Der Großteil der Daytrader verliert Geld

Daytrading erfreut sich großer Beliebtheit. Vor Allem Anfänger erhoffen sich mit ein bisschen Chartanalyse das ganz große Geld zu machen. Doch das ist leider eine Illusion, denn der überwiegende Teil der Kleinanleger verliert Geld bei dieser Art der Spekulation auf Börsenkurse.

Obwohl das große Risiko bekannt und auch die Verlustraten von CFD Brokern veröffentlicht werden, scheint das der Euphorie keinen Abbruch zu tun. Worauf die hohen Verlustraten zurückzuführen sind, wollen wir uns im Folgenden etwas genauer ansehen.

Die Hebelwirkung

Hat man selbst nicht genug Kapital zur Verfügung, um Daytrading rentabel betreiben zu können, immerhin sollen ja kleine Kursbewegung schon einen guten Profit ermöglichen, so werden normalerweise gehebelte Finanzinstrumente genutzt. Durch diese wird das eingesetzte Kapital künstlich vervielfacht, was zu schnelleren Gewinnen, aber ebenso Verlusten führt. Das selbst eingebrachte Kapital dient lediglich als Sicherheitsleistung und wird als „Margin“ bezeichnet. Wird allerdings deren Höhe an Verlusten während eines Trades erreicht, so wird dieser von der Software automatisch beendet und der Trader muss den Totalverlust seines Einsatzes hinnehmen. Das kann mitunter durch nur sehr kurze Kurssprünge passieren; auch, wenn der Kurs dann sofort wieder nach oben schießt, ist das Geld verloren.

Großer Anteil an Anfängern

Ein weiterer Grund für die hohen Verlustraten ist im schon erwähnten Umstand zu finden, dass es sich beim Großteil der Daytrader um Tradinganfänger handelt. Durch die Aussicht auf mögliche, hohe Gewinne, lassen viele das große Risiko einfach unbeachtet.

Dazu trägt auch die Illusion, welche vermeintliche Daytrader, meist junge Männer in schnellen Sportwagen, auf Instagram und YouTube, erschaffen bei. Sie propagieren einen selbstbestimmten Lebensstil, der von Freiheit, Luxusautos, teuren Uhren und schönen Frauen geprägt ist und welcher angeblich durch Daytrading finanziert wird. Doch handelt es sich dabei um eine Scheinwelt, die nur dazu erschaffen wird, um Interessenten Kurse oder Webinare verkaufen zu können, sie für einen gewissen Onlinebroker zu werben, oder, im schlimmsten Fall, sie zu einer Investition zu bewegen und sie um ihr Geld zu betrügen.

Dank „neuer“ Finanzinstrumente wie CFDs (Differenzkontrakte), ist es für Anfänger sehr einfach geworden Daytrading zu betreiben. Konnte man früher nur mit viel Kapital (oder Sicherheiten) diesem Tradinstil frönen, kann das heutzutage jeder. Leider tun es in erster Linie aber genau jene, die das eigentlich nicht sollten.

Unzureichende Vorbereitung

Davon abgesehen, dass sehr viele Anfänger im Bereich Daytrading ihr Glück versuchen, mangelt es auch an der nötigen Vorbereitung. Jeder ist einmal Anfänger und das ist auch kein Verbrechen, allerdings stürzt sich der Großteil ohne ausreichende Vorbereitung in den Handel mit echtem Geld.

Wer mit Daytrading in der Gewinnzone bleiben möchte, der benötigt umfassende Fähigkeiten in der technischen Analyse, muss sich mit wirtschaftlich relevanten Entwicklungen auskennen und deren Auswirkungen auf Börsenkurse verstehen und abschätzen können. Die meisten Anfänger beherrschen allerdings weder das eine noch das andere, was dazu führt, dass für sie Daytrading Glücksspiel gleichkommt, wobei die Chancen dabei deutlich zu ihren Ungunsten stehen.

Die gängige Empfehlung ist, dass Anfänger so lange in einem Demokonto üben sollten, bis sie es schaffen auf Dauer eine positive Bilanz zu halten. Gelingt ihnen das nämlich nicht einmal beim Handel mit Spielgeld, dann haben sie beim Einsatz von echtem Geld, wo auch noch Emotionen wie Angst und Gier eine Rolle spielen, keine Chance.

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