CDU: Positionspapier zur Schulpolitik

(CDU – 5.5.13) An Gemeinschaftsschulen muss keine Oberstufe eingerichtet werden: Sie ist bereits an beruflichen Schulen vorhanden!

419 - PosPap Schulen CDUIn einem Positionspapier warnen die Schulleiter der beruflichen Schulen des Rhein-Neckar-Kreises vor einer unkoordinierten Einrichtung von Gemeinschaftsschulen insbesondere mit Oberstufen. Die CDU-Kreisräte aus dem Sprengel Schwetzingen, Jutta Schuster, Helena Moser, Trudbert Orth und Michael Till nahmen dieses Papier zum Anlass, ihre Kollegen aus den Gemeinderäten von Brühl, Ketsch, Schwetzingen, Oftersheim, Plankstadt und Eppelheim zu einem gemeinsamen Termin mit den Schulleitern der Carl-Theodor-Schule und der Ehrhart-Schott-Schule Schwetzingen, Renate Mayer und Rudolf Konzelmann, einzuladen, um über die Auswirkungen für die bewährten beruflichen Schulen zu sprechen.

In ihren Eingangsworten erläuterten beide Schulleiter, dass insbesondere dann, wenn Gemeinschaftsschulen mit einer Oberstufe, der sogenannten Sekundarstufe II, genehmigt würden, diese in direkte Konkurrenz zu den bereits vorhandenen Oberstufen der beruflichen Schulen treten würden. Ausgehend von langjährigen Erfahrungswerten, wonach ein Schulwechsel für unter 10 % der Schüler in Frage komme, drohe den beruflichen Gymnasien (Allgemeine Hochschulreife) und den Berufskollegs (Fachhochschulreife) damit langfristig die Basis wegzubrechen und das, obwohl die neigungsorientierten, vielfältigen Möglichkeiten zur Hochschulreife (Wirtschaftsgymnasium, Sozialwissenschaftliches Gymnasium, Biotechnisches Gymnasium, Technisches Gymnasium, etc.) eine hervorragende Vorbereitung zum Einstieg in das Berufsleben böten, was durch entsprechenden Rückmeldungen seitens der IHK und der Wirtschaft bestätigt werde. Die Tatsache, dass mehr als 50 % aller Schülerinnen und Schüler über die beruflichen Gymnasien und das Berufskolleg zur allgemeinen Hochschulreife und Fachhochschulreife kämen, spreche darüber hinaus besonders für dieses System, das nach Überzeugung der CDU-Räte auch weiterhin wichtiger Standortfaktor des Rhein-Neckar-Kreises bleiben muss.

„Die am tatsächlichen Bedarf vorbeigehende Einrichtung von Gemeinschaftsschulen mit Oberstufen schaffen Konkurrenzsituationen in Bereichen, die nicht notwendig sind, weil entsprechende Angebote, die Hochschulreife zu erlangen, bereits wohnortnah vorhanden sind und die beruflichen Schulen über Lehrkräfte verfügen, die für differenzierte Schülergruppen besonders ausgebildet sind“, so die Meinung der christdemokratischen Bürgervertreter. Angesichts nicht größer werdender Ressourcen und des demographischen Wandels halten sie es für unverantwortlich, auf Kosten des Steuerzahlers teure Doppelstrukturen zu schaffen.

Der Wunsch der CDU ist es daher, auch dem Wunsch der Schulleiter der beruflichen Schulen entsprechend, dass das Einrichten von Gemeinschaftsschulen sich am tatsächlichen Bedarf orientiert, regional abgestimmt und mit den bereits eingerichteten beruflichen Schulen koordiniert wird.

So lautet auch eine Forderung aus dem Positionspapier der beruflichen Schulen, das gerade mit Blick auf die aktuell diskutierte Umwandlung der Schimper-Realschule Schwetzingen in eine Gemeinschaftsschule von Bedeutung ist: „Bei der Einrichtung von Gemeinschaftsschulen muss das vorhandene Angebot der Oberstufe der beruflichen Gymnasien berücksichtigt werden. Das hat für den Schulträger einerseits den Vorteil, große Investitionen (Einrichtung Oberstufe Gemeinschaftsschule) zu vermeiden und andererseits auf bewährte Infrastrukturen der beruflichen Schulen zurück zu greifen .“

 

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