BUND Sandhausen warnt vor giftigem Neophyt „Kirschlorbeer“ – Einheimische Pflanzen pflanzen

(ck – 24.6.22) Die Lorbeerkirsche (Prunus laurocerasus) entwickelte sich bei uns zum wuchernden Neophyt, denn sie lässt sich längst nicht mehr von Zäunen und Mauern zurückhalten. Ursprünglich war die Lorbeerkirsche im Kaukasus und in Westasien beheimatet. Doch inzwischen breitet er sich bei uns in der freien Natur aus. Sein rasches und dichtes Wachstum zeichnet den Kirschlorbeer als zweckmäßige Grenzbepflanzung aus, die ganzjährig einen hervorragenden Sichtschutz bietet. Allerdings ist der Kirschlorbeer hochgiftig und das Gift gefährlich für Kleinkinder und Haustiere!

Als Solitär wächst die Lorbeerkirsche mit den wissenschaftlichen Bezeichnungen Prunus laurocerasus bzw. Laurocerasus officinalis schnell zu einer imposanten Erscheinung heran. Leider beschränken sich die Neophyten nicht mehr nur auf Park- und Gartenanlagen, sondern wuchern auch unkontrolliert im Wald.

Damit Lorbeerkirschen nicht wuchern, müssen die Sträucher regelmäßig geschnitten werden. Es ist also ein verhältnismäßig hoher Arbeitsaufwand nötig, damit Hecken auf Dauer in Form bleiben und kleinere Gärten nicht vollkommen zuwachsen. Weil noch immer verbotenerweise Strauchschnitt aus Gärten im Wald entsorgt wird, fassen invasive Neophyten dort leicht Fuß. Die Verursacher sind sich höchstwahrscheinlich gar nicht bewusst, was sie mit den exotischen Abfällen anrichten. Auch die Vögel verbreiten die Samen in die ortsnahen Wälder. Austreibende Lorbeeren wuchern und ersticken Kräuter und keimende Waldsamen.

Die natürliche Waldverjüngung gerät ins Stocken und für eine Reihe von Insekten gibt es keine Nahrung mehr, weil die arttypischen Nahrungsquellen fehlen. Als Pollenlieferant stellt der Kirschlorbeer keinen Ersatz dar. Nur sehr wenige Wildbienen laben sich an den weißen Lorbeerkirschblüten. Mauerbienen, deren aktive Zeit in die Blütenphase der invasiven Pflanze fällt, verschmähen dieses Nahrungsangebot komplett. Durch die ungezügelte Ausbreitung von Kirschlorbeer und anderen Neophyten herrscht inzwischen ein Futtermangel für diverse Insekten, was manche Bienenarten stark gefährdet.

Als heimische Vertreter anstelle von Prunus laurocerasus empfehlen Experten nachstehende Gewächse, die bezüglich ihrer Blütenpracht sehr wohl mit der Lorbeerkirsche mithalten können: Bitte pflanzen Sie lieber diese Büsche als Hecke!

  • Schwarzdorn (Schlehe)
  • Weißdorn (Hagedorn)
  • Gewöhnlicher Spindelstrauch
  • Hagebuttenstrauch (Hundsrose)
  • Haselnuss
  • Eberesche (Vogelbeerbaum)
  • Eibe (wintergrün)

In der Schweiz steht der Kirschlorbeer auf der “Schwarzen Liste” der besonders gefährlichen Neophyten.

C. Kienle BUND Sandhausen


Quellen: https://www.neophyt.ch/html/lorbeer/lorbeer.htm
 

 

 

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