Corona-Langeweile? Kriminelle „im Homeoffice“ verschicken mehr Betrugsmails

(fwu – 15.4.20) Heute schon ein paar Millionen geerbt? Oder schon den tollen Einkaufsgutschein eingelöst? Oder geschaut wo das Päckchen (das man garnicht erwartet) denn bleibt? Schon in Bitcoins investiert?

SPAM ohne Ende

Momentan gibt es eine immense Flut an „innovativen“ Spam-Mails, was wohl daran liegt, dass so viele Menschen vermehrt vor dem PC sitzen und leicht gelangweilt sind. Gute Chancen also für Betrüger, Gangster, Kriminelle, um mit tollen Angeboten Menschen dazu zu kriegen, auf einen Link zu klicken, der in diesen Spam-Mails enthalten ist. Und wer das tut, hat verloren und sich einen Virus eingefangen. Zwar keinen Corona-Virus aber dafür einen Computer-Virus. Und der kann äußerst schädlich und teuer werden.

Also unser ganz dringender Rat: NIEMALS gar nie nicht auf einen Link klicken oder eine Datei öffnen, die von einer unbekannten Quelle kommt. Und auch wenn die Quelle bekannt ist, mißtrauisch bleiben und vorher nachfragen. „Hast Du mir wirklich diese merkwürdige Mail geschickt?“ Einmal nachfragen VOR dem Öffnen kann sehr hilfreich sein, denn es gibt bereits viele infizierte Mail-Accounts, deren Besitzer die Infektion noch nicht gemerkt haben, und deren Accounts jetzt Viren-Mails verschicken.

Ach ja – ALLE MAILS aus der Zukunft (z. B. 31.1.2104) sind krimineller Müll und gehören sofort gelöscht.

Also: Bleiben Sie gesund – auch digital!


Und hier die Tipps der Polizei zum Thema:

Falsche Polizeibeamte, Enkeltrick-Betrüger und Gewinnversprechen – Betrüger nutzen Corona-Krise aus, Bleiben Sie wachsam!

Auch während der Osterfeiertage sowie zu Beginn der Woche wurden wieder zahlreiche Anrufe von „falschen Polizeibeamten“ und „Enkeltrick“-Betrügern in der gesamten Region zur Anzeige gebracht. Alle angerufenen reagierten richtig und beendeten das Telefonat und meldeten den Vorfall dem jeweils zuständigen Polizeirevier. Die betrügerischen Anrufer täuschten als angebliche „Polizeibeamte“ bevorstehende Einbrüche oder Raubüberfälle vor, „Enkeltrick“-Betrüger benötigten dringend Geld für Krankenhausaufenthalte oder Behandlungen, aber auch angebliche Glücksspielgewinne wurden versprochen – selbstverständlich nur unter der Prämisse der Vorauszahlung von Gebühren.

Insgesamt wurden in der Zeit von Montag bis Mittwoch mehr als 150 Fälle bekannt, die aber glücklicherweise nicht zum Erfolg führten!

Die Täter nützen derzeit die Kontaktbeschränkungen der Corona-Krise, insbesondere für ältere Menschen skrupellos aus. Deshalb bittet das Polizeipräsidium Mannheim, Folgendes zu berücksichtigen:

-Immer misstrauisch sein, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte, oder Bekannte oder gar als Polizeibeamte ausgeben und nach finanziellen Verhältnissen fragen

-Die Polizei wird Sie niemals um Geldbeträge bitten.

-Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Geben Sie Betrügern keine Chance, legen Sie einfach den Hörer auf. Das ist keinesfalls unhöflich!

Auflegen sollten Sie, wenn:

-Sie nicht sicher sind, wer anruft.

-Sie der Anrufer nach persönlichen Daten und Ihren finanziellen Verhältnissen fragt, z.B. ob Sie Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände im Haus haben.

-Sie der Anrufer auffordert, Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände herauszugeben, bzw. Geld zu überweisen, insbesondere ins Ausland.

-Sie der Anrufer unter Druck setzt.

-Der Anrufer Sie dazu auffordert, zu Fremden Kontakt aufzunehmen, z.B. zu einem Boten, der Ihr Geld und Ihre Wertsachen mitnehmen soll.

– Hinweise an alle Angehörige: Auch wenn es aufgrund der Corona-Krise Kontaktbeschränkungen gibt, bitten wir Sie, nahe Angehörige, Eltern oder Großeltern, die aufgrund ihrer Rüstigkeit noch alleine leben können, nicht „alleine zu lassen“. Genau diese Personen sind die Hauptzielgruppe von „Falschen Polizeibeamten“ oder Tätern, die sich als vermeintliche Enkel oder Angehörige ausgeben. Bleiben Sie bitte täglich mit ihren älteren Angehörigen in Kontakt und kümmern Sie sich um sie.

Wer glaubt Opfer eines Betrugs geworden zu sein, meldet sich sofort bei der örtlichen Polizeidienststelle oder beim Polizeinotruf 110.

Im allen Fällen übernimmt die Kriminalpolizeidirektion Heidelberg die Ermittlungen.

Personen, die Hinweise zu den Taten geben können, werden gebeten, sich beim Führungs- und Lagezentrum des Polizeipräsidiums Mannheim, Tel.: 0621/174-0, dem jeweiligen örtlich zuständigen Polizeirevier (falls Tel.-Nr. bekannt) oder über den Polizeinotruf 110 zu melden.

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