Bernhard Pawelzik als Pfarrer der Röm.-kath. Kirchengemeinde Wiesloch vereidigt

(pm 21.1.26) In einem feierlichen Gottesdienst in der St. Mauritius-Kirche in Rot wurde Pfarrer Bernhard Pawelzik am Samstag in sein neues Amt eingeführt. Damit steht er nun als Pfarrer der neuen Kirchengemeinde Wiesloch vor. Sie heißt nach der Pfarrkirche auch Pfarrei St. Aegidius und vereint seit dem 1. Januar die ehemaligen vier Seelsorgeeinheiten Wiesloch-Dielheim, Walldorf-St. Leon-Rot, Leimen-Nußloch-Sandhausen und Letzenberg. Bernhard Pawelzik leitete die vier Seelsorgeeinheiten zuletzt bereits kommissarisch. Seit Dezember 2021 war er der Pfarrer der Kirchengemeinde Wiesloch-Dielheim.

Der Pfarreirat-Vorsitzende Klemens Gramlich und seine Stellvertreterin Anke Beck begrüßten die Teilnehmenden. Anschließend nahm Ordinariatsrat Thorsten Gompper die sogenannte Investitur, das heißt wörtlich die Einkleidung. Er ist der Leiter des Erzbischöflichen Seelsorgeamts der Erzdiözese Freiburg. Zuvor verlas er einen Brief von Erzbischof Stephan Burger und richtete dessen besonderen Gruß an die Gemeinde in Rot aus, deren Pfarrer er ab 1995 war.

Pfarrer Pawelzik gab dann vor der versammelten Kirchengemeinde sein Investiturversprechen ab. Dann segnete Gompper ihn zusammen mit seinen engsten Kollegen – d.s. Georg Henn (stellvertretender Pfarrer), Gernot Hödl (leitender Referent) sowie Heiko Wenz (Pfarreiökonom) und sein Stellvertreter Nicolas Kneis. Er forderte sie auf, zusammen ihren Glauben zu bekennen – ein besonders starker Moment gleich zu Beginn, als die versammelte Gemeinde sich spontan erhob und das Glaubensbekenntnis kräftig mitsprach. Als Zeichen der Verbundenheit mit der Erzdiözese Freiburg überreichte Thorsten Gompper ein Glasbild der Schutzmantelmadonna aus dem Freiburger Münster.

„Ich wünsche mir, dass es uns gelingt, in unserer neuen Kirchengemeinde die Mitte für Gott freizuhalten“, sagte Pfarrer Pawelzik in seiner Ansprache. Hier in der Kurpfalz seien alle gut im Anpacken und etwas auf die Beine stellen, was ein Gewinn, aber auch eine Gefahr sei, denn Kirche könne man nicht alleine „machen“, Kirche gehe nur mit Gottes Führung. Pfarrer Pawelzik zitierte den Seefahrer und Schriftsteller Gorch Fock, der gesagt hat: „Ich weiß nicht, wohin mich Gott führt. Ich weiß aber, dass er mich führt.“ Auf Gott dürfe die Kirchengemeinde immer vertrauen, denn Christus sei derselbe: gestern, heute und in Ewigkeit.

Danach waren alle aufgerufen, Gottes Segen zu spüren und weiterzugeben: Mit der geöffneten linken Hand IHN empfangen und mit der rechten Hand auf der Schulter des Banknachbarn in Verbundenheit mit IHM und allen stehen. Überhaupt war die Messe geprägt von starker Symbolik: Auf dem Altar lag das von Gemeindemitgliedern beim ersten großen Zusammentreffen der alten Kirchengemeinden („Tasting-Forum“ im Sommer 2024 auf Schloss Unteröwisheim) selbst gestaltete Tuch. Gemeindemitglieder, die sich im Entwicklungsprozess der Kirchengemeinde engagiert hatten, brachten Gegenstände, die für Erfahrungen auf diesem Weg stehen: Den Pilgerstab, der mit den Rom-Pilgern der Kirchengemeinde unterwegs ist. Ein Brot mit dem Sauerteig, der zu Beginn der Kirchenentwicklung angesetzt wurde und zur Vision „Wir wollen zusammen wachsen“ inspirierte. Die mobile Glocke, die von Ort zu Ort gereist war und mit der das Geläut aller Kirchen im Pfarrgebiet angehört werden konnte.

Das Motto der neuen Kirchengemeinde „zusammen wachsen“ präsentierte die Band Spurensuche mit einem Lied von Wilfried Röhrig, in dem es heißt: Miteinander wachsen, dem Himmel entgegen, miteinander gehen auf Gottes Wegen. Dieses Lied oder auch das schwungvolle Gloria oder schon die Eröffnung „Manchmal feiern wir mitten im Tag“, bei der die Zelebranten und der Pfarreirat zusammen mit über 70 Ministranten einzogen, sorgten für eine gelöste feierliche Stimmung. Kein Wunder, dass Pfarrer Georg Henn bei seinem Dankeswort die Roter Band gleich für die Firmvorbereitung gewinnen wollte.

Bürgermeister-Stellvertreterin Karin Geis sprach für die Gemeinde St. Leon-Rot und den Bürgermeister-Sprengel. Sie würdigte in ihrem Grußwort den festlichen Gottesdienst und erinnerte daran, dass die Kirchengemeinde nicht nur eine religiöse Gemeinschaft, sondern ein Ort der Begegnung sei. Die Landtagsabgeordnete Christiane Staab, ehemals Bürgermeisterin von Walldorf, überreichte passend zum Gemeindemotto „zusammen wachsen“ einen Apfelbaum. Die Dekanin Frau Treptow-Garben sprach für den Evangelischen Kirchenbezirk Südliche Kurpfalz. Sie sagte, sie könne gut nachempfinden, wie sich so ein Prozess des „zusammen Wachsens“ anfühle, schließlich stecke sie in ihrem Dekanat auch in einem solchen. Sie beruhigte, dass alles zusammenfinde, was zusammengehört.

Als Dankeschön an alle gab es zum Schluss grüne Armbändchen mit dem Gemeindemotto, ein echter Hingucker. Anschließend waren alle zum Empfang im Gemeindehaus eingeladen. Besonderen Spaß machte allen Mitfeiernden eine Verlosung. Wer eine Tasche mit dem Motiv der Kirchenentwicklung gewinnen wollte, musste gut Bescheid wissen, was in der neuen Kirchengemeinde los ist – von der neuen Internet-Adresse bis hin zur Zahl der Sternsinger, die rund um Dreikönig durch die Häuser zogen. Es wurde noch viel gelacht an diesem Abend. Die Freude über den gelungenen Neubeginn war durchweg zu spüren.

Fotos: Carina C. Kircher.

 

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