatort uns vorzustellen. Er packte die Gunst der Stunde und moderierte gleich eine Tour durch Königswartha. Im Anschluss besuchten wir das Heimatmuseum und das Rathaus. Den Abend ließen wir im Heidehof ausklingen.

Die diesjährige Fahrt stand ganz im Zeichen des Jubiläums, nach zwei Aufenthalten in Berlin und einem in Brüssel und letztlich in Hamburg. So wurden im laufe des Abends 13 Mitreisende geehrt, welche an allen fünf Fahrten teilnahmen. Dies waren Brigitte Brehm, Peter Burkhardt, Bernd Fleischer, Annemarie Günther, Bernd Hillesheim, Inge & Karl Keck, Gerlinde Rimmler, Toni Sauter, Margot Schneider, Anja & Walter sowie Adrian Rüttinger. Im Beisein von BM Nowotny wurden ihnen Präsente überreicht.

Gemeinderat und stell. Bürgermeister Jürgen Rüttinger bedankt sich bei Bürgermeister Swen Nowotny

Der Abend nahm seinen Lauf und die Zeit schritt voran. Langsam mussten wir uns verabschieden und unsere Partnergemeinde wieder in Richtung Dresden verlassen. Hierbei sorgte das neu erlebte für ausgiebigen Gesprächsstoff auf der Rückfahrt.

Der nächste Tag erwacht und wir machten uns auf nach Bautzen, die Partnerstädte von Heidelberg. Bautzen liegt im Zentrum der Lausitz und vereint sächsisches und sorbisches Kulturgut. Türme, Tore, Mauern und Bastionen zeugen von der reichen Geschichte der Stadt. In der Altstadt findest man mehr als 1.000 Baudenkmäler der vergangenen acht Jahrhunderte.

Während unseres Altstadtrundgangs mit einem Abstecher zum Dom St. Petri, blickten wir auf die Ortenburg. Vorbei am Bautzner Senfladen bewunderten wir die Stadtmauern aus dem Mittelalter. Bunte Bürgerhäuser aus dem Rokoko und Barock stellen das Erscheinungsbild von Bautzen dar. Weiter ging es zu den sehenswerten architektonischen Denkmälern hier zählt der schiefe Turm, der Reichenturm, die Mühl Bastei und der Friedhof der Nicolaikirche dazu.

Die Talsperre Bautzen mit ihrer Atemberaubenden Kulisse bietet in den warmen Monaten zahlreiche sportliche Aktivitäten an. Nach so einem intensiven Rundgang zu Bus und zu Fuß ist eine Stärkung überfällig. Das nahe gelegene Bautzen Brauhaus bietet hier die nötige Erfrischung an.

Der “Stasi-Knast” kurz Bautzen II gehört zu den bedeutendsten Gedenkstädten des Ortes und dem Osten. Keine Frage, ein weiters Ziel auf unsere Reise. Die Stiftung Sächsische Gedenkstätten erinnert an die Opfer der kommunistischen Diktatur in der sowjetischen Besatzungszone und der DDR.

Sie erinnert an Strukturen und Methoden von Herrschaftssystemen und zeigt wie man mit Widerstand oder Ablehnung des Systems und der Diktatur vorging. Dieser Ort erinnert an politischen Gewaltverbrechen und politischen Unrechts, für die Insassen gab es keine Menschenrechte und erst recht keine Demokratie. Mit diesen neuen erworbenen Eindrücken aus Bautzen im Gepäck machten wir uns wieder auf den Weg zurück nach Dresden. Für den restlichen Tag stand Freizeit auf dem Programm und jeder gestaltete sich diesen letzten Nachmittag in Dresden für sich selbst.

Schon sind fünf wunderbare Tage vorbei und wir mussten unsere Heimfahrt antreten. Die Rückfahrt verkürzen wir wieder mit Bingo Runden. Im Restaurant „Goldenes Herz“ in Plech, nach einer Empfehlung von Bürgermeister Georg Kletti nahmen wir unser verspätetes Mittagessen ein. Gegen 20 Uhr stimmten wir das Sandhäuser Leid an und konnten Gesund und munter unter starken Regenschauer und Sturm den Festplatz Sandhausen erreichen. Wieder ging eine wunderbare Reise zuende welche sicherlich nicht die letzte war.

Das war der Bericht zur Dresden Reise von Jürgen Rüttinger

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