CDU–Kandidaten besuchten Finissage der Ausstellung „Deutsche aus Russland“

(bs – 8.3.19) Gemeinderats- und Kreistagskandidaten der CDU Leimen besuchten die Abschlussveranstaltung der Wanderausstellung Deutsche aus Russland, durchgeführt von der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V., Stuttgart. Der Projektleiter Jakob Fischer spannte in einem hoch interessanten Power-Point-Vortrag einen geschichtlichen Bogen von dem Manifest der Zarin Katharina („Katharina die Große“) bis zur heutigen Situation. Sie zeigt den harten Schicksalsweg einer deutschen Volksgruppe ebenso wie ihre erfolgreichen Bemühungen um Integration.

Dieser Weg begann mit der Veröffentlichung des Einladungsmanifestes der Zarin Katharina am 22. Juli 1763, der im Jahr darauf die Gründung der ersten deutschen Kolonien an der Wolga folgte. Es folgte die Besiedelung weiterer Gebiete des Russischen Reiches im 18. und 19. Jahrhundert, vor allem am Schwarzen Meer und am Dnjepr, auf der Krim, im Kaukasus und in Wolhynien.

Auf die Deutschen wartete in Russland und später in der Sowjetunion eine dramatische Geschichte, die nach schweren und opferreichen Anfangsjahrzehnten zu wirtschaftlichem Aufschwung und Wohlstand im 19. Jahrhundert und zur Gründung einer Autonomen Wolgarepublik im 20. Jahrhundert führte, ehe 1941 der Weg in die Verbannung und die todbringenden Zwangsarbeitslager begann.

Erst durch die Entspannungspolitik von Michael Gorbatschow Eine Ausreise nach Deutschland wurde ihnen im größeren Umfang erst ab 1988 gestattet. Weit mehr als 2 Millionen machte davon Gebrauch. Allein in Leimen fanden über 2.000 Menschen eine neue Heimat.

Die Integration in die deutsche Gesellschaft war nicht einfach und mit vielen Vorurteilen belastet. Insgesamt gesehen ist jedoch die Integration der Deutschen aus Russland in Deutschland eine Erfolgsgeschichte. Die weitaus überwiegende Mehrheit der Russlanddeutschen ist bestrebt, eine gute Schul- und Berufsausbildung zu erwerben und sich erfolgreich in die deutsche Gesellschaft zu integrieren. Sie wollen als Deutsche akzeptiert und in der Schule, am Arbeitsplatz und Wohnort nicht ausgegrenzt werden.

Die CDU – Kandidaten waren sehr beeindruckt von dem Vortrag von Jakob Fischer, der es verstand, die Geschichte der Deutschen in Russland zu verdeutlichen und die Anwesenden zum Nachdenken zu veranlassen.

 

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